How to gesund bleib

Es wird Herbst. Wir merken das daran, dass die Hörnchen kranken und es schnieft und schnorcht. Ein bisschen Husten hier, ne Schnotternase da und irgehdwie bin auch ich nicht ganz intakt. „Obstsalat!“, beschloss das Völkchen, und Pfannekuchen dazu. Ich stimmte zu und sie legten los.

A- und C-Hörnchen gingen einkaufen und besorgten lauter gesundes Obst: Äpfel, Birnen, Pfirsich und Champignons – ein Genuss. Anschließend schnibbelten sie munter drauf los, machten den Teig für die Pannekoken, karamellisierten das Obst und brieten alles ab. Das Resultat konnte sich sehen lassen und ganz bestimmt hat es uns ein bisschen gesünder gemacht. Und ja, ich gebe es zu, die Champignons habe ich aus dem Obstsalat diskutiert. Sie wurden roh dazu nicht verspeist.

Arbeit mit Kindern 

Ich habe großes Glück. Ich darf jeden Tag mit den zauberhaften Kindern anderer Leute  arbeiten. In der Sonne sitzen, basteln, spannende Dinge erleben und mich wegen der Hausaufgaben streiten. Tatsächlich ist mein Job nicht wesentlich anders als das, was ich eh immer machen. Gut! Einen winzigen Unterschied gibt es da dennoch! 

Der Bazillenpool ist ein völlig anderer. Wir sechs hier zu Hause waren in den vergangenen Jahren in etwa 70.000 mal krank. Hatte es einer, hatten es alle. Wir hatten jede Seuche des Stadtteils, haben zwei Kitas, die Schule und eine Krippe durchkeucht; neben jedem Spielplatz und natürlich dem Wartezimmer des Kinderarztes. Uns konnte nix mehr umhauen, wir waren resistent! Nun die schreckliche Erkenntnis: Dieser groß- allemeinimmune Zustand ist nicht zu ver-allgemeinern. Genau genommen reicht es aus in einem Hort nur 5 km weiter westlich zu fahren und schon ist der ganze Zauber vorbei. 

Seit Februar bin ich fast dauerhaft an schniefen, am röcheln und irgendwie matt. Schnotter, rotz und hust; es ist kein Ende in Sicht. Das alte Motto ist geblieben: Hat es eine, haben es alle. Ich glaube selbst wenn ich die Tische im Hort ablecken würde, würde ich mir nicht mehr einfangen. Und das obwohl ich artig Hände wasche und all sowas. Pah! Kann ich mir wahrscheinlich auch schenken. Keine Ahnung wie lange das jetzt so gehen soll..! Hat hier wer Erfahrungswerte? 

Wunderbarer Herbst

Es ist doch herrlich. Nach ‚alles hustet‘, kommt ‚alles kotzt‘ und danach kommt ‚alles tropft‘. Nachdem wir vergangenes Wochenende also alle Schüsseldienst hatten, können wir dieses Wochenende die restlichen Rollen Klopapier als längstes Taschentuch der Welt benutzen. 

Aber was bleibt unseren armen Körpern auch anderes übrig als alles an verfügbaren Viren dankbar aufzusaugen und dann das Beste draus zu machen… Freude; himmlische Freude. 

Hatschi!

Vollbremsung 

Seit drei Tagen liege ich hier nun rum. Mehr oder weniger durchgängig. Ich bin krank, wirklich doof krank. Und ich langweile mich zu Tode. 

Im normalen Leben habe ich nie Zeit oder Leerlauf. Tagsüber bin ich zwischen Kinder, Haushalt, Job und Uni. Abends liege ich meistens erschöpft und lethargisch vor der Glotze und penne um 21.00 Uhr ein. 

Liebe Krankheit! Ich habe ausgeschlafen. Ich bin fertig. Ich habe auch fertig ferngesehen. Ich bin zu Ende ausgeruht und kann es von jetzt an keine Sekunde länger ertragen, nichtsnutzig herumzuliegen. Ganz aggressiv macht mich das alles. Glaubt mir, bald fresse ich die Fernsehzeitung oder schlage stumpf mit dem Kopf gegen die Wand. 

Aaaaaaaaaaaaaaaahhhhhhhhhhhh!!! Ich will mein Leben wieder haben!!!!!!!!!!!!!

Bakteriologischer Herbstanfang 

Der kalendarische Herbstanfang ist am 23. September. Er ist astronomisch bestimmt, und beschreibt den Tag der ‚Tag- und Nachtgleiche‘. 

Der meteorologische Herbstanfang war bereits am 1. September. Meteorologisch wird das Jahr geviertelt und jedes Viertel stellt eine Jahrezeit dar. 

Und heute ist bakteriologischer Herbstanfang. Der Tag, an dem ich den ersten Infekt des Herbstes verzeichnen kann. 

Ich selber habe Hals Kopf Nase. A-Hörnchen schnieft, C- und D-Hörnchen ebenso. Da hat er uns also wieder, der Dauerlauf um den Infekt. Ich bin gespannt, was diese Saison für uns bereit hält. Wieviel Scharlach und Mykoplasmen uns streifen und ob wir wieder Läuse bekommen. Fragen über Fragen. Ende April weiß ich die Antwort; da ist bakteriologischer Frühlingsbeginn.