Wer bracht denn bitte Zeitumstellung 

Winterzeit ist, wenn wir eine Stunde länger schlafen können, sagen die einen. 

Winterzeit ist, wenn das Kind statt um 6 schon um 5 aufsteht, sagen die anderen. 

Und ich sage: Dieses Zeitumgestelle ist der letzte Mist. Ich vermag wirklich nicht zu beurteilen, ob diese Umstellung wirtschaftlich jemals sinnvoll war, was ich aber beurteilen kann ist, dass der menschliche Organismus nicht dafür gemacht ist, sich ständig umzustellen. Wir bekommen regelmäßig Hunger, wollen regelmäßig schlafen und erkennen intuitiv den Feierabend. Menschliche Gehirne mögen Gewohnheit und einen monotonen Trott. Was sie nicht mögen ist, wenn man ihnen zum Mittag sagt: Noch nicht. Und insbesondere für Eltern ist es ein Kampf gegen Windmühlen. Wann immer man einen Rythmus gefunden hat, die Zeitumstellung weiß es besser. 

Klingt total albern wenn man keine Kinder hat. Hatman aber welche, weiß man, dass eine Verschiebung um eine Stunde über das Gelingen des Mittagschlafes entscheiden kann, ebenso wie über einschlafen oder aufdrehen. Und eben, wie eingangs erwähnt, über die Frage: Aufstehen um 5 oder um 6. Denn Kinder leben nach ihrer inneren Uhr und nicht nach der Zeit. Diesen stoischen Rythmus umzustellen dauert lange, sehr lange. Fast bis zur nächsten Zeitumstellung. Und von da an müssen wir die lieben kleinen dann wecken. Denn wenn die endlich wieder auf 6 anstatt 5 sind, schaltet die Ihr auf 7 anstatt 6; und das ist zu spät für Kita und Schule. 

Schwachsinn! 

Bis einer kotzt

Ich höre Schreie aus dem Kinderzimmer. Auf der Treppe kommt mit ein weinendes C-Hörnchen entgegen; von oben bis unten vollgekotzt. Wärend der Menne das Kind ins Bad führt um es zu waschen, beginne ich das Bett zu inspizieren. B-Hörnchen, die der Tage bei ihrer Schwester geschlafen hatte, erklärt mir dann:

„Sie wolle ausprobieren, wie tief die ihre Hand in den Hals schieben kann. Ging ziemlich tief!“ 

Was für eine Erleichterung! Kein Magen-Darm. Was für eine Dunnheit…Und was für eine Erkenntnis! Wenn man das mit fünf schon weiß, dann muss man das mit 14 nicht mehr machen. 

30 Dinge

Soeben entdeckt im www: 30 Dinge, die ich vor meinem 30. Geburtstag erledigt haben soll. Es ist also aller höchste Zeit eine „drei-Jahre danach Bilanz“ zu ziehen. Lucky oder Looser sozusagen. 

1. Eine Rucksackreise! Eine Woche, einen Monat, ein Jahr – ganz egal!—Nun ja, ich war schon mal mit dem Fahrrad und ’ner Satteltasche auf großer Reise; das sollte reichen. 

2. Blutspenden gehen!—Nicht bisher. Schlimm? Ja, eigentlich schon. Irgendwie hat es sich nie ergeben. Letztlich war ich jahrelang schwanger oder stillend, was das Blutspenden ja ausschließt. Aber mein Tag wird kommen. Oder ich spende vorher Organe…

3. Lernen, wie man eine gute, selbst gemachte Sauce Hollandais macht.— Check!! Das kann ich. 
4. Eine Kreditkarte besitzen.—Nope. Brauch‘ ich nicht. 
5. Bei seinem Traumjob arbeiten. Zumindest solltest du wissen, was dein Traumjob ist und wie du dort hingelangen kannst!— Ich habe schon so oft gedacht meinen Traumjob gefunden zu haben. Inzwischen denke ich realistisch und suche allenfalls nach dem Job, der sich mit der Familie vereinbaren lässt und mich nicht zu sehr stresst. 

6. Einmal alleine vereisen. Du wirst schon sehen wieso!— Ich bin nie nie nie allein. Schon allein deswegen nicht, weil ich es nicht mag allein zu sein. Das absolute Maximum ist allein zur Uni zu fahren. Immerhin rauche ich nur deswegen so selten, weil mir selbst 7 Minuten allein vor der Tür mir selbst zu allein sind. 

7. Seinen eigenen Stil finden! Frag dich selbst: Was steht mir? Trage ich es nur, weil es gerade Trend ist? Was will ich besonders betonen?— Ich bin total der Stil. Ich habe nicht nur einen Stil, ich habe Dutzende. Mein Lieblingsstil ist der Schlafanzug. 

8. Eine Rede auf einer Hochzeit halten. —Check, und die Braut hat vor Rührung geweint.  

9. Teenie-Bilder sortieren, egal ob in einem Album oder in einer Schublade.— Jap, gar nicht so lange her. Es war ein großes Vergnügen. 

10. Sich über seine Rentenversicherung Gedanken machen.— Ups. 

11. Den Großeltern Löcher in den Bauch fragen! Über dich, deine Eltern, ihr Leben, ihre Ansichten…—Vor allem habe ich mich früher viel zu oft mit meinem Opa gestritten; wegen seiner Ansichten und jedem anderen Mist. Den wahren Wert seiner Lebenserfahrung habe ich viel zu spät erkannt.  

12. Lernen, sich auf die eigenen Instinkte zu verlassen!—Check. Ich mag die Dinger inzwischen und kann mich ziemlich gut auf sie verlassen.  

13. Freiwilligenarbeit leisten!—Check! Ich habe mich eine zu kurze, aber tolle Zeit in der aufsuchenden Arbeit auf den Platten unserer Stadt versucht. Bis ich schwanger wurde und mir das Unterfangen zu heikel wurde. 

14. Das Kinderzimmer für die Eltern “frei” geben. Auch wenn es irgendwie beruhigend ist, das alte Kinderzimmer im Originalzustand zu wissen, deine Eltern können sich vielleicht den lang ersehnten Hobbyraum daraus zaubern.— Frei geben; niedlich. Ich war noch nicht vom Hof, da war es schon in Gebrauch. 

15. Nach New York fliegen!— Ich würde so gern; aber wer zahlt das? 

16. Gesünder leben! Bis jetzt war Gemüse nur die lästige Beilage vom Braten? Probier mal andere Rezepte aus!—Wenn man meine Kinder fragt, lebe ich viel zu gesund. Und die müssen es wissen. Grad heute habe ich wieder versucht die armen Kreaturen mit Bohneneintopf zu vergiften. 

17. Eine teure Handtasche kaufen! Quasi als Investment Piece fürs ganze Leben.— Scheiss drauf. Von dem Geld flieg ich lieber nach New York

18. Eine Familientradition kreieren! — Haben wir. „Große-Kinder-Urlaub“, „Familiensommerfest“ und „Weihnachten“ erfunden. Ach nee, eins gab’s schon vorher. 

19. Einen Klassiker lesen. Wie wäre es mit “Hamlet”, “Das Parfum” oder doch “Buddenbrooks”? —Ich kann die ersten 10 Seiten von Goethes Faust auswendig. Reicht das? Ich war am Grab des Altherren und habe seinem Gingko gehuldigt.  Ich liebe klassische Literatur und habe viel gelesen. 

20. Geld spenden—Check

21. Gedanken darüber machen, was man sich vom Leben noch erwartet.— Mache ich viel zu oft. Vor allem Nachts wenn ich eigentlich schlafen sollte. Und dann mache ich mir Gedanken darüber, wie ich den nächsten Tag schaffen soll, wo ich doch so müde bin. 

22. Ein Instrument lernen!— Ich kann Blockflöte. Nix zum Angeben, aber ein Instrument. Früher wollte ich immer gern Kontrabass spielen. Heute hätte ich Lust auf Schlagzeug. Dann sähe ich aus wie Bela B. 

23. Die Problemzonen und Schokoladenseiten deines Bodys kennen- und liebenlernen!— So ein Quatsch. Worüber soll ich dann jaulen; lieber ernähre ich mich noch gesünder und sporte gewaltig durch. 

24. Ein Hobby suchen, das du ein Mal die Woche ausübst.— Gern. Auch gern öfters. Ich mag Hobbies; zumindest meine eigenen. 

25. Ein smartphonefreies Wochenende verbringen!—Nö. Hab ich ja früher oft genug gemacht. 

26. Ausmisten, aber so richtig!—Check. Ist noch gar nicht lange her. Wo sechs Menschen leben ist der Platz oft rar. 

27. Die Namen aller wichtigsten Politiker kennen! —Wer bestimmt denn wer wichtig ist? Ich … kenne Leo Tolstoi

28. Einmal so richtig viel Kohle bei einer coolen Partynacht mit deinen Mädels auf den Kopf hauen!— Lieber haute ich früher die Kohle fremder Männer auf den  Kopf, als mein sauer verdientes Geld auszugeben. Da bin ich viel zu geizig!! Heute gehe ich selten aus, und wenn dann reichen drei Bier. 

29. Entdecken, wie sehr ein Saunagang entspannt.— 1000 mal probiert, 1000 mal ist nichts passiert. Ist ok, nett. Aber nicht mehr. Außerdem sieht man da meinen Bauch. 

30. Geld anlegen! Die ferne Zukunft kommt ja doch irgendwann— Angelegt … Ausgegeben!! Zukunft muss warten. 

Nach Abschluss meiner Bilanz komme ich zu dem sicheren Schluss, dass der Mensch, der das alles beschlossen hat, nicht ‚ich mit 29‘ war. Komische Vorstellungen von dem, was wichtig ist. Und warum bitte bis 30? Bin ich denn etwa schon tot? 

Das Parfum 

Selten mussten meine kleinen Hörnchen so sehr Baden wie gestern Abend! Aber beginnen dort, wo alles anfing – und endete. In der Badewanne. 

In selbiger spielten die zwei mit ihren Autos; gute Idee soweit. Zumindest bis C-Hörnchen auf dem Regalbrett über der Wanne unser Eau de Toilette entdeckte. Ich bekam von allem nichts mit; die Tür war zu. Erst nach 20 Minuten betrat C-Hörnchen die Küche,  umhüllt von einer unglaublichen Wolke. Ihre bloße Anwesenheit brannte in den Augen. Ein Kuss zerfraß die Lunge und es wurde noch schlimmer. Beim betreten des Badezimmer wurde mir schwindelig, es war kaum zu ertragen. Douglas hoch 100; abartig. 

Ich riss das Fenster aus, parallel begann ich die Hörnchen zu spülen. Es half alles nichts. Als eine halbe Stunde später der Menne nach Hause kam, traf auch ihn noch der Schlag. Aktuell weiß hab nicht ob ich krank werde oder meine Atemwege einfach total gereizt sind. 

Respekt liebe Hörnchen, das hat Eindruck hinterlassen. Einen bleibenden. 

Immer der Nase nach

C-Hörnchen hatte heute Besuch. Und für die Anwesenheit von zwei vier-jährigem ging es erstaunlich friedlich vonstatten. Erst gegen Abend kam ich am oberen Klo vorbei und dachte mir, es hätte wohl jemand nicht gespült. Was ich dann vorfand war echt … Sau ekelhaft!!!

Die Damen hatten Aa in das Töpfchen des D-Hörnchens gemacht. Und – Danach ganz allein alles wieder sauber gemacht. Dass Ergebnis war ein tatsächlich tadellos sauberes Töfchen, und ein Klo, dass so mit Aa verschmiert war, dass ich mir nicht hätte vorstellen können, dass das möglich ist. In das Inferno integriert waren Fußmatte, Handtücher sowie der Fußboden. Brrrrrrr! 

 

Tür öffnen

Meine Mädels streiten seit Wochen darum, wer beim Verlassen des Hauses, die Tür öffnen darf. Das Modell „Abwechseln“ scheiterte, ebenso wie die Modelle „Schreien“ und „Prügeln“. 

Nun sollte ich entscheiden, wer diese wichtige Tätigkeit ausführt. Ich entschied, mich daraus zu halten, was soll der Blödsinn auch. 

Daraufhin beschloss das B-Hörnchen, dass sie jetzt gar nicht mehr die Tür auf machen wollte. Das wäre schließlich doof. Hierauf zog auch das C-Hörnchen nach und verkündete ihrerseits, dass sie NICHT die Absicht hätte die Tür zu öffnen. 

Im folgenden stritten sie nach Kräften darum, wer denn jetzt die Tür aufmachen müsse. An dieser Stelle klinkte ich mich aus. Sowas beklopptes. 

Schon wieder morgen

Es ist wieder einmal zu früh, und wider einmal habe ich jetzt, um halb acht, schon die Wäsche gemacht, das Geschirr abgewaschen. Spülmaschine ist leer und wieder teilbestückt, das Esszimmer grundgereinigt. Und so kommt es, dass ich tatsächlich nichts besseres zu tun finde, als meinem entzückenden Baby anzusehen und der Kaffeemaschiene beim Blubbern zuzuhören. Und auch wenn ich zugeben muss, dass das Geräusch der Kaffeemaschiene großartig ist, D-Hörnchen ist 1000x besser. 

Voller Elan zieht er immer wieder einen kleinen Hocker von A nach B, klettert umständlich drauf und späht aus, was er als nächstes für einen Blödsinn anstellen kann. Grad zerlegt er voller Hingabe ein paar Knäckebrote. Süß!!!! 

So, und nun ist’s gut hier. Ich will Kaffee trinken;)