Glück

Der Mann von städtischen Netzanbieter war da um Strom, Wasser und Gas abzulesen. Er erreichte unsere Haustür zusammen mit mir und ich bat ihn schon einmal in den Kellertaum zu gehen. Der Mann kennt sich aus und verschwand mit seinem Gerät und einer Taschenlampe im Keller. Erwartungsgemäß rumpelte und pumpelte es ein wenig, der Mann teilte sich den Platz von etwa 2 Quadratmetern mit vier Rollern, 6 Paar Inlinern, 4 Grills, 78 L Wein und allem was wir sonst so beseitzen. Nach 5 Minuten kam er raus und stand vor einem kniehohen Berg wirklich schmutziger Klamotten.

Während der arme Kerl seinen Kampf kämpfte, waren die Hörnchen angekommen. Frisch und fröhlich aus dem Feriencamp. Alle hatten sich artig vor der Tür entkleidet und eben nur diesen hübschen Haufen hinterlassen. Der Mann sah leicht verwirrt aus, machte einen wirklich großen Schritt und ging.

Ich möchte an dieser Stelle erwähnen, dass es nicht schöneres für mich gibt als schmutzig-glückliche Kinder. Ein Bad im Schlamm, Klettern auf grünen Bäumen und Lagerfeuer mit ordentlich kokeln; ein Gedicht! In den kommenden fünf Tagen werde ich jeden Tag wunderbare, vor Dreck und Glück stehende Kinder wiederbekommen und ich freue mich sehr für sie.

Komische Leute gibt es. 

Heute war das Wetter so lala. Alles war gmaddelig und ein kleines bisschen iiihhhhhh. Aber da endlich alle Hörnchen wieder fit waren sind wir ins Raus gegangen. Freiheit!!

Auf dem Weg zum Spielplatz fanden wir eine schlafende Baustelle. Vergessen der Spielplatz! Meine Kinder waren die glücklichsten Kinder der Welt. Über zwei Stinden hörnchten die da rum und ich saß und schaute zu. 

Irgendwann kam ein Papa mit zwei Kindern vorbei. Die Kids, etwa 4 und 6 Jahre alt, wollten auch bei den Baggern sein. Aber der Papa sprach:“ Nein, ich erkläre euch auf dem Rückweg was über Bagger.“ Die Kinder fuhren mit hängenden Ohren weiter. Nach ’ner Viertelstunde kamen sie zurück, und stiegen vom Fahrrad. 

„Ganz vorsichtig, man weiß nie was einen erwartet. Geht langsam. Nicht zu nah an den Sand. Nein, den Bagger nicht anfassen, da kann man sich verletzen,…“ Sie stellten sich an die Baggerschaufel und Papa sprach über Hydraulik. Neidische Blicke zum Sandberg. 

„Nicht in den Sand! Ihr habt gute Sachen an. Der Sand ist ganz schmutzig. Neeiiiiin! Nicht da. Da ist schwarzer Sand. Oh nein, lässt die Stöcker. Vielleicht werden die noch gebraucht. Halt, da kann man stolpern. ..“

Irgendwie; unrntspannt. Arme Kinder. Armer Papa.