..and nothing else matters!

D-Hörnchen und ich fertigen die Einladungskarten zum Kindergeburtstag. Es ist entspannt, er malt, ich schreibe. „Mama, kannst du was von Metallica anmachen?“, höre ich das Stimmchen meines Kleinsten. Und ja! Das kann ich. Ich mache das „Black Album“ an, mein liebstes bestes Metallica-Album und wir lauschen der Musik. Gestern vor 27 Jahren ist es übrigens erschienen und immer noch ist es toll. Bei Nothing Else matters spitzt er seine kleinen Ohren und bestätigt:“Das ist schön!“

Minuten später sind die Stifte doof, die Einladungen unartig und das D-Hörnchen bekommt einen Wutanfall, wie man ihn nur mit vier oder fünf haben kann. Dicke Kullertränen liefen ihm über die roten Wangen, tief verzweifelt lag er mit dem Kopf auf dem Bastelwerk und wusste weder ein noch aus. Mir das Problem zu schildern, in diesem Moment unmöglich. Ein epischen Drama spielte sich vor meinen Augen ab und ich konnte nichts tun. Nach einiger Zeit gelang es mir den schreienden Wurm von seinem Stuhl zu lösen und nahm ihn auf den Schoß. Dort weinte er noch eine Weile wie entwurzelt weiter bis er es irgendwann schaffte mit letzter Kraft zu schluchzen: „Sing mir das schöne von Metallica, bitte.“

Und das tat ich, denn wenn ich eins auf der Welt kenne, dann die heilende Wirkung dieses kleinen Liedes. Uns so sang ich, für ihn, für mich, für James Hetfield und für die Einladungskarten. Natürlich half es, natürlich.

Übrigens war die Reihenfolge der Buntstifte durcheinander gekommen. Episches Drama, sag ich ja.