Kleine Brüder von großen Schwestern

Wenn wir Fahrrad fahren spielen wir Bibi und Tina, laufen wir durch den Wald machen wir einen Ausritt und steigen wir in den Bus, reiten Sabrina und Amadeus stets hinterher. Schon seit Jahren leben meine Töchter im Bibi und Tina Universum. B-Hörnchen ist Tina, C-Hörnchen ist Bibi. Ich muss immer die Mama spielen, die kann zwar schlecht singen aber ist immerhin nett. Kompliziert wird es wenn ein drittes Kind hinzu kommt. Das muss dann Alex sein – und das will in aller Regel keiner. 

Eben stritten C- und D-Hörnchen im Kinderzimmer. Ich habe keine Ahnung was sie dort taten aber irgendwie gab es Streit. Dann zog D-Hörnchen alle Register und sprach die ultimative Drohung aus:“C-Hörnchen! Wenn du nicht machst wie ich sage, dann bist du Alex!!!“ Denn so drohen kleine Brüder, die immer Alex sein mussten. 

In Namensachen

C-Hörnchen fragt:“ Mama, wie heißen Pferde mit Nachnamen?“ Leichtüberfordert beginne ich nachzudenken, komme aber zu keinem logischen Ergebnis. So teile ich dem Hörnchen mit:“ Pferde haben keinen Nachnamen.“ Empört schaut sie ich an und motzt:“Alle haben einen Nachnamen; sogar die Katzen ja auch wie unserer!“ Ein schlagendes Argument wie ich finde, trotzdem weiß ich nicht wie Pferde mit Nachnamen heißen und schlage vor, dass das Pferd ja immer den Nachnamen seines Besitzers haben könnte. C-Hörnchen ist nicht begeistert. „So kann das ja gar nicht sein bei Pferden weil ja gar nicht die Pferde jemandem gehören.“ Ich geriet in Verzweiflung; war ich mir doch der Sache, in Anlehnung an die Katzennachnamen, so sicher. Mein letzter Vorschlag war der, dass „Pferd“ der Nachname wäre, und der Vorname dann zum Beispiel „Amadeus“ oder „Sabrina“ oder „Maharaja“. C-Hörnchen schüttelte sich kräftig, sah mich vernichtend an und sagte:“ Das ist Quatsch Mama! Pferde haben einfach gar keinen Nachnamen!“

Hatte  ich nicht sowas erwähnt????

Mit dem Besen

Meine kleinen Hörnchen hatten heute eine enorm gute Idee. Sie sind mit dem Besen in die Kita geflogen. 

C-Hörnchen war Bibi auf Kartoffelbrei und D-Hörnchen war Bibitina. Und so flogen sie dann. Die ersten 10 Meter sogar rasend schnell. Danach etwas langsamer. Und danach kamen wir in den Park. Mit Pfützen. Und danach fegten sie alle Pfützen. Alle. Und es regnete. Und es war kalt. Und sie fegten wirklich alle Pfützen. 

Läppische 35 Minuten haben wir für den Weg von etwa 400 Metern gebraucht. Und das Ganze wäre nur halb so schlimm gewesen, wenn ich dumme Mama nicht vorsichtshalber das Laufrad vom D-Hörnchen mitgenommen hätte, das ich dann auch noch die ganze Zeit tragen musste.  In Regen. Erwähnte ich das?

Bibi und Tina

Heute war ich mit B-Hörnchen im Kino. ‚Bibi und Tina‘ gab es. Ein echter Film mit echten Menschen. Und wie sich rausstellte: Eher für etwas größere Menschen. Nichtsdestotrotz war es ganz großartig. Es kamen Pferde vor und Bibi und Tina. Soweit so erwartet. In einer Szene sah man eine Reihe Jungs von hinten beim Pinkeln. B-Hörnchen quietschte entsetzt:“Iiihhhhh!! Jungs sind so ekelhaft!“ Als am Ende des Film mehrere Teenie-Pärchen knutschend übereinander herfielen, gab es für den Ekel kein halten mehr. Sowas widerliches.  

Hingegen völlig außer Acht gelassen wurde die Sequenz, in der der schöne Held der Teenies vollkommen versehentlich Magic Mushrooms aß und einen mächtigen Trip fuhr. In meinen elterlichen Augen eine arg verharmlosende und Appetit machende Darstellung. Aber sicher nicht für B-Hörnchen. Die fand Affen im Wald vollkommen logisch. 

Überall rechts 

Wir waren mit dem Fahrrad unterwegs. Meine Mädels fuhren im Park auf Ca. 98% der gesamten Wegesbreite, was ich angesichts der winterlichen Einsamkeit im Park vollkommen ok fand. Voller Begeisterung ritten sie ihre Räder und feuerten „Amadeus und Sabrina“ nach Kräften an. 

Irgendwann kam uns ein Rentnerehepaar entgegen. Sie waren weit vorher zu sehen und genauso ihre missmutigen Mienen. Als sie näher kamen, bat ich Bibi und Tina darum, den Weg frei zureiten und sie gaben etwa 1,5 Meter frei. Alles war bestens, der Platz reichte selbst für langsame, schwankende Rentner locker aus, und meine Hörnchen stellten sogar das rasante Spiel ein. 

Trotzdem konnte der alte Sack nicht anders und brüllte meine Töchter an:“Rechts!!!! Man fährt rechts!! Man man man!!“ C-Hörnchen staunte nicht schlecht und schrie zurück:“Hier ist wohl überall reeeeeechts, duuuuuu!!“ 

Ich habe das Gesicht des Herren nicht mehr gesehen, nichtsdestotrotz freue ich mich riesig über diese Aussage, die treffender und richtiger nicht hätte sein können. Mein kluges Kind!! 

Bisschen Hässlich 

B-Hörnchen und ich habe gemalt. ‚Pferd auf der Wiese’sollte es werden. Am Ende begutachte B-Hörnchen mein Werk und sagte:“ Gut Mama, nur ein bisschen hässlich.“

  
Oben B-Hörnchens, unten Meins. 

Die Jugend von heute

das A-Hörnchen hat (malwieder) Besuch. Und heute haben die Jungs verhandelt, dass sie die letzte halbe Stunde MineCraft am Computer spielen dürfen.  Wohooooo!!

Aus dem Kinderzimmer: Schroffe Befehle, Fäkalste Ausdrücke, eyyyy Maaaaan, Aaalteeerrr,… Ich öffne die Tür und auf den Boden sitzen sie vor dem Rechner, bauen eine Rakete um zum Skelette-Planeten zu fliegen. 

Und höhren Bibi und Tina. Da bleib mal einer ernst. 

Bibi & Tina II

Meine Mädels Spielen liebend gern mit Rody-Hüpfpferden „Bibi und Tina“. Heute ritten sie ein paar Runden durch den Garten und brachten Sabrina und Amadeus dann in den Stall. B-Hörnchen verkündete, dass Sabrina in der Nacht ein Fohlen bekommen würde, und sie deshalb im Stall schliefe. 

C-Hörnchen entgegnete:“Amadeus kriegt auch ein Baby!“ , worauf B-Hörnchen lachend sagte:“ Tina! Amadeus ist doch ein Junge. Der kann keine Babys bekommen.“ C-Hörnchen schaute zweifelnd drein. „Dann bin ich eben Alex.“ Lachendes B-Hörnchen. „Daaaas ist doch auch ein Junge!!“ Kicher kicher, B-Hörnchen konnte es kaum glauben. C-Hörnchen hingegen grübelte und grübelte. Schlußendlich verkündete sie:“Dann bin ich eben Maharadscha.!“ 

B-Hörnchen kapitulierte überheblich bei so viel Unwissenheit und legte sich gemütlich neben Sabrina in die Box. In den folgenden Minuten brachten sie das Fohlen zur Welt und es zeigte sich, dass eine Drei-jährige zwar nicht weiß, wer Babys bekommen kann, dafür aber eine hervorragende Geburtshelferin ist. Der Jubel war unbeschreiblich als unser Baby endlich auf der Welt war, und wer es denn nun bekommen hat… Egal!!

Bibi und Tina

Seit etwa einem Jahr habe ich das große Vergnügen, quasi rund um die Uhr „Bibi und Tina“ spielen zu dürfen. Beim Radfahren reiten wir im Galopp auf Amadeus und Sabrina. Im Auto haben wir immer einen Pferdeanhänger dabei und im Haus jagt  ein Springreitturnier das nächste. B-Hörnchen ist größer Pferdefan und C-Hörnchen ist seit einiger Zeit auf diesen Zug mit aufgesprungen. Bibi und Tina rockt! 

Zusätzlich darf ich mehr als regelmäßig die immer selben zwei Folgen Bibi und Tina von Dvd schauen. Die Mädels schauen fast jeden Abend die selbe Folge weil es ja soooooo süß ist. Jippiiii….

Sein bisheriges Highlight fand das Thema heute, als ich mit B-Hörnchen zur Osteopathin ging.  Es regnete aus Eimern, ein Sturm tobte. Wir kamen in den Vorgartn der Praxis, ich rannte unter das Vordach und klingelte. Schnell öffnete die Osteopathin die Tür. Als wir gerade herein gehen wollten traf B-Hörnchen der Blitz. Sie rannte durch den Regen zum Zaun zurück und band Sabrina am Zaun fest. Nachdem sie auch Heu und Wasser hatte konnten wir rein gehen. Zum Glück hatte B-Hörnchen keinen Putzkasten dabei!!!