Der Liebe einer Mutter

Noch einmal geht es um die Feuerbohnen meines C-Hörnchens. Die traurigen Kreaturen, die 17 Tage lang ohne Licht und Wasser in einer Tüte ausgeharrt haben und es dennoch geschafft haben zu überleben. 

Eigentlich aber meine ich diese wiederlichen lange Stängel, die sich dort oben, am Rand der Tüte wie riesige Zombie-Halme herausschlängelten. Die wilden Triebe, das Wurzelgeflecht. Dieses florale Zwischenwesen, halb Körper, halb Wurzel. … 

Ich kann ja viel ab, aber vor Botanik aller Art Ekel ich mich wirklich massiv. Keimende Kartoffeln, Zwiebeln, die sich schon im Netz verflochten haben. Mir läuft schon bei dem Gedanken ein kalter Schauer den Rücken runter. Und dann diese Bohnen!! Es hat mich alle Kraft und Überwindung gekostet diese Ausgeburten der Hölle in meinen Händen nach Hause zu schaffen, sie umzupflanzen und ihnen ein würdiges Zuhause zu geben. Aber ich habe es gern getan. Für C-Hörnchen. Und ein kleines Bisschen vielleicht auch für die Böhnchen, mit denen ich genau genommen großes Mitleid hatte.  

Einfach ekelhaft!!

Was mir heute morgen widerfahren ist hat mich wirklich entsetzt und fast zum öffentlichen Ausrasten gebracht. Ich sass mit den Hörnchen in einer gut besetzten Straßenbahn. Eine ältere Frau stieg ein und ich checkte kurz ab ob ich für sie aufstehen müsste. Da aber auf dem Sitz hinter meinen Hörnchen noch ein Platz frei war, bewegte ich mich nicht. Die Bahn fuhr an und die Frau stand immer noch im Gang. Sie pikierte sich darüber, dass ich gefälligst aufstehen sollte um ihr den Platz neben dem D-Hörnchen frei zu machen. Verwundert wies ich sie auf das kleine, verängstigte Kind hin UND auf den freien Platz in ihrem Rücken. Die Frau guckte abfällig zu diesem Platz und teilte überlaut mit, dass sie sich DA bestimmt nicht hinsetzten würde. Ich erstarrte. Auf dem Nachbarsitz saßen etwa 12 Jahre alter Junge und hörte Musik. Dann begriff ich: Der Junge hatte dunkle Haut.

Ich blickte die Kuh mit aller Verachtung an und schrie:“Sie sind das mit Abstand ekelhafteste was ich bisher erlebt habe!!“ Ich war wirklich ausser mir, nahm mein Kind und setzte mich neben den Jungen der zum Glück sehr laute Musik hörte. C-Hörnchen fragte mich was mit der Frau sei und ich klärte sie ebenfalls laut und deutlich auf, dass die Frau sehr sehr dumm wäre und einfach nicht wisse wie man sich benimmt. Auch andere Leute stimmten zu und so saß die olle Nazi-Kuh zwar auf ihrem Wunschsessel, aber auch nur weil ich mich ganz bestimmt nicht auf ihr Niveaus herablassen wollte. EKELHAFT. nicht mehr und nicht weniger.

Pizza

Gestern gab es bei uns, lecker lecker, Pizza mit Nacktschnecken. B-Hörnchen hat sie entdeckt und D-Hörnchen hatte mächtig Angst. Und mir hat es plötzlich nicht mehr so gut geschmeckt.   

Da war was

C-Hörnchen sitzt im Flur. Sie soll sich Regenhose und Stiefel anziehen. Wir so oft dauert es lange und ich entscheide sie nicht zu drängen. So tüddel ich also auch noch zwischen Bad und Küche und lasse dem Kind die Zeit, die es zu brauchen scheint. 

„Mama!“ ruft es mich plötzlich. „Da war was an mein Schuh! Ist aber nicht schlimm, hab ich abgepult.“ Was ich nicht für wahr haben wollte bestätigt sich schnell: Im tiefen Profil der Winterstiefel war Hundekacke. C-Hörnchen hatte sie pflichtbewusst rausgepult und zu einer Kugel geformt. Ich wollte am liebsten sterben. 

Nose Nuggets 

Mir ist ein Begriff begegnet, der so putzig  ist, dass er etwas ganz und gar unschönes ganz schnell in etwas ganz und gar putziges verwandelt. Der Begriff, von dem ich so angetan bin, lautet: ‚Nose Nugget‘. Die Person zum Nose Nugget ist folglich der ‚Nose Nugget Miner‘. 

Ich bin mir vollkommen sicher, dass es im gesamtdeutschen Sprachraum keinen Begriff gibt, der das Popeln und sein Resultat auch nur annähernd so hübsch beschreibt. Duden sagt dazu schlicht:

in der Nase bohren; (norddeutsch umgangssprachlich) pulen; (norddeutsch salopp) in der Nase polken

,was jawohl genau so dämlich, unattraktiv und ekelig klingt, wie es eigentlich ist. Folgende Beschreibung hingegen, sagt das selbe, ist aber einfach hübsch:

 A nose nugget is one of those wonderful little green suprizes that you discover fluttering in your nostril. Sometimes they are hard and crunchy, and sometimes they are soft and mushy.

Danke MXC für diese Sicht der Dinge; auch wenn ich diese Sendung zum Glück noch nie gesehen habe. 

Iiihhhhhhh Bah!!

Wisst ihr was zu den wohl unerfreulichsten Anrufen im Leben einer Mutter gehört? Brrrrr, ich schon!! Grad habe ich einen bekommen:

„Könntest du C-Hörnchen bitte schon abholen? (Sie war bei einer Freundin) Sie hat Pipi in die Hose  gemacht und… Groß auch und ich hab auch echt jetzt keine Klamotten und…“ 

Natürlich holte ich sie. Und wow… Ich wünschte ich hätte auch keine Klamotten!! 

Für die hart gesottenen unter euch, hier die Details:

Pipi und Aa, beides gleicher Konsistenz in Unterhose, durch Strumpfhose und Leggins. Was schon so nicht attraktiv klingt, entwickelt sich bei dem Versuch das Kind zu entkleiden zu einem echten Krimi. Bah. Bäh. Iiiihhhhhh. Uuuaaaaarrgh. 

Fertig. 

Musik im Schlüpfer

Gestern habe ich auf so einer ollen plastik Flöte, wie man sie auf dem Jahrmarkt bekommt, ein paar Liedchen gespielt. D-Hörnchen war begeistert. 

Heute im Auto kam dann das Gespräch auf Lautstärke und Nerven. Plötzlich lacht das A-Hörnchen laut los und prustet:“C-Hörnchen, weißt du noch, wie du die Flöte in der Unterhose hattest?“

Mir schoss das Trällern vom Vortag durch den Kopf und ich konnte nur noch denken:Bitte nicht bitte nicht!! Da  ich höchst persönlich die Unterhosen in diesem Haushalt wasche, und weiß wie ihre jeden Tag so aussehen, weiß ich eins ganz genau: Ich will nichts im Mund haben, das jemals in C-Hörnchens Unterhose war!!! 

Glücklicherweise stellte sich schnell heraus, dass es sich um eine andere Flöte handelte. Diese sollte nun vielleicht tatsächlich keiner mehr in den Mund nehmen.  

Katzenkacke

Kürzlich kam ich spät Abends vom Einkaufen nach Hause. Ich liebe es nach 20.00 Uhr stundenlang bei Real meine Ruhe zu haben. Die Party der Armen Hausfrau.. 

An diesem Tag kam ich in die Wohnküche im Souterrain und es roch nach Katzenkacke. Iirrghs!!! Ich machte alle Lichter an und kroch umher um den Ursprung der Duftnote zu finden. Im gesamten Souterrain war nichts. Also kroch ich treppauf und war sehr vorsichtig. Nichts. Kein Kaka. Auch im Erdgeschoss, in dem zu diesem Zeitpunkt zwei Kinder schliefen, war nichts zu finden. Der ekelhafte Gestank aber, wurde immer deutlicher. Auf der Treppe in die 1. Etage war es echt doll, ich erwartete jeden Moment das Übel, und fragte mich, wie mein Menne bei diesem Gestank seelenruhig Fernsehen konnte. 

Und dann fand ich es. Auf dem Sofa saß mein Gatte und aß irgendwelche Snacknüsse Asia-Style; und die stanken über drei Etagen nach Katzenklo. Guten Appetit.