Palindrome

Nachdem ich heute morgen feststellte, dass ich noch gut 30 Jahre bis zur Rente habe, möchte ich nun zu weit erfreulicheren Themen kommen. Das schöne Wort „Rentner“ ist nämlich ein besonderes Wort: Es ist ein Palindrom. Ein Wort, dass aus beiden Richtungen gelesen das selbe bedeutet. Weitere Beispiele sind zum Beispiel: Otto, Anna, naben oder Reittier. Das längste deutsche Palindrom ist Reliefpfeiler.

Man unterscheidet zwischen Satz- und Wortpalindromen. Satzpalindrome sind zum Beispiel: „Die Liebe ist Sieger, stets rege ist sie bei Leid.“, „Dreh Magiezettel um, Amulette zeig am Herd!“ oder „Einhorn roh? Nie!

Das längste Palnindrom aller Sprachen ist das Finnische Wort: saippuakivikauppias, was soviel bedeutet wie „Seifensteinverkäufer“.

Das Wort Palindrom stammt übrigens aus dem Griechischem und ist zuerst im späten 17. Jahrhundert verzeichnet. Es setzt sich aus den Worten „daramein“ und „palin“ zusammen die „rennen“ und „nochmal“ bedeutet. Palindrom bedeutet also „nochmal rennen“.

Wusstet ihr…

…, dass der erste Beleg für einen geschmückten Tannanbaum aus dem Jahr 1597 stammt und auf einen Baum in Bremen hinweist, der dort von der Zunft aufgestellt und mit Gebäck und Äpfeln geschmückt wurde?

Bis ins 18. Jahrhundert waren es nur die Zünfte, die hier und da einen Baum schmückten, erst dann begannen auch hohe Beamte und andere wohlhabende Personen sich zu Weihnachten Tannen aufzustellen. Die Bäume waren zu der Zeit rar und vor allem sehr teuer.

Im 19. Jahrhundert gab es erste Zuchtwälder für Tannen und Fichten, die Bäume wurden nach und nach erschwinglich und etablierten sich zunehmend. In der katholischen Kirche wurde jedoch zum ersten Mal Mitte des 20. Jahrhunderts ein Weihnachtsbaum aufgestellt. Der Vatikan schmückte zum ersten Mal im Dezember 1982 einen Tannenbaum – warscheinlich zu ehren meiner Geburt.

Der Brauch Tannen zu schmücken und ihnen Bedeutung zukommmen zu lassen hingegen ist uralt und heidnisch. Immergrüne Pflanzen standen für Fruchtbarkeit und wurden schon im 9. Jahrhundert als heute bekanntes Tannengrün zum Wintersonnenwende in die Häuser gehängt um den Frühling wiederkehren zu lassen. Auch das schmücken der Zweige war früh üblich.

Der Begriff „Tannenbaum“ geht übrigens aufs 12./13. Jahrhundert zurück. Im Mittelhochdeutschen wurde zu erst ein „tanboum“ erwähnt, der einen immergrünen Nadelbaum bezeichnete. Der Begriff Tanne stammt aus dem althochdeutschem und leitet sich von dem Wort „tanna“ ab. Ursprünglich war dies die Bezeichnung für die genannten immergrünen Bäume und den Wald in dem sie stehen. Erst später bezeichnete die Tanne eine eigene Nadelbaumart. Trotz der vorhandenen Trennung zwischen Tannen, Fichten, Kiefern usw. ist Tanne nach wie vor das Synonym für eben das, was wir unter einem pieksenden, grünen Baum verstehen – inklusive Duft, Haptik und allem was dazu gehört.

„sich einen Strick nehmen“

„Da kann ich mir ja gleich ’nen Strick nehmen!“. Das sagt man so, und jeder weiß was gemeint ist. Aber wieso nimmt man sich eigentlich kein Seil, ein Tau oder einen Tampen?

Das Seil bildet den Ursprung der Wortfamilie. „Seil“ stammt aus dem indogermanischen Wort „sei“, was binden bedeutet. Später wurde aus dem Wort „sei“ das „zeelen“, was abseilen oder aber auch festbinden bedeutet. Hier leitet sich auch zum ersten Mal das heutige Wort „Seil“ ab. Die Definition für ein Seil ist:“ Aus Naturfasern gedreht oder geflochtenes biegsames und elastisches Element. Heute auch aus Kunststoff oder Draht gefertigt.

Der Strick tauchte zum ersten Mal um das Jahr 1400 n. Chr. auf. Er leitet sich aus dem althochdeutschen Wort „Stric“ ab, was soviel wie Fessel oder Schlinge bedeutet. Und hier schließlich auch schon der Kreis, warum man sich nicht ein Seil nimmt sondern einen Strick! Zum einen wurde die Technik des Erhängens erst zu dieser Zeit überhaupt modern, zum anderen bedeutet Stric eben ganz genau das, was ich bezwecken soll: sich eine Schlinge um den Hals legen. Die Merkmale eines Strickes sind, dass er gröber gefertigt ist. Er hat eine kürzere Haltbarkeit und ist mit weniger Mühe gemacht.

Die Begriffe Tau und Tampen stammen ausschließlich aus der Seefahrt. Hier benutzt niemand ein Seil, es ist sogar verpönt den Begriff zu benutzen. Das Wort Tau leitet sich aus dem niederdeutschen Begriff „touwen“ ab und bereitet so viel wie „bereit machen“ oder „klarmachen“. Ursprünglich ist das Wort Tau also ein Begriff für das Werkzeug, dass man benötigt um ein Boot klarzumachen. Der Tampen bezeichnet einzelne Stücke, die man mittels Spleißen, also Neu-verflechten einer bestehenden Takelage, von einem Tau abnehmen kann.

Ob auch Seefahrer sich einen Strick nehmen um sich zu suizidieren, konnte ich nicht in Erfahrung bringen. Höchstwahrscheinlich aber ist es Ihnen in diesem Moment eher egal.

Unnützes Wissen III

Das Wort ‚Idiot‘ benennt ursprünglich alle nicht-Politiker. Es leitet sich vom griechischen ‚idiotes‘ ab, was soviel meint wie ‚gewöhnlicher Mensch‘. Erst im 19. Jahrhundert kam die Wortbedeutung des ‚Schwachsinnigen‘ dazu. 

Spannend, bringt man doch heute die Begriffe ‚Politiker‘ und ‚Schwachsinn‘ oft miteinander in Zusammenhang. 

Unnützes Wissen I

Wusstet ihr eigentlich…

dass der Schmetterling seinen Namen von dem hat, was wir heute als Schmand bezeichnen? 

Schmand, oder aber Schmette, setzt sich auf saurer Milch ab. Schmetterlinge stehen total auf diesen nahrhaften Sauerrahm und haben sich somit ihren Namen verschafft. 

Toll, oder? Interessiert keinen Menschen, aber ich find’s toll. 

Heuristik

Eben fragten wir uns, woher denn wohl das Wort ‚Heutistik‘ käme. 

Google weiß das: 

< 1724 (Neubildung) < griech. εὐρίσκειν heurískein < vgriech. *ʊe-ʊrë- < japhet. *ʊër- ‚finden‘

Es kommt also vom ‚Finden‘. Und da fiel es dem Menne dann auch gleich ein! Heuhaufen! In dem muss man die Nadel finden. Und das getrocknete Gras nennt man auch nur Heu, weil man einen Heuhaufen aus ihm machen kann. 

Logik;  Welten die begeistern!!