Mama

Heute morgen brachte ich mein winziges, inzwischen fast sechs Jahre altes, D-Hörnchen zum Bus. Ausreise mit der Kita, drei Tage ist er nun weg. Zugegeben, ein paar Tränen verlor er beim Aufbruch; auch ich hatte einen ordentlichen Kloß im Hals. Und grad, als ich den Morgen fast vergessen hatte, schenkte mir meine Playlist das Lied, dass vor einigen Jahren den Ausschlag gab diesem Blog zu starten. Menschenjunges von Reinhard Mey; und plötzlich ist alles ganz nah. Mein Baby, mein Menschenjunges, wird nun also auch groß. Im Sommer ruft die Schule und mir wird bewusst, wie lange ich diesen besten aller Jobs schon mache.

Die ersten Momente mit jedem von ihnen, die so unglaublich sind, dass man es nicht in Worte fassen kann. Die endlosen durchwachten Nächte, Schmerz und Erschöpfung. Wie stolz war ich, wenn sie ihre ersten Schritte gegangen sind, der erste Brei und all das. Wie aufregend war es sie das erste Mal in der Kita zu lassen, und wie groß war die Freude sie dann wieder abzuholen- müde, schmutzig und glücklich. Wie viele Verabredungen habe ich vereinbart, und wieviele wieder abgesagt, weil doch wieder jemand krank geworden ist. Die große Sorge wenn jemand krank war, man nichts tun konnte außer zu kuscheln und für sie zu singen. Drei sind schon eingeschult, zwei gehen eigene Wege. Erst gestern paukten wir für den Fahrradführerschein – und einen Vokabeltest.

Jede noch so kleine, schöne, traurige und dramatische Begebenheit war so einzigartig, so wichtig. Jede weitere Sekunde wird es sein, jede auf ihre eigene Art und jede bedingungslos. Also feiere ich jeden Moment, jede Freude und auch jede Träne. Jeder dieser Momente macht mich zu dem was ich bin, und die Hörnchen ebenso. Was für ein krasser Job; Mama!

Zwölf

Heute gratuliere ich meinem wunderbarem, klugem, lustigem, wortgewandtem, hübschem, hilfsbereitem, fairem und einzigartigem A-Hörnchen zu seinem 12. Geburtstag.

12!

Das ist schon ganz schön groß. In einem Jahr ist er ein Teenie und in ein paar Monaten vielleicht so groß wie ich. In den letzten Monaten kann man zusehen wie er selbstständiger wird, immer mehr in seinem eigenen Leben ankommt. Verabredungen, AG, nochmal in die Bücherei. Inzwischen braucht er mich für so vieles nicht mehr. Und dennoch sind da so viele Themen, für die es einfach eine Mama braucht.

Die Schule war nicht nur gut in den vergangenen Monaten. Enormer Stress, Leistungsdruck und zum Schluss die Erkenntnis, dass ein 12-jahres Abitur offenbar nicht für jeden eine Lösung ist. Gemeinsam schafften wir es dennoch zu einem neuen „gut“ zu finden.

Gemeinsam, das ist das tragende Thema. Wir sind ein enorm starkes Team, das A-Hörnchen und ich. Und genauso, wie wir gemeinsam so klug, witzig und stark sein können, können wir auch streiten wie die Berserker. Wenn’s knallt, dann knallt’s – und zwar richtig. Da knallen die Türen und es wird mächtig getönt. nach jedem Kanll folgt dann die Ruhe; denn um Glück können wir uns auch vertragen.

Mein Kleiner, ich bin Stolz auf dich, deinen wirren Ideen, deinen klugen Kopf und deinen Witz. Du bist genial großartig und ich könnte mir keinen besseren vorstellen. Happy Birthday!

Läuft bei uns

Als ich das D-Hörnchen vom Kindergarten abhole, regnet es stark.

„Mama, können meine Schuhe einlaufen von dem Regen?“, fragt das Hörnchen als er sich Regenjacke und Turnschuhe anzieht.

„Nee, das kann nur in der Waschmaschine passieren, wenn man was zu heiss wäscht.“ erkläre ich.

„Und wenn ich auf der Straße laufe und die voller Wasser ist, kann das dann passieren?“ fragte er weiter.

Ich erklärte, dass Regen ja nie so doll warm wäre wie eine heiße Waschmaschiene und, dass im allgemeinen nur Kleidung einlaufen würde. D-Hörnchen grübelte angestrengt.

„Aber wenn die Schuhe in der Waschmaschine sind, kann man sie auskippen, dann sind sie vorher vollgelaufen…“ dachte er laut nach und ich griff den Faden auf.

„Volllaufen ist, wenn etwas voll mit Wasser ist, dass da rein gelaufen ist. Einlaufen ist, wenn etwas von zu heißem Wasser kleiner wird.“, erklärte ich den Unterschied und fügte hinzu, dass der Regen jedoch nicht so stark sei, dass die Schuhe volllaufen könnten.

Wir verließen den Kindergarten und standen im Regen. Das D – Hörnchen sah an sich herab und erkundigte sich, ob seine Hose jetzt voll laufen würde. Ich erläuterte, dass die Hose nicht voll laufen könnte, da sie unten offen wäre und das Wasser immer gleich wieder rauskommen würde. Die Hose könnte also nur nass werden, nicht volllaufen. Das D –Hörnchen nickte verständig und führte den Gedanken fort, dass die Hose nicht nur nicht- volllaufen können, sondern auch nicht leerlaufen können, da sie ja unten offen ist und nicht volllaufen kann. Er war begeistert!

Vor dem Tor des Kindergartens stand ein Erzieher. Er trug eine kurze Hose und stand ebenfalls im Regen. „Michael’s Hose kann auch nicht voll laufen, weil sie unten offen ist. Sie kann auch nicht leerlaufen, weil sie ja nicht voll laufen kann. Aber eingelaufen ist sie schon, deswegen ist sie kurz!“ erläuterte das Hörnchen die Situation. Auf dem Weg nach Hause besprachen wir weiter die Fähigkeiten des Helms leer-, voll- oder einzulaufen, analysierten die Möglichkeiten verschiedenster Kleidungsstücke, Gegenstände und Verkehrsteilnehmer. Man glaubt gar nicht was alles in der Lage ist voll-, leer- oder einzulaufen! Und morgen, dann sprechen wir darüber, wie man Schuhe einläuft, einen Einlauf bekommt, wie Schiffe aus dem Hafen ausläuft, wie man sich verlaufen kann, wie ein Motor im Leerlauf läuft, wie man sich auf eingelaufenen Pfaden bewegt, wie Tiere Auslauf brauchen und und und …

Ich würde sagen: „Läuft bei uns!“

Worauf es ankommt

Meine Haushaltsführung, die damit verbundene Überforderung und vor allem die Unzufriedenheit waren hier immer mal Thema. War es zu Hause schick und schön, litten Kinder und Job, ließ ich den Haushalt schleifen, war ich auf kurz oder lang schlimm unzufrieden, weil es nicht mehr schick und schön war. In dieser Schleife befand ich mich die letzten Jahre. Um einen Ausweg zu finden, habe ich verschiedene Modelle versucht: Mehr Tolaneranz meinerseits (es ist ja gar nicht so schlimm hier…), mehr Mithilfe der Kinder (was oftmals in noch mehr Arbeit endete), gemeinsames Putzen am Wochenende (und, wie war dein Wochenende so?) und immer wieder auch die Suche nach einer Haushaltshilfe. Letztere könnte ich jetzt gefunden haben.

Vergangenen Freitag war sie da und ich muss gar nicht viel sagen; wenn das alles so weiter geht, wie es begonnen hat, habe ich endlich ein Problem weniger. Nach einer kurzen Einweisung ging ich zur Arbeit und als ich nach Hause kam, war endlich alles gut. Anstatt schon beim Reinkommen genervt zu sein, startete ich mit einem wohligen Räkeln ins Wochenende. Anstatt mich über den dreckigen Fußboden aufzuregen, tobten wir zunächst ausgelassen in der Küche um dann entspannt zu essen. In die Wochenendplanung musste kein Kloputzen und Durchsaugen aufgenommen werden, so dass wir am Samstag Vormittag zwei Stunden lang gemeinsam malten und puzzelten und später eine Torte backten. Wir hatten Zeit!

Und spätestens hier wird mehr als deutlich, worum es im Leben zu gehen hat. Entspannt miteinander, zufrieden und ohne Stress. „Krass, du leistest Dir eine Putzfrau?!“, sagte eine Nachbarin am Freitag und heute kann ich sagen: Nein! Ich leiste mir wertvolle Stunden mit meiner Bande, in denen ich mich um nichts kümmern muss als um uns. Diese paar Euro sind das best-angelegteste Geld, das ich jemals ausgegeben habe!!

Hotelsachen

Eine Nacht in Amsterdam mit dem A-Hörnchen. Ich buchte ein Hotel, es sollte die erste Nacht des Hörnchens im Hotel werden. Ich las Bewertungen und suchte sorgsam aus. Schließlich sollte es etwas besonderes werden. Das wurde es ..

Die Gegend, in der das Hotel lag war .. interessant. Plattenbau und vielfältige Gastronomie; genau betrachtet hätte ich dort im Dunkeln nicht umhergehen wollen, es war echt spooky! Vor dem Eingang des Hotels eine riesen Baustelle, die Straße wird erneut; na gut! In der Lobby angekommen dominiert zunächst Staub das Bild. Erst auf den zweiten Blick realisiere ich, dass auch das Hotel offenbar eine Baustelle ist.

Wir checken ein und beziehen das Zimmer. Ein Vierbettzimmer wartet auf uns, gebucht war das nicht. Es riecht penetrant nach Mensch. Schwitzender Mann mit Rasierwasser liegt in der Luft, durchzogen von kaltem Zigarettenrauch. Die weiß bezogenen Betten sind dreckig, auch der Rest des Zimmers ist nicht sauber. Die Strassenbaustelle hämmert gnadenlos.

Ich reklamiere. Wir bekommen ein Zweibettzimmer zur anderen Seite. Die Baustelle ist hier leiser, lediglich die internen Renovierungsarbeiten sind zu hören. Das Zimmer riecht nicht so extrem und ist.. etwas sauberer. Die Betten haben Flecken, in der Gardine kleben undefinierbare Essensreste. Alles ist eben etwas schlecht gepflegt. Das A-Hörnchen ist dennoch begeistert und so beschließe ich, es gut sein zu lassen; um ihm das Erlebnis nicht zu nehmen. Am Morgen, als wir um 7.00 Uhr von intern ratternden Bohrmaschinen geweckt werden, ist alles überzogen von feinem Baustaub. Die Atemwege brennen, nach einer Dusche ist es etwas besser.

Beim Frühstück angekommen traf micht fast der Schlag. Der miefige Kellerraum offenbarte uns das liebloseste Buffet aller Zeiten und ich lasse an dieser Stelle Bilder sprechen…

Nein, es hat nicht geschmeckt und nein, es war nicht ganz ok. Es war wirklich furchtbar. Ich bin nicht kleinlich, brauche keinen Luxus. Ich brauche nicht viel und habe geringe Ansprüche. Wenig Auswahl am Buffet, egal. Einfache Einrichtung, ist mir Wurscht. Auch mit Camping oder einer Nacht im Auto kann ich leben. Aber derart verdreckt und ungepflegt, wie es da war..

Mir tut es in der Seele weh, dass dieser Reinfall die erste Hotel-Erfahrung meines Hörnchens sein musste. Denn spätestens beim Frühstück hatte auch er bemerkt, dass das alles nicht ganz ok ist. Natürlich haben ich den Preis gedrückt, 10% waren drin. Die doofe Erfahrung und die wenig erholsamen Stunden machen die ersparten 9,50€ nicht wieder gut.

Amsterdam

Vor etwa drei Monaten bat das A-Hörnchen darum, das Anne Frank Haus in Amsterdam besuchen zu dürfen. Ich gab ihm zu verstehen, dass er zunächst das Buch lesen solle. Wir würden uns gemeinsam in die Thematik einarbeiten und dann sei das kein Problem. Da mein Sohn nicht liest, niemals nicht, datierte ich die Reise in etwa auf Sommer 2026.

Drei Tage später hatte er das Hörnchen das Hörbuch durch; der Fuchs.

Heute war der große Tag. Wir brauchen in aller Frühe mit dem Zug nach Amsterdam auf; mit den Zügen um genau zu sein, denn wir stiegen fünf mal um. Keine Probleme, alles rollt. In Amsterdam beschlossen wir die traditionelle Form der Fortbewegung zu wählen und mieteten Fahrräder.

Fahrrad in Amsterdam hat es in sich. Eine wahre Freude sind die gut ausgebauten Radwege. Überall gibt es Fahrrad-Autobahnen, fast überall haben Radfahrer Vorrang, so dass man fix voran kommt. Weniger leicht hatten wir es mit dem enormen Verkehrsaufkommen. Massen an Radfahrern, Motorroller auf den Radwegen und eine Geschwindigkeit, die wir auf den Mieträdern kaum halten konnten. Die ins Gesamt 15 zurückgelegten Kilometer waren in Auszügen extrem stressig, in andern aber auch sehr schön.

Durchgängig stressig war die Orientierung. Ich bin eh schlecht orientiert. In einer fremden Grossstadt, dominiert von Radrennen und durchzogen von Grachten, war ich nahezu aufgeschmissen. Es kostete mich alle Konzentration und endete dennoch immer wieder im Chaos. Am Ende rettete es, wie so oft, das A-Hörnchen. Er fand uns den Weg.

Natürlich besuchten wir auch das Anne-Frank- Haus. Das A-Hörnchen war gut vorbereitet, dennoch war der Besuch beeindruckend. Das Museum ist gradezu überlaufen. Glücklicherweise werden nie zu viele Menschen auf ein Mal hineingelassen, so dass man an allen Stationen gut sehen und in Ruhe dem Audio-Guide lauschen kann. Der Weg durch das Versteck ist beklemmend und unwirklich zugleich. Man bekommt einen Eindruck von dem, was Anne und die anderen dort erlebt haben müssen. Mehr als eine wage Vorstellung hingegen kann man sich kaum machen. Jahrelang in Angst zu leben, tagsüber keinen Muks zu machen und auf engstem Raum mit acht Menschen zu leben, abhängig von der Hilfe anderer. Unvorstellbar, zum Glück.

Die Nacht verbringen wir im Hotel; gradezu dekadent selbstbestimmt. Was führen wir ein gutes, freies Leben, so die Essenz des Tages.

Zoo eben

Ohne Frage, Zoo ist scheisse. Tiere in Gefangenschaft, Kommerz, Abzocke; all das eben, was man so über Zoos in Großstädten sagen kann. Dennoch waren wir heute in einem Zoo, im Zoo Hannover, und neben den oben genannten Dingen, die ich niemals müde werden werde zu sagen, war es total nett.

In vielen Teilen der Anlage wurde sehr deutlich, dass der Fokus nicht auf den Homo Sapiens lag sondern tatsächlich auf dem Wohl der Tiere. Gefangenschaft bleibt Gefangenschaft und dennoch gibt es ohne Zweifel das eine oder andere Stellrad, an dem man das Geschehen positiv (oder negativ) beeinflussen kann. Neben (relativ) viel Platz wird offenbar auf Beschäftigung gesetzt, was zwar irgendwie normal sein sollte, es aber ja leider vielerorts nicht ist.

Auf Wunsch der Kinder besuchten wir eine Robben-Show, das größte No-go in meinem Kopf. Kunststückchen unter Zwang, Schläge, Essenentzug – das waren meine Assoziationen mit diesem abscheulichen Theater. Nun muss ich gestehen, dass mein Wissen über Kegelrobben und Seelöwen sich arg in Grenzen hält. Ich kann wenig darüber sagen, ob die Tiere gut gehalten werden, ob sie Spaß an dem haben was sie da tun. Was ich aber erkennen kann, ist Bindung und eine intakte Beziehung zwischen zwei Individuen. Und an dieser Stelle war ich wirklich positiv überrascht!

Die Tiere himmelten ihre Homo Sapiens förmlich an. Sie hingen an ihren Lippen, achteten auf jede Geste und warteten begierig auf den nächsten Schritt. Auch die Trainer wirkten liebevoll und vertraut mit ihren Tieren, es war eine große Freude den verschiedenen Gespannen zuzusehen. Keine Spur von unterworfenen, gebrochenen Raubtieren, nein wirklich nicht. So wie Hund und Halter oder Pferd und Reiter bildeten sie eine funktionstüchtige Einheit, die offenbar von Vertrauen und Zuneigung geprägt war; nicht von Zwang.

Nach der Show gab es einen guten und zielgruppengerechten Exkurs zum Thema Plastik, Meere, Klima und dem Lebensraum der eben bestaunten Tiere. Ein klarer Apell wurde formuliert: Meidet Müll, Save the palnet. Und so bleibe ich zwar bei „Zoo ist kacke“, möchte aber deutlich dazu sagen, dass er, gut umgesetzt, durchaus ein Teil von Bildung sein kann. Nicht drumrum kommen Eltern meines Erachtens, die Kinder über die Auswirkungen und Bedingungen von Leben in Gefangenschaft aufzuklären und artgerechte Haltung mit ihnen zu reflektieren.

An dieser Stelle kann auch Hannover noch dazu lernen. Denn zwar ist es gut am Ball zu sein und alles Mögliche möglich zu machen, dennoch sollte meiner Meinung nach viel mehr über die Lebensräume der Tiere, die Unterschiede zum Leben in Gefangenschaft und die möglichen Auswirkungen informiert werden. Ebenfalls kann nicht oft genug erwähnt werden, wie viele Lebensräume inzwischen von Menschenhand zerstört wurden und wie viele Arten dadurch fast ausgestorben sind. Diese Thematik wurde am Rande erwähnt; mehr aber auch nicht.

Was soll ich also sagen; Zoo ist schieße Leute – ich war im Zoo – und es war gut.

🌷200 🌷

Ich möchte diesen Moment kurz mit euch teilen, mit euch 200, denen Menschen, die diesem Blögchen tatsächlich folgen. Denn heute sind es ganz genau 200. Ich bin begeistert!

Als ich 2015 startete, tat es des Schreibens wegen. Schreiben tut mir gut und ich tue es bei weitem nicht nur hier. Jeden Schritt, jeden Pups in meinem Leben schreibe ich auf. Nun, jedenfalls startete ich den Blog primär für mich und freue mich umso mehr, das jeden meiner Wirren Gedanken so vielen Menschen lesen. Natürlich ist mir bewusst, dass 200 Menschen im großen weiten Internet nix sind, dennoch freue ich mich über jeden einzelnen von euch!

Um es nicht unerwähnt zu lassen; Mütterchen•Frost gibt es auch bei Facebook; auch da gibt es eine Schar von 93 Menschen die mich lesen und auch die sind alle sowas von willkommen.

1653 Artikel haben ich bis heute verfasst; das ist viel! Und zumindest bis dato habe ich immer noch jede Menge zu sagen! Also; keep on reading. Thx!

Wenn einer eine Reise tut

Morgen fahre ich weg; ich wohlgemerkt, nicht wir. Ich fahre über vier Tage mit meiner besten Freundin nach Prag; zwei Tage Prag genau genommen und zwei Tage Reise. Zu der allgemeinen Vorfreude mischt sich die Spannung über die Unterkunft und all das. Prag ist wunderschön, das weiß ich aus zwei Aufenthalten 2002 und 2004. Kaum erwarten kann ich es, sitze auf heißen Kohlen und würde am liebsten sofort losfahren.

Allein was unternehmen, so ganz ohne Bande, ist erstaunlich. Mein inneres Schema F ist hoch-alarmiert. Bloß nichts vergessen, alles gut verstauen und nicht zu viel mitschleppen. Vor großen Aktionen fahre ich innerlich hoch und bin zwar nie ängstlich aber dennoch angespannt. Sechs Personen zu verpacken, an alles zu denken, den Zeitplan in Auge halten und dabei die Bedürfnisse aller im Blick zu halten kann ich – leicht ist es jedoch nicht. Ins besondere wenn es wuselig ist, am Bahnhof, in Innenstädten oder so, ist es nur mit höchster Aufmerksamkeit möglich alles geschmeidig zu halten.

Morgen aber fahre ich nur mit Freundin, auf die muss ich nicht aufpassen. Mein Trecking Rucksack wird und wird nicht voll, obwohl ich so viel einpacke. Viel vergessen kann ich kaum; höchste Priorität haben Schlüpper und das Ladekabel fürs Handy. Und dann geht es morgen los, nur ich und die Beste, ohne viel zu planen und ohne Stress. Ich kann es kaum erwarten!!!