Auf dem Klo

C-Hörnchen hat Tanzstunde. Ich sitze mit D-Hörnchen und acht weiteren Muttis im Vorraum und unterhalte mich gelangweilt. Irgendwann muss ich pinkeln, teile dies dem D-Hörnchen mit und frage ob er mit will. Natürlich will er. Denn wo das Mutti, da das Hörnchen. 

Ich öffne die Toilettentür, die direkt vom Aufenthaltsraum abgeht, schleiße die Tür hinter  mit und verriegle sie. Das D-Hörnchen instruiere ich sorgfältig NICHT mit dem Klopapier oder der Klobürste zu spielen. Dann öffne ich die Hose und setzte mich. Im Moment of ’no return‘ beschließt D-Hörnchen dann, dass es im Klo doch arg öde ist. Um dies effektvoll zu unterstreichen, dreht er ambitioniert am Türschließer und reißt die Tür auf. Ich muss an dieser Stelle nicht erwähnen, dass es mir nicht möglich war, dies im letzten Moment zu verhindern. Ebenso bekam ich es nicht hin mich in 0,3 Sekunden wieder zu erheben und anzukleiden. Somit pinkelte ich plötzlich im Aufenthaltsraum. Mein letzter Gedanke vor dem großen Lacher:“Scheiss auf die Klobürste!!“

Kassettenaugen

Manche Dinge brauchen sehr, sehr lange um abschließend geklärt zu werden. So saßen der Menne und ich gestern Abend zusammen und irgendwie kam das Gespräch auf eine Fliege. 

(Btw.: es ist nicht so schlimm wie es klingt; Fliegen als Gesprächsthema sind nicht das letzte was uns geblieben ist…)

Jedenfalls sagte der Menne etwas über die Farcettenaugen der Fliege und ich lachte hämisch aus und erklärte ihm freundlich, dass die Dinger Kassettenaugen heißen würde.  Große Diskussion und dann ein schneller Blick zu Google. 

Scheiße! Der Typ hat Recht!! 

Da habe ich in der 6. Klasse für eine WUK-Arbeit dieses Wort falsch gelernt, und 20 Jahre lang ist es nicht aufgefallen. Und dann sowas. Welch eine Blamage. Schule macht doof. 

Gnadenlos; beim Einkaufen

Shoppen mit Hörnchen macht Spaß. Besonders wenn die Hörnchen sich alle Mühe geben, Mama bloßzustellen. 

Auf dem Weg zum Supermarkt schenkte uns ein Nachbar zwei Gurken aus dem eigenen Garten. Ich legte diese unten in den Kinderwagen und wir zogen weiter. Im Geschäft lud ich dann noch einiges auf, und tüddelte zur Kasse. Alle Einkäufe kamen auf das Band. Schon im Vorfeld hatte ich beruhigt festgestellt, dass das Geschäft nur gerade, hübsche Gurken in Plastik führte, somit war ich mit meinen Öko Bio Naturgurken also fein raus. Nichts-desto-trotz ließ es sich das damals drei jährige B-Hörnchen nicht nehmen, durch den ganzen Laden zu brüllen:“Und im Kinderwagen klaut Mama noch zwei Gurken!“, welche sie dann triumphal hoch hielt.

In der Umkleide bei H&M probierte ich eine zugegeben etwas enge Hose an. Mein A-Hörnchen stand neben mir und grinste breit als es schallte:“Mama!! Mit der Hose sieht dein Popo aber dick aus!“ Im ganzen Laden hörte man Gelächter und ich dachte, ich müsste für immer in der blöden Umkleide bleiben…

Mein Highlight war der Kauf eines Badeanzugs ,mit damals drei Kindern. Ich suchte aus und setzte A-und B-Hörnchen mit einem Lolli bewaffnet hinter mich auf eine Bank. Vor der Umkleide Stand der Kinderwagen mit einem zum Glück schlafenden Baby. Ich zog mich todesmutig aus und dann kam der Moment. Der Moment- nur mit Schlüpfer und Socken in der Umkleide. Vor der Umkleide miepte es im Kinderwagen. Ich hatte nur noch einen Plan:Schnell in diesen Badeanzug und dann zum Baby. Doch hatte ich diesen Plan ohne A-Hörnchen gemacht. Er riss den Vorhang auf und stürmte zu seiner kleinen Schwester. Und ich stand dann mal so da. Mit Socken und Schlüpfer.