MettMaus

Geburtstage werden bei uns groß gefeiert. Lediglich die der Katzen vergessen wir regelmäßig. In diesem Jahr hat das A-Hörnchen die Initiative ergriffen und alles ist besser.

Zum 10. Geburtstag bekam unser Lotti eine Rinder-Mett- Maus mit Lecker – wohlgemerkt zubereitet vom Vegetarier. Zugegeben mit Gummie-Handschuhen aber vor allem mit viel Leidenschaft.

Katzen sind Scheiße

Wenn jemand pfeift, dann bekommt die Katze zu fressen. Das weiß die Katze und das wissen wir.Vorhin war die Katze auf dem Katzenklo. Nichts besonderes soweit, das weiß die Katze das wissen wir. Als die Katze mitten beim Geschäft war, pfiff das A- Hörnchen fröhlich in seinem Zimmer. Das hörte die Katze und das hörte ich. Doch was ich kaum vernahm, bedeutete für die Katze nur eins: Fressen! Und so rannte das blöde Vieh wie von der Tarantel gestochen los, quer durch die Küche, um das Futter zu finden. Dabei verlor sie leider noch das ein oder andere bisschen Kot und wischte sich dann, nachdem sie kein Fressen gefunden hatte, frustriert die Reste am Hintern am Küchenfußboden ab.
Ich will es mal so sagen, das Abendessen zu kochen habe ich in diesem Moment für ein ne Weile unterbrochen. Die Katze hat jetzt Hausverbot, für immer! Und das A-Hörnchen, das hat Pfeifverbot. Für immer!

Schlafstörungen 

Seit Monaten sahen meine Abende gleich aus. Erst saßen wir auf dem Sofa, eine Katze auf den Beinen, eine neben mir und dann gingen wir ins Bett – der Menne, die Katzen und ich. Insbesondere die Madame-Katze hatte dann für Stunden nichts besseres im Sinn als unter meine Decke zu kriechen, alle Krallen in mein Bein zu rammen und wieder raus zu gehen. Immer und immer wiede. Mr. CAT hingegen lagerte seine 6,8 kg schnell komfortabel auf meinen Unterschenkeln, so dass eine weitere Bewegung unmöglich war. 

Gegen eins, zwei und/ oder drei fiel dann Mr. CAT ein, dass er eigentlich gern raus wollen würde. Zu diesem Zweck rannte er dann schreiend wie ein Baby durch’s Haus. Oder über uns. Oder beides abwechselnd. Wenn dann einer von uns den Kater raus gelassen hatte, blieb Madame Katze noch liegen bis wieder beide Menschen eingeschlafen waren, um dann gegen vier das „Ich sterbe vor Hunger!“ Tänzchen zu beginnen. Dies geht so, dass man (oder besser Katze) so lange Arschloch und Schnauze abwechselnd vor das Gesicht eines Menschen halten, bis er aufsteht um sie zu füttern. Ist Madame dann satt gewesen, begann das Einschlafritual von neuem. Unter die Decke, in die Beine, aus der Decke,… Oft genug waren wir erleichtert wenn um halb sechs der Wecker klingelte und wir endlich wieder eineNacht  geschafft hatten.

Was für ein Irrsinn, denkt man da! Wer lässt denn sowas mit sich machen?!?! Ja, und genau das dachte ich mir jetzt auch mal. Leck mich! Vier Kinder, die hervorragend schlafen und dann übermüdet wegen der Katzen?! Nein danke! Seit gestern schlafen die Katzen im Wohn-Esszimmer. Hinter verschlossenen Türen. Wasser, Essen, Klo; alles da. Und ich schlafe wie ein Baby – mit schlechtem Gewissen. Aber immerhin schlafe ich! 

Cats

Gestern war ‚world catsday‘ und auch ich lebe mit zwei haarigen Flohbeuteln zusammen. Eine seltsame Symbiose die wir da vor 12 Jahren eingegangen sind. Die meiste Zeit im Jahr bemerke ich es kaum mit Katzen zusammen zu leben. Sie kommen und gehen wie sie wollen, fressen fremd und sind nicht besonders kuschelig. Was sie gut können ist alles vollhaaren, nachts dann doch noch raus wollen oder aber nachts dann doch noch rein wollen. Wichtig auch das nachts fressen wollen oder nachts ins Bett kotzen. Natürlich sind auch meine Katzen Weltmeister im ‚aufderZeitungliegen‘ und ‚überdieTastaturlaufen‘. Katzen wissen einfach worauf es ankommt, sie sind immer Nummer 1 und bilden stets den Vordergrund. 

Und wenn man sich nun nach alledem fragt, wieso ich eigentlich Katzen halte; nun ja. Meistens weiß ich das auch nicht. Aber der Gedanke, dass sie eines Tages weg sein könnten ist schlimm. Also mag ich warscheinlich Katzen. Oder aber die Katzen haben mir glauben gemacht ich würde Katzen mögen. Wer weiß das schon. 

Meine Katze prostituiert sich

Heute morgen stand ich im Vorgarten, da kam eine Frau auf mich zu und fragte, ob ich eine schwarz-weiße Katze hätte. Ich antwortete mit „ja“, denn tatsächlich leben wir zusammen mit zwei Katzen. 

Pardona ist im Kuh-Design und inzwischen 12 Jahre alt, Lotti ist ein schwarzer Klops von 8 Jahren. Beide Katzen sind hoch-autark und ich habe bewusst den Begriff des „Zusammenlebens“ gewählt. Denn diese zwei Viecher sind keinesfalls unsere Haustiere; allenfalls zum Tür- und Dosenöffner haben wir es hier gebracht. Manchmal fragt man sich, wer hier wen hält. 

Nun fragte die Frau im Vorgarten also nach der Katze, und erkundige  sich nach dem Namen. Ich sagte ihm ihr und wollte wissen, was denn mit Katze wäre. „Och!“ sagte die Frau, „die Lüdde is immer so viel bei uns, da wollten‘  wir se auch mal mit ihrem Namen ansprechen.“ 

Ja fein, dachte ich. Die Sache ist nämlich in etwa so: Wir füttern aufwendig und teuer mit bestem Bio-Barf und nebenbei rennen die Katzen zwischen den Mahlzeiten zu verschiedenen Omis in der Nachbarschaft und fressen dort bestes Discounter-Nassfutter. Zwischendrin lässt Katze sich kräftig kraulen und kuscheln, was sie hier zu Hause verachtet und immer mit Krallen straft. Als Lohn gibt es dann Dose; ich nenne das Prostitution. Tolle Katze!!

B-A-R-F

Neuerlich haben wir beschlossen, unsere Katzen zu barfen. Barfen, das heißt „Biologisch artgerechtes rohes Futter“. Also, nix mit Tüte und Dose sondern quasi frisch vom Schlachter. Der Vorteil: Man weiß was ins Tier kommt, kann es anpassen und wie der Name sagt, es ist artgerecht. 

Nämlich, so haben Studien ergeben, neigen Katzen -sowie Hunde und Frettchen- in der Natur nicht dazu, sich ihre Beute zu garen und zu zerschneiden. Nein, in Echt machen Katzen -sowie Hunde und Frettchen- so ekelhafte Dinge wie: Tote Tiere roh und ganz fressen. Mit Haut und Haar und Knochen. Jaja! Und es bekommt ihnen. Besser sogar, sie bekommen auf diese brachiale Art und Weise alles was sie brauchen. Toll.

Unser Start war vielversprechend. Madame hat auf Anhieb einen Hühnerflügel vertilgt, und auch ein Herz fand sie attraktiv. Vielleicht nicht süß, aber total cool!