Freiheit

Manchmal sehe ich auf mein Leben und bekomme den Eindruck einer Sardine in der Dose. Dann erscheint mir alles eng und ohne Option. Ein tolles Haus, das will bezahlt werden. Dazu einen tollen Job, damit der Rubel rollt. Eingekesselt zwischen Kindergarten und Schule, zwischen Pflichten und sogenannten Hobbies. Was im Leben tut man eigentlich aus freien Stücken, oder anders herum, wo hat man begonnen aus Vernunft zu handeln?

Mein Leben ist heute gebunden. Durch die Kinder und das Leben, das ich mir zutraue mit ihnen zu führen. Ja, tatsächlich würde ich gern mit ihnen reisen, die Welt sehen. Ein paar Jahre auf Bali am Strand, ein paar wo anders. Lernen was das Leben so hergibt, beisammen sein. Zeit haben das Leben gemeinsam zu genießen und nicht zwischen Frühstücksbroten und Abendessen hin und her zu hetzten. Leben, frei und selbstbestimmt leben. Unvernünftig und in den Tag hinein, minimalistisch und ohne doppelten Boden. Ja, das wäre ein Traum.

Das Problem? Meine Feigheit. Viel zu sehr eingesessen in das bequeme Zwangsleben in der Zivilisation. Bildung, Kankenversicherung und Rentensystem halten mich, und die Angst meinen Kindern nicht alles mitgeben zu können, was sie brauchen. Und am Ende am wichtigsten ist es doch, den kleinen Menschen in meiner Obhut vor allem den Mut mitzugeben, dass sie alles werden können was sie wollen. Überall. Den Mut und das Selbstvertrauen überall auf der Welt genau richtig zu sein. Und, auch das ist nicht zu verachten, Ihnen die Zeit zu schenken sich selbst in diese Welt einzusortieren. Denn sein wir mal ehrlich, mit 18, nach dem Abi, weiß doch kaum einer wer er ist. In der Ruhe liegt die Kraft. Und irgendwann kommt auch meine Zeit; auf Bali am Strand. Ohne Krankenversicherung aber mit jeder Menge Glück an Bord.