Das letzte Einhorn 

C-Hörnchen kommt mit einem Playmobil-Pferd in den Raum. Galoppel, galoppel krabbelt sie neben dem Gaul her. „Das ist das letzte Einhorn!“ erklärte sie und ich begrüße artig das imposante Tierchen. D-Hörnchen galoppelt hinterher, auch er ein Playmobil-Pferd dabei. „Das ist auch ein Einhorn.“ erklärt er. „Das ist die Mama davon!“ Ich nickte verständig und erkundigte mich dann wie sie denn heiße. Hierauf antwortet C-Hörnchen etwas affektiert und mit rollenden Augen:

„Das vorletzte Einhorn!“

Mein Einhorn 

„Mama?! Ich muss dir ein Geheimnis sagen!“ flüsterte das. C-Hörnchen. Ich nahm sie auf den Schoß und spitzte die Ohren.

„In meinem Zimmer wohnt ein Einhorn, das heißt Marie. Das ist unsichtbar und glitzert und ich kann darauf nachts in meinem Zinmer rum reiten.“

Ich staunte nicht schlecht und ließ mir mehr von Marie berichten. So erfuhr ich, dass unter dem Hochbett des C-Hörnchens ein Einhorn-Klo steht, und dass Marie manchmal sogar durch das Dach fliegen kann. Aufregend!! 

Seit diesem Gespräch ist Marie in allermunde und schon längst kein Geheimnis mehr. Sie ist in alle Geschehnisse des täglichen Lebens eingebunden und wird von den meisten Familienmitgliedern sehr geschätzt. Manchmal darf sogar C-Hörnchens Freundin auf Marie reiten. Denn nur mit Marie kann man ins geheime Zauberland gelangen. Klasse, oder? 

Ich mag solche Begleiter. Am meisten mag ich an ihnen, dass sie Kinder so glücklich machen. Aus welcher Not auch immer Marie entstanden ist, ob es Monster unter dem Bett waren oder ein blöder  Streit mit mir, der fiesen Mama; ich finde es eine tolle Leistung von C-Hörnchens Gehirn, sich so eine tolle Hilfe zu erschaffen. Und ich bin gespannt, wie lange uns das Einhorn begleiten wird; denn wie ihr euch vorstellen könnt, ist es nicht unser erster Begleiter.