Twister

„C-Hörnchen auf grün, B-Hörnchen, du bitte auf rot, nee besser auf lila. D-Hörnchen jetzt ganz vorsichtig auf blau. Ok. Bleibt mal eben so, B-Hörnchen geh mal bitte auf grau jetzt. Danke. C-Hörnchen jetzt vor auf lila und dann kann D-Hörnchen bitte zu mir durch.“

Was sich liest, als hätten wir kürzlich Twistsr gespielt, ist in Wirklichkeit zwar artverwandt jedoch etwas ganz anderes. Die oben genannten Worte beschreiben in etwa das, was ich so von mir gebe, wenn die Hörnchen in der Wanne waren.

Die drei kleinen Hörnchen gehen nach wie vor gern zu dritt baden. Wenn ich dann nach einer oder mehr Studnen ins Badezimmer komme ist es ein wenig wie auf der Mecklenburgischen Seenplatte. Das Bad schwimmt, alles ist etwa einen cm unter Wasser. Dank Bodenablauf und Abzieher ist das schlimmste schnell geschafft. Nachdem die ersten 256l Wasser den Boden verlassen haben, verteile ich dann gern die benutzten Handtücher auf selbigem; dann ist es nicht zu fußkalt. Tja, und die sind halt bunt. Da unser Bad zwar absolut ausreichend, aber dennoch etwas eng ist, bedarf es einer ausgefeilten Choreografie drei Hörnchen trocken und eingecremt in Bademäntel zu hüllen und ihnen die Haare zu kämmen – ohne sich selbst unter Wasser zu setzen.

Für die Hörnchen als auch für mich eine inzwischen liebgewonnene Strategie. Den Farben zu folgen bekommen auch müde Kinder hin und das wiederum macht mir den Job einfach. Und so ist es für mich kein Drama wenn malwieder alles schwimmt; viel mehr nehme ich es als willkommene Einladung das Bad zu putzen. Denn im Grunde gibt es doch nichts besseres als saubere, glückliche Kinder.

Rückwärts

C- und D-Hörnchen baden. Ich sitze nebenan und höre enorm lauten jauchzen und plantschen. Beide scheinen sich prächtig zu amüsieren. Wärend sie so plantschen trinken der Menne und ich Kaffee und philosophieren darüber wie nass es wohl im Bad ist. Plötzlich ein Knall und dann schreit das D-Hörnchen. 

Ich renne rüber und finde einen kleinen nassen Wurm in einer riesen Pfütze vor der Wanne liegen. Alles steht unter Wasser. Ich tröste das schluchzende Kind und wickle ihn in ein Handtuch. Als er wieder sprechen kann frage ich:“Wie bist du denn aus der Wanne gefallen?“ Das nasse Kind schluchtzt und schnieft und sagt dann:“Rückwärts!“ 

Sie sind gerutscht. Immer vom Rand der Wanne in selbige. Bis das D-Hörnchen halt rückwärts rausgefallen ist. Bestimmt nicht schön; armes Hörnchen!!

Getrennt 

Ab heute,

Endlich. 

Nach all dem Warten und den Strapazen und dem Ärger. Ab heute getrennt. 

Kein Wasser mehr im ganzen Bad, keine nassen Fußmatten. Endlich.

Endlich eine Duschabtrennung im Bad. Und damit endlich fertig. Endlich sind Bad und Dusche getrennt, haben nichts mehr miteinander zu tun. Sie haben es ernsthaft miteinander versucht, aber es war zwecklos. Jetzt gehen sie getrennt Wege. 

Geliebte schlechte Angewohnheit 

Heute konnte ich endlich wieder meiner lieblings schlechten Angewohnheit nachgehen. 

Ich liebe es von jeh her zu baden. Nur leider halte ich es ohne adäquate Beschäftigung keine 15 Minuten in der Suppe aus. Und da mir beim lesen die Arme lahm werden und ich mir auch nicht ewig die Beine rasieren kann, liegt doch nichts näher als in der Wanne fernzusehen. Herrlich!

Leider fehlte es bis heute an der passenden Glotze; gar nicht so einfach einen so kleinen, Platten Fernseher zu finden. 

Nun: Ihr lieben, guten Spender: Ich danke euch von ganzen Herzen!! Er ist himmlisch!!!!!

Neues aus Entenhausen

Der Abriss rollt. Und der Abreisser ist fast tot. 

Geplant war, alles in ein bis zwei Tagen rauszunehmen; nun werden es eher drei bis vier. 

Unsrer lieber Vorbesitzer hat vor vielen Jahren dieses Bad gebaut. Und weil er ein umsichtiger, kluger Mann war, hat er die gesamte Wannen-Toilettenkonsttuktion mit Zement ausgegossen. Und nun ist da unten ein sehr, sehr bemitleidenswerter Mann am bohrhämmern was das Zeug hält. Und irgendwie hat man das Gefühl, er kommt nicht voran. Armer, armer Mann. Gut, dass er dafür bezahlt wird, sonst könnte ich das kaum mit ansehen.