Manchmal… Weiß ich es auch nicht

Heute um 13.00 Uhr war im Feriencamp meiner Hörnchen Die große Show geplant. 

Normalerweise isst D-Hörnchen, der ja bei mir zu Hause war, um 12 Uhr zu Mittag. Um 1 ist er im Bett, bis 3. aber gut. 

13.00 also. 

Der Plan: 11.14 Uhr die Bahn an Haltestelle 1, dort den Bus bis Haltestelle 2 und von dort Bus 2 bis Ende. Um 12.00 Uhr da sein, schön vor Ort mit dem Hörnchen essen und dann entspannt in die Vorstellung. 

Die Bahn um 11.14 Uhr haben wir erwischt. Im strömenden Regen. Der Bus fuhr dann einfach ohne uns. Im strömenden Regen. Und so standen wir da, mittags  Halb 12, im Regen. Der nächste Bus um 12, strömender Regen und im Kopf die endlos enttäuschten Gesichter der Hörnchen, wenn wir nicht kommen würden. 

Ein Taxi sollte die Rettung sein. Ich rief an und während ich der Dame erklären wollte, was für einen Kindersitz ich bräuchte, war dann wohl zu viel Regen in mein Handy gelaufen. Lautsprecher tot. Schweigen im Walde. 

Trauriges Bei-Highlight. Wärend das Handy starb, zupfte das D-Hörnchen an einem Döner-essendem Mann und sagte immer:“Essen! essen!“ 

Gestrandet also. Am Ende gelang es mir, einen Notrf an den Menne abzugeben. Der kam dann mit dem Auto vom Camp, packte uns nasse Kreaturen ein, und lieferte uns pünktlich zur Show. D-Hörnchen bekam Börek. 

Die Show war großartig. Meine Kinder sind herausragende Akrobaten; aber das war ja klar. 

   
 

Feriengaudi

Meine drei Großen sind (wie schon in den letzten Jahren) in den ersten zwei Wochen der Sommerferien tagsüber im Feriencamp des Arbeitgebers meines Mannes. 

Auf einem weitläufigen, wunderschönen Gelände verbringen die Hörnchen ihre Tage zwischen urigen Wohnzelten. In diesem Jahr ist das Thema ‚Kinderzirkus‘, was sich bei der großartigen Umgebung anbietet. 

Und nun Dauerregen.  Dauer Dauer Dauerregen und mein Mutti-Hirn läuft heiß. Was sollen die Armen Kinder den ganzen Tag tun, werden die da auch nicht kalt; nass werden sie bestimmt. Und wird das auch nicht doof. Soll ich sie lieber zu Hause (bei Muttiiii) lassen?

Und nachher werde sie strahlend ankommen weil es bestimmt ganz ganz toll war! Und nass werden sie sein. Och manno!

Manchmal könnt ich kotzen!!

Vorhin kam mir der spontane Wunsch nach einem neuen Duft. Also nutzte ich die Anwesenheit meines Mannes und fuhr zum Rossmann an der Ecke um mich dort ein mal durch die Abteilung zu schnüffeln. 

In Geschäft war es nicht sehr belebt, ich schlenderte zum Tresen und fand niemanden vor. Da die Filliale neben den weggeschlossenen, teureren Düften auch günstiges Parfum führt, welches im Regal frei rum steht, ging ich zunächst dort hin. 

Leider gab es hier nicht viel zu schnüffeln. Wenige, zumeist leere Tester; viele verschweißte Päckchen. Also suchte ich eine Verkäferin. Auf meine Frage, ob man einen Duft testen könne, sagte sie ich wäre unverschämt. „Oder würden Sie noch ein Parfum kaufen das schon offen ist?“ pampte sie mich an. Ich schaute fragend aus der Wäsche und sagte, dass meine Kaufentscheidung jedoch stark erschwert ist, wenn ich nicht wisse was wie riecht. Sie sah das anders und ich verließ das Geschäft. 

Als Nächstes wollte ich beim Aldi Frust-Kekse kaufen; die Schlangen bis zur Kühltheke vermiesten mir auch dieses Vorhaben. Wieder zu Hause angekommen fand ich keinen Parkplatz. Als ich mich endlich in eine Lücke geekurbelt hatte, begann es zu schütten wie aus Eimern. 

Und anstatt wohlduftend zu Hause Kekese zu essen, sitze ich nun in Auto, stinkig, und mag nicht aussteigen. Außerdem muss ich pinkeln…

Ein kalter Schauer

Ja, ein kalter Schauer lief mir heut den Rücken herunter. Ehrfürchtig und etwas hilflos stand ich da, …

… unter dem Vordach meiner bzw. D-Hörnchens Tagesmutter. Es goss. Es schüttete. Es regnete wahre Sturzbäche und alles Hoffen und Warten nützte nichts. B-, C- und D-Hörnchen und ich mussten da raus. Raus in dieses Unwetter, dieses Gewitter. Grollen, Blitzen. Alles und immer wieder. Aber was sollten wir tun, in schon 20 Minuten würde das A-Hörnchen vor der Tür stehen. Vor unserer. Also los. 

Ja! Und dann lief mir der Schauer den Rücken herunter. Bin in den Schlüpfer; bis in die Schuhe. Und er lief den Kindern in die Regenhosen und alles war nass nass nass. Und kalt. Sehr kalt. Und die Kinder hatten Spaß. 

Die besten Kinder der Welt!!

Heute stelle ich einmal fest, dass ich die besten Kinder der Welt habe. Es tut mir leid all ihr anderen Eltern; meine sind die tollsten!!

Hinter uns liegt ein Vormittag im Dauerregen, bei ekelhaftem Sturm. Mit Bus und Bahn bewältigten wir die Stationen Supermarkt, Optiker, Bank und Spielwarenladen. Kein Gequengel, kein Gejammer, kein Gebettel. Ganz toll!

Es folgte ein Marsch zum Mütterzentrum, wo es Mittagessen zu hübschen Preisen gibt. Inmitten einer Horde fremder Leute haben meine Mäuse einfach nur gespielt, waren so lieb und unauffällig, dass man hätte denken können ich wäre solo gereist. Nach einem friedlichen Mittag essen ging es durch den elenden Dauerregen wieder nach Hause und ich konnte einfach nur feststellen, dass ich die besten und liebsten Kinder der ganzen Welt habe! Und Ferien und Dauerregen passen schlecht zusammen.