Popo-Sachen

Das D-Hörnchen steht im Schlafanzug in der Küche. Zuvor hatte er ein Croissant und ein Brötchen gefrühstückt. Der Menne erwähnt, dass das Hörnchen so viel gegessen hätte, dass sein Bauch ganz kugelig sei. Der kleine Kerl packt seinen Bauch aus, zeigt stolz die Croissant-Kugel und klopft sich dann auf seinen Po. „Der ist auch schon ganz kugelig!“ verkündet er und ich füge hinzu, dass der kleine Po ganz genau richtig kugelig sei. D-Hörnchen freut das zu hören, haut sich nochmal kräftig auf jede Pobacke und führt dann weiter:

„Mama’s Po ist nicht genau richtig. Der ist dick und breit!“ Ich starre empört das Kind an. Starre hilfesuchend zum Mann, der leider einen Lachanfall hat. „Du bist fies!“, sage ich dem Hörnchen, worauf hin er fortfährt: „Mein Popo kann auch mal größer und breiter werden. Aber deiner Mama, der kann nie wieder klein und kugelig werden.“

Ich bin entsetzt. Was fällt dieser Ausgeburt der Hölle ein, wer bring dem Kind sowas bei und was sagt man dazu?! Der Menne lachte nach wie vor, das ebenfalls anwesende A-Hörnchen starb fast vor Pein; jemand sagt Popo… Ich musste gar nichts sagen, denn noch während ich entsetzt glotzend so da saß, auf meinem großen Popo, führe D-Hörnchen seine Ausführungen zu Ende:

„Mama’s Popo kann nur noch breiter und dicker werde. Oooder ..“. Ich begann bei dieser rhetorischen Pause Hoffnungen zu schürfen, er würde doch noch was nettes sagen, da holte der Zwerg noch einmal tief Luft und damit zum finalen Endschlag aus:

„…. ooooder: dicker und breiter!“

Der Menne hat überlebt, knapp.

Der kleine Unterschied

Ob ich in diesem Jahr sportlich ambitioniert bin, wurde ich gefragt. Ich habe eine Weile nachdenken müssen um das zu beantworten und bin zu folgendem Schluss gekommen: Meine größte sportliche Herausforderung liegt in diesem Jahr darin, den Unterschied zwischen „Lust auf Sport“ und „Lust auf dünn-sein“ herauszufinden. Für mich persönlich eine harte Nuss!

Tatsächlich nämlich habe ich in den letzten Jahren viel daran gesetzt die Spuren von 34 Jahren Leben und vier Schwangerschaften zu verwischen. Ich habe meinem Körper den coolen Deal vorgeschlagen: Ich bewege dich viel und gebe dir wenig zu essen, dafür machst du, dass wir aussehen wie 16! Mit großen Ideen wie ‚vor dem Frühstück 10km laufen‘ habe ich versucht meinem Teil der Abmachung einzuhalten und muss euch nun mitteilen: Klappt nicht! Und viel schlimmer noch, es macht nicht mal Spaß! Und so stelle ich mich neuen Herausforderungen!

Mit 34 sieht man aus wie mit 34. nach vier Kindern sind manche Stellen an so nem Körper anders als andere. Essen macht Freude und tut gar nicht weh und niemand auf der Welt mag mich mehr nur weil mein Bauch weniger wabbelt. (Sollte das anders sein kann der jemand mich mal!!) Und wenn ich wirklich Lust habe mich zu bewegen, dann tu‘ ich das, und zwar mit Freude. In den letzen Tagen bin ich viel Rennrad gefahren. Es war herrlich und Balsam für die Seele. Ich quäle mich nicht in diesem Jahr, ich versuche es mal mit glücklich sein.