Glück

Der Mann von städtischen Netzanbieter war da um Strom, Wasser und Gas abzulesen. Er erreichte unsere Haustür zusammen mit mir und ich bat ihn schon einmal in den Kellertaum zu gehen. Der Mann kennt sich aus und verschwand mit seinem Gerät und einer Taschenlampe im Keller. Erwartungsgemäß rumpelte und pumpelte es ein wenig, der Mann teilte sich den Platz von etwa 2 Quadratmetern mit vier Rollern, 6 Paar Inlinern, 4 Grills, 78 L Wein und allem was wir sonst so beseitzen. Nach 5 Minuten kam er raus und stand vor einem kniehohen Berg wirklich schmutziger Klamotten.

Während der arme Kerl seinen Kampf kämpfte, waren die Hörnchen angekommen. Frisch und fröhlich aus dem Feriencamp. Alle hatten sich artig vor der Tür entkleidet und eben nur diesen hübschen Haufen hinterlassen. Der Mann sah leicht verwirrt aus, machte einen wirklich großen Schritt und ging.

Ich möchte an dieser Stelle erwähnen, dass es nicht schöneres für mich gibt als schmutzig-glückliche Kinder. Ein Bad im Schlamm, Klettern auf grünen Bäumen und Lagerfeuer mit ordentlich kokeln; ein Gedicht! In den kommenden fünf Tagen werde ich jeden Tag wunderbare, vor Dreck und Glück stehende Kinder wiederbekommen und ich freue mich sehr für sie.

Feriengaudi

Meine drei Großen sind (wie schon in den letzten Jahren) in den ersten zwei Wochen der Sommerferien tagsüber im Feriencamp des Arbeitgebers meines Mannes. 

Auf einem weitläufigen, wunderschönen Gelände verbringen die Hörnchen ihre Tage zwischen urigen Wohnzelten. In diesem Jahr ist das Thema ‚Kinderzirkus‘, was sich bei der großartigen Umgebung anbietet. 

Und nun Dauerregen.  Dauer Dauer Dauerregen und mein Mutti-Hirn läuft heiß. Was sollen die Armen Kinder den ganzen Tag tun, werden die da auch nicht kalt; nass werden sie bestimmt. Und wird das auch nicht doof. Soll ich sie lieber zu Hause (bei Muttiiii) lassen?

Und nachher werde sie strahlend ankommen weil es bestimmt ganz ganz toll war! Und nass werden sie sein. Och manno!