Immer wieder duschen

Duschen gehen ist immer wieder ein Erlebnis. Inzwischen sind alle Hörnchen halbwegs groß und dennoch scheint das laufende Wasser die Begehrlichkeiten nach meiner Person arg zu steigern. Eben erst wieder…

Seit etwa einer Stunde hatte ich keinen gesehen, alles war friedlich. Ich hatte auch den 2. Kaffee in Ruhe getrunken, die Zeitung gelesen und ausgiebig dem Twitter-Gott gehuldigt. Als krönender Abschluss wollte ich noch eben in Ruhe duschen. Also machte ich das Wasser an und es war gut. Sekunden später klopft es an der Tür. Ich rufe schroff: Was?!“. „Bist du auf Klo?“ Fragt das Stimmchen des C-Hörnchens und ich antworte: „Nein. Ich dusche!“ Da freut sich das Kind und schneller als ich reagieren kann sitzt sie auf dem Thron und kommentiert: „Gut, dann kann ich ja Kaka machen!“

6 Minuten später ist die Luft im Bad erbärmlich. Die Mischung aus Limetten-Schampoo, warmer Luft und Scheiße ist kaum auszuhalten. Ich japste nach Luft und öffnete verzweifelt das Fesnter. 14 Grad kalte Luft fällt direkt in die Dusche und rettete mein Lebem. Schön warm war hiermit deutlich vorbei und dennoch entscheide ich, auch noch das zweite Bein zu rasieren und harre aus. Sekunden später klopft es wieder.

Das D-Hörnchen steht im Bad. Ich sehe ihn nicht, höre nur die Frage, ob er die Post aufmachen darf. Ich antworte knapp mit der Tatsache, dass ich die Briefe erst sehen müsste um das zu entscheiden und.. fragen Sie nicht! Sekunden später hatte ich zwei Briefe zur Ansicht in der Dusche. Beides war unwichtig, er öffnete es an Ort und Stelle.

Als ich fertig war und frierend dabei war meine Haare zu bändigen, kam das A-Hörnchen mit dem IPad. „Können wir mal eben was wegen meinem Referat machen?“

Ich stand nackt im 14 Grad kalten Bad. Zu meinen Füßen öffnete das D-Hörnchen Post und offenbar erwecke ich in diesem Moment den Eindruck, dass ich mich gern über das Forum Romanum und die Kloaka Maxima unterhalten möchte. Irgendwas mache ich falsch.

Und Leute, morgen ist Wahl. Geht wählen!!!

Twister

„C-Hörnchen auf grün, B-Hörnchen, du bitte auf rot, nee besser auf lila. D-Hörnchen jetzt ganz vorsichtig auf blau. Ok. Bleibt mal eben so, B-Hörnchen geh mal bitte auf grau jetzt. Danke. C-Hörnchen jetzt vor auf lila und dann kann D-Hörnchen bitte zu mir durch.“

Was sich liest, als hätten wir kürzlich Twistsr gespielt, ist in Wirklichkeit zwar artverwandt jedoch etwas ganz anderes. Die oben genannten Worte beschreiben in etwa das, was ich so von mir gebe, wenn die Hörnchen in der Wanne waren.

Die drei kleinen Hörnchen gehen nach wie vor gern zu dritt baden. Wenn ich dann nach einer oder mehr Studnen ins Badezimmer komme ist es ein wenig wie auf der Mecklenburgischen Seenplatte. Das Bad schwimmt, alles ist etwa einen cm unter Wasser. Dank Bodenablauf und Abzieher ist das schlimmste schnell geschafft. Nachdem die ersten 256l Wasser den Boden verlassen haben, verteile ich dann gern die benutzten Handtücher auf selbigem; dann ist es nicht zu fußkalt. Tja, und die sind halt bunt. Da unser Bad zwar absolut ausreichend, aber dennoch etwas eng ist, bedarf es einer ausgefeilten Choreografie drei Hörnchen trocken und eingecremt in Bademäntel zu hüllen und ihnen die Haare zu kämmen – ohne sich selbst unter Wasser zu setzen.

Für die Hörnchen als auch für mich eine inzwischen liebgewonnene Strategie. Den Farben zu folgen bekommen auch müde Kinder hin und das wiederum macht mir den Job einfach. Und so ist es für mich kein Drama wenn malwieder alles schwimmt; viel mehr nehme ich es als willkommene Einladung das Bad zu putzen. Denn im Grunde gibt es doch nichts besseres als saubere, glückliche Kinder.

Camping verboten 

Heute morgen wäre vor dem Badezimmer fast das B-Hörnchen geplatzt. Sie musste so nötig auf’s Klo und das A-Hörnchen kam und kam nicht raus. Und das, obwohl unser Badezimmer-Ablauf eigentlich gut getaktet ist. Die Wecker der Kinder klingeln versetzt, so dass die Wartezeit sich gut reguliert. Die Kleinen gehen ins 2. Bad und wir Großen sind längst fertig wenn die Hörnchen aufstehen. Trotzdem kommt es zunehmend zu Unregelmäßigkeiten im Ablauf; und schuld daran ist definitiv das A-Hörnchen. 

Neuerdings müssen die Haare sitzen, die Klamotten wieder kritisch überdacht und manchmal schneidet er sich von ganz allein die Fingernägel. Man kann es nicht von der Hand weisen, die Welt ist im Wandel. Ich schaue mir das gern an und finde es klasse, dass er freiwillig sauber ist. Jedoch tut mir das B-Hörnchen auch leid. In Hinblick auf die Kommenden Jahre, und in der Gewissheit, dass es eines Tages nicht mehr das B-Hörnchen sein wird das wartet, hat der Menne heute morgen schon mal ein passendes Schild für die Badezimmer-Tür gemalt:


Camping verboten! Das sollte doch alle Unklarheiten beseitigen. 

Hochdruck

Wir haben drei Toiletten. Eine ganz unten, eine im 2. Oben und eine im 3.  Vorhin ging B-Hörnchen unten auf’s Klo. Angekündigt lange. Zeitgleich kommt C-Hörnchen aufgeregt von ganz oben runtergerannt und ruft:“Ich muss Pipi!! Ich muss ganz ganz dringend Pipiii!!“ Sie stellt fest, dass besetzt ist und führt ein episches Drama auf. Liegend auf dem Boden und auf allen vieren beteuert sie jeden Moment in die Hose machen zu müssen. Sie schlägt Purzelbäume und hüpft jammernd umher, so dringend musste sie. All mein Bitten, doch nach oben zu gehen, quittierte sie mit der Aussage:“Dann mach ich in die Hose!“ Nach 8,5 Minuten jagte ich sie dann doch nach oben. Unter lautestem Schimpfen schleppte sie sich ins 2. Oben aufs Klo. B-Hörnchen thronte derweil immernoch im Unten. 

Als C-Hörnchen gerade oben angekommen ist erscheint A-Hörnchen vor dem Fenster. Schon am Gangbild lässt sich unschwer erkennen, dass er dringend zum Klo muss. Ich höre den Schlüssel in der Tür und dann schon den Schrei:“Ich muuusssss!!“ Er rennt unten ins Bad und findet B-Hörnchen. Verzweifelt rast er nach oben und trifft zwei Treppen später im Gästeklo das C-Hörnchen. Mit letzter Kraft schleppt A-Hörnchen sich die dritte Treppe hoch um nun endlich … D-Hörnchen auf dem Klo anzutreffen. 

In diesem Moment, als er fast weinend unter dem Dach im Bad steht, ertönt aus den anderen zwei Bädern die Rufe:“FERTIG!“ Rettung naht, alles geht gut aus. Ich hätte nie gedacht, dass wir mal zu wenig Toiletten haben könnten!!

Stinkalarm

Vergangene Nacht wankte ich zum Klo und nach einer  Sekunde war trotz Halbschlaf klar: Hier stimmt was nicht. Im Mini-Gästeklo stank es erbärmlich. Nicht nach „Rest“ oder „Vorgänger“ sondern bäh. Ich beschloss das Problem auf meine Müdigkeit zu schieben und kroch wieder ins Bett. 

Am Morgen verließ ich zunächst die Etage und nutze das untern gelegene Hauptbad. Den unattraktiven Geruch hatte ich vergessen. Nach dem Frühstück kam die Arbeit, nach der Arbeit der Garten und erst am frühen Abend betrat ich wieder das Stinkebad. Und es stank immer noch. Erbärmlich. 

Ich putzte die Schüssel und leerte den Mülleimer. Und tatsächlich, in diesem unscheinbaren Ding verbarg sich das dunkle Geheimnis: Auf einem Haufen Taschentücher und einer leeren Klopapierrolle thronte ein Häufchen Scheiße; notdürftig in etwas Klopapier gehüllt. 

Am Abendbrottisch befragte ich die Hörnchen wie es dazu gekommen wäre und C-Hörnchen kannte die Antwort: Als es am Vorabend nicht schnell genug gegangen war, hatte sich ihr Darm versehentlich auf den Teppich entleert. Sie hatte alles selbst behoben, schließlich sei sie ja schon groß. Der Rest ist Geschichte. 

Beherzt zugegriffen 

Ein kleiner, kurzer Lacher für euch: Ich habe eben das Bad geputzt und nehm so ein Schränkchen hoch und höre nur noch ‚plopp‘. 

Da sind nur meine Ohrringe ins Klo gefallen. Dieses war nämlich grad offen, da es als nächstes gereinigt werden sollte. Und zu meinem großen Glück hatte ich die Klobürste grad rein gesellt, so dass sich die Ohrstecker in den Borsten der Klobürste verfingen, leider eher unterhalb. Ein beherzter Griff gefolgt von noch viel beherzterem Händewaschen rettete die Klunker. Held der Arbeit.  

Neues aus der Dusche

Ich in der Dusche. Nass und nackt. 

Das D-Hörnchen rennt ins Bad und beginnt irgendwas zu tun. Ich beschließe, das mir das egal ist und setzte den teuflischen Plan, mich schnell zu waschen, weiter in die Tat um. 

Beim auswaschen der Haare begehe ich einen fatalen Anfängerfehler: Ich schließe die Augen! Das nächste was ich höre ist das Stimmchen des Hörnchens: „Is auch duden!“ Und dann war er schon da.

Angezogen und nass. 

Im selben Moment klingelt es an der Tür. Der Postmann. A-Hörnchen bittet ihn höflich herein, „Mama ist nur duschen“. Er lehnt ab. Immerhin ein kleiner Erfolg. 

117 Monate

Dieses Jahr im April wohnen wir ganze 10 Jahre in unserem Haus. Eine wirklich lange, lange Zeit. 

Vor etwa neun Jahren bekamen wir unser erstes Kind, das A-Hörnchen. Und ich erinnere mich noch wie heute, wie ich das kleine Wesen eines Tages zum ersten Mal oben, im kleinen Bad, in der Duschwanne hatte und feststellte, dass diese total undicht ist. Von dem Tag an duschte ich regelmäßig das A-Hörnchen und später auch seine Geschwister und feudelte anschließend das ganze Bad. 

Mein Mann postulierte lange, dass ich einfach unfähig wäre und beim Duschen rumsauen würde; bis er im vergangenen Herbst zum aller ersten Mal selber dort oben duschen musste, da im Hauptbad ja renoviert wurde. Und da fiel es ihm auf: Die Dusche ist ja total undicht!! 

Seit dem sind weitere Monate vergangen und heute dann kam ich nach Hause, er strahle mich an ich teilte mir mit, er habe mir einen großen Wunsch erfüllt! Tatsächlich, nach nur 117 Monaten in diesem Haus ist die Dusche abgedichtet. Das ging ja mal flott. 

Das Parfum 

Selten mussten meine kleinen Hörnchen so sehr Baden wie gestern Abend! Aber beginnen dort, wo alles anfing – und endete. In der Badewanne. 

In selbiger spielten die zwei mit ihren Autos; gute Idee soweit. Zumindest bis C-Hörnchen auf dem Regalbrett über der Wanne unser Eau de Toilette entdeckte. Ich bekam von allem nichts mit; die Tür war zu. Erst nach 20 Minuten betrat C-Hörnchen die Küche,  umhüllt von einer unglaublichen Wolke. Ihre bloße Anwesenheit brannte in den Augen. Ein Kuss zerfraß die Lunge und es wurde noch schlimmer. Beim betreten des Badezimmer wurde mir schwindelig, es war kaum zu ertragen. Douglas hoch 100; abartig. 

Ich riss das Fenster aus, parallel begann ich die Hörnchen zu spülen. Es half alles nichts. Als eine halbe Stunde später der Menne nach Hause kam, traf auch ihn noch der Schlag. Aktuell weiß hab nicht ob ich krank werde oder meine Atemwege einfach total gereizt sind. 

Respekt liebe Hörnchen, das hat Eindruck hinterlassen. Einen bleibenden.