Wenn Wünsche wahr werden 

Schon seit gut 1,5 Jahren jammert das A-Hörnchen, dass er in den Heidepark Soltau möchte. Achterbahn bis zum Erbrechen und einen ganzen Tag zwischen Adrenalin und Blümeranz. Immer wieder musste der arme Kerl sich die gleiche Ausrede anhören, die in Wirklichkeit gar keine war. Die einfache Begründung für das nicht Fahren war A-Hörnchens Größe und Gewicht. Für die meisten attraktiven Fahrgeschäfte war er einfach zu kurz oder zu schmal oder beides. 

Heute morgen warfen wir ihn um 8.45 Uhr aus dem Bett. Wenig gut gelaunt fuhr er mich an was das solle. Ich trällerte er solle mal den Ball flach halten, schließlich bekäme er heute eine Überraschung. In wenigen Sekunden war da das Hörnchen angezogen und fünf Minuten später gewaschen. Wir drückten ihm ein Brötchen, einen Kakao und die ausgedruckten Eintrittskarten in die Hand. Das Hörnchen fiel aus allen Wolken und dann gingen Papa und Sohn auf die Reise. 

Voll gut! Voll voll anstrengend und voll ein Erfolg, so lässt sich der Tag wohl zusammenfassen. 


Resümee 

Ui, ein anstrengender Supertag geht zu Ende. Der große Ausflug begann mit einer halben Katastrophe. Ich hatte gewissenhaft die Bus-Verbindung zum Bahnhof rausgesucht. Leider hatte da irgendwas nicht hingehauen, so dass wir 1. 30 Minuten auf den Bus warten mussten und dann 2. am Bahnhof nur 9 Minuten von der Haltestelle zum Gleis hatten. Dank einer wahnsinns Kooperation der Hörnchen gelang das hoffnungslose Unterfangen und wir erreichten 30 Sekunden vor dem Zug da Gleis. 

Das Klo im Zug war derart zugeschi**en, dass es für uns alle nicht zumutbar war. So wurde die Fahrt insbesondere für D-Hörnchen eine echte Herausforderung. Aber-alles ging glatt. D-Hörnchen schaffte 2,5 Stunden Reise ohne Zwischenfall. 

Bei Familie Schwester war es, wie immer, sehr schön. Was gibt es besseres als eine Horde von Cousins und Cousinen die sich (meistens) gut verstehen und spielen. Die Großen haben für die Kleinen eine Schnitzeljagd veranstaltet und auch sonst hätten sie friedliche Phasen;).  Zum Abendessen gab es viel Pizza für alle. 

Nun sind wir auf der Rückreise. Es ist spät, dunkel und alle Batterien sind leer. Am aller meisten meine.  

Ich sehe was, das du nicht siehst 

Auf einer längeren Autofahrt spielten die Hörnchen „Ich  sehe was, das du nicht siehst“. „… Und das ist blau-weiß!“ gab das B-Hörnchen zum Raten. A-Hörnchen erriet schnell die Verkehrsschilder auf der Autobahn und war der Nächste. Sein schwarzer Strassenbelag dauerte zwar etwas länger, aber ich erriet ihn heldenhaft nach einiger Zeit. C-Hörnchen landete den nächsten Treffer und erriet meinen rosa Gegenstand. Dann kam ihr Rätsel:“Ich sehe was das ihr nicht seht, und das ist schwierig!“ 

Wir unterdrückten stark das Kichern und A-Hörnchen sagte, dass „schwierig“ keine Farbe sei. Sie solle gefälligst die Farbe sagen! C-Hörnchen wiederholte sich und gab zu verstehen:“Die Farbe ist schwierig!“ Auch nach drei weiteren Anläufen kamen wir der Farbe nicht auf die Spur, bis sich schließlich rausstellte, dass sie die Farbe einfach nicht genau bestimmen konnte, da der Gegenstand schon längst vorbei war. So ein kompliziertes Spiel! Wirklich schwierig!!

Kastanijungs und Food-sharing 

Wie viele Kinder, sammeln auch meine, liebend gern Kastanien (bei uns liebevoll Kastanijungs genannt). Für gewöhnlich sammeln sich über die ersten Herbstwochen so Ca. 5-6 kg zusammen. Diese weden dann zu etwa 3% zu Kastanienmännchen. Weitere 3-4% verschwinden in Kinderküche oder Spielzeugkisten. 3% landen in Jacken-und Hosentaschen. 40% gelangen schnell in den Garten; dort werden sie bespielt, gehackt, eingebuddelt oder eingepflanzt. Die restlichen 50% fristen ein trauriges Dasein in irgendeiner Tüte und schimmeln schließlich in der Bio-Tonne weiter. 

Dieses Jahr waren wir so super!! Wir haben die vielen vielen vielen Kastanijungs heute in den Tierpark im Stadtwald gebracht. Dort werden sie gesammelt und dann vom Wildvieh aufgefressen. Nebenbei hatten wir einen großartigen Tag!! 

Tolle Mutter

Nun muss ich ein bisschen angeben. Zunächst, ja! Ich habe alle heil wieder mitgebracht. Viel besser aber: Verschiedene Rentnerkollonnen fanden es extrem erwähnenswert wie toll meine Kinder sind und wie toll ich bin und wie toll wir zusammen sind. Und genauso war es auch. Toll. Großartig. 

B- und C- Hörnchen haben jedes Zug- und Bahnhofsklo gesehen auf der Strecke. Der Tag bei Schwester war klasse und nun is ich alle. Und toll. Man man, ich bin aber auch toll. 

   
    
 

Können wir malwieder..

… Eis essen?

… schwimmen gehen?

…mit Fingerfarben malen?

…kokeln?

….Osterhasen basteln?

…Marmeldade kochen?

…in den Zoo?

…Bonbons essen?

… einen Ausflug machen?

…. ans Meer fahren?

…Kürbisbrot backen?

….Oma besuchen?

……………..

Es ist seltsam!!! Obwohl wir gefühlt von einem Highlight zum anderen hechten, scheinen meine Kinder den Hals nicht voll zu bekommen. Oder immer was anderes zu wollen, oder immer noch mehr zu wollen? Jedenfalls muss ich langsam feststellen, dass der Satz: „Können wir malwieder…..?“ mich zunehmend aggressiv macht. Selbst wenn es ja schön ist, dass die Mäuse sich offenbar an viele tolle Dinge erinnern, wünsche ich mir öfters mal ein Danke, anstatt schon auf der Rückfahrt im Auto das nächste Happening einzufordern.  

Kennt ihr das noch?

Oh ja!! Das kenne ich noch. Das Gefühl, wenn man sich von zwei Seiten durch eine Sandburg gräbt, und sich dann die Hände in der Mitte treffen. Großartig!! 

Nach langer Zeit habe ich mich heute wieder daran erinnert. Euphorie, Freude, Stolz und Erleichterung. Das alles ist plötzlich da, und das wärend man bis zur Schulter im Sand steckt und bestenfalls die Hand des besten Kumpens hält. 

Bommels

Früher, wenn wir einen Ausflug gemacht haben, hat meine Mama immer Bommels gemacht. Bommels sind also heimisch, geborgen, spaßig und meistens etwas sandig. Bommels sind toll und machen glücklich. Und satt. Bommels schmecken einfach so, oder mit Leberwurst, oder mit Marmelade oder mit Käse oder mit Dreck. Bommels gehen immer, und Bommels gehen einfach.

Bommels sind kleine Hefeteig-Rosinenbrötchen. 

500g Mehl

50g Zucker

1 Pck. Hefe 

0,5 TL Salz

Ordentlich Zimt

2 EL Butter

Rosinene

2 Eier
Kneten, Formen, gehen, backen. 180 Grad 20 Min. 
Heute ist Bommels-Tag.