Karma oder so

Nach endlosen Wochen des Dauer-Arbeitens habe ich endlich mal wieder einen Tag frei. Ich habe ihn mir schön geplant, Frühstück mit einer Freundin die ich ewig nicht gesehen habe, Netflix, Ruhe, Badewanne,… All solche Sachen schwebten mir vor und ich konnte es kaum erwarten. Gestern Mittag verabschiedete ich mich überschwänglich auf der Arbeit, zwei Tage würde ich nicht kommen! Ja, dieser freie Donnerstag war ein Highlight und ich liebte ihn schon abgöttisch bevor er angefangen hatte.

Tja, was soll ich sagen? Manchmal weiß ich nicht was ich im Leben falsch gemacht habe, wo ich falsch abgebogen bin oder wann ich dem Schicksal so furchtbar auf die Füße getreten bin. Als erster Wink des Schicksals fand ich im Briefkasten einen Zettel auf dem stand, dass an meinem freien Tag das Wasser abgestellt sein würde. Nun gut, freier Tag ohne Wasser… Mit meiner Freundin könnte ich trotzdem treffen, die Badewanne würde ausfallen, zugegeben und ich dürfte halt nicht also viel Kaffee Trinken, damit ich nicht ständig auf die Toilette muss. Aber was macht das schon? Ein freier Tag bleibt ein Feiertag und der Brauch schon Wasser!?

Dann war das Schicksal aber leider noch nicht fertig damit mir in den Arsch zu treten. Zum krönenden Abschluss bekam das C – Hörnchen Fieber. Nicht zu knapp und – wie dem auch sei – schnell war klar, dass sie an meinem freien Tag zu Hause bleiben würde; ohne Wasser. Und jetzt ist er da, mein freier Tag! Ich habe einige Eimer mit Wasser gefüllt, ich habe Spuck-Schüsseln aufgestellt, ich habe Tee vorgekocht und nun sitzen wir hier, das C – Hörnchen, die Mama und hohes Fieber. Ganz bestimmt wird es ein wundervoller Tag, ohne Toilette, ohne Wasser und ohne frei.

Tonsillitis

„Nehmen Sie dieses Antibiotikum, dann wird es schnell besser!“. Mit diesen Worten gab mir die Ärztin beim Notdienst heute morgen mein Rezept. Ich kam mir fast etwas alber vor, zum ärztlichen Notdienst zu fahren. Jedoch war der Symptomaufbau erschreckend schnell, über Nacht bekam ich Fieber, mein Hals schwoll zu. Nix ging mehr. Und so saß ich da also, unter Dutzenden Menschen, denen man nicht ansah was sie wohl haben und vielleicht kamen wir uns alle etwas dumm vor.

Nach nur 2 Stunden war ich endlich dran. Fünf Minuten später wusste ich, dass ich eine schwere, eitrige Mandelentzündung habe und eben dringend dieses Antibiotikum brauche. Gut denkbar, dachte ich noch, sei doch das verzweifelte ausspucken von Speichel keine Dauerlösung.

Noch eine halbe Stunde später sass ich also zu Hause. Mit zwei weißen Torpedos in der Hand. Groß wie Zäpfchen aber zur oralen Einnahme bestimmt. Schon seit Stunden bekam ich Panik bei dem Gedanken Speichel oder Wasser Schlucken zu müssen; wie um alles in der Welt sollte ich diese Torpedos herunter bekommen? Was soll ich sagen?! Es ist wie Kinder bekommen – rückwärts. Fürchterlich, schrecklich, schmerzhaft und beängstigend und voller Hoffnung auf was tolles. Außerdem habe ich schlimmem Kaffee-Entzug. Dachte eben über intravenösen Konsum nach und kann nach nicht einmal 24 Stunden sicher sagen: Tonsillitis braucht kein Mensch!

Schallfieber

In den letzten Jahren haben meine Hörnchengut und verlässlich geschlafen. Somit hat mein Körper sich erlaubt, nach Jahren der Entbehrung, endlich wieder ein gesundes Schlafbedürfnis zu entwickeln. Ich schlafe extrem gern und viel. Störungen waren selten und bildeten die absolute Ausnahme.

Gestehen Abend war ich noch unterwegs. Ich trank ein bisschen Bier und kam gut gelaunt, nicht allzu spät nach Hause. Gegen Mitternacht fiel ich ins Bett und war schnell komatös. Diesen Zustand konnte ich erfolgreich aufrecht erhalten bis etwa 0.20 Uhr. Zu diese Zeit begann nämlich das A-Hörnchen laut und vernehmlich im Treppenhaus zu sterben. Bald darauf stand er neben meinem Bett, laut jammernd, brüllend. Tatsächlich hatte er Fieber bekommen, lautes Fieber. Er kroch zu mir ins Bett und verstarb dort laut weiter, nach 30 Minuten übergab er sich – laut. Anschließend lag er weiterhin laut und deutlich im Bett und litt. Er litt bis 2.00 und ging dann endlich wieder. Morgens gegen 5.30 wiederholte sich das Schauspiel. Krank, laut, kotzen, Bett. Er wecke seine kleinen Geschwister und trieb mich an den Rand des Wahnsinns.

Ja! Das Kind war krank. Und ja! Kranke Kinder gehören zu Mama! Aber WARUM muss man so laut krank sein? Warum muss es jeder hören können? Ich für meinen Teil bin im Eimer. Sowas kann ich nicht mehr ab.

Poolparty

Im Grunde gibt es ja auf der ganzen weiten Welt kaum was cooleres als einen Pool. Der Pool auf dem Campingplatz bei Oma und Opa ist immer wieder ein Highlight. Auch gestern sprangen die drei großen Hörnchen freudig in das etwa 20 Grad warme Wasser. A-und B-Hörnchen plantschten vergnügt und waren glücklich. C-Hörnchen kam etwa drei Minuten nach dem ersten Eintauchen wieder an Land und war blau. Sie bebte vor Kälte, konnte kaum gehen war ein Häufchen Elend. 

Wir rubbelten sie ab, zogen ihr alle verfügbaren Kleidungsstück an und legten sie auf den warmen Papa. Ein großes Handtuch deckte das Heizgebilde ab. Nur langsam wurde sie wieder warm und bekam eine gesündere Gesichtsfarbe. Irgendwann war sie wieder bei guten 37 Grad Körpertangekommen. Und dann heizte sie weiter. Plötzlich wurde es uns klar; das Kind ist krank! Später zu Hause stellten wir fest, dass sie 39 Fieber hat. Der bloße Gedanke in diesem Zustand in einen Pool zu springen lässt mich erschaudern und so platze ich fast vor Mitleid. Mein armes, kleines Mädchen!!

Gemeinsamkeiten

Gemeinsamkeiten verbinden. Im Falle meiner Hörnchen ist es heute Fieber, das sie verbindet. Ausgesprochen cool finden sie sich alle zusammen. Ich hingegen finde das alles eher so mittel. Fing doch der Morgen so harmlos an. Wie immer standen A- und B- Hörnchen mittels eines Weckers auf während ich oben die zwei Kleinen weckte. Mein erster Gang führte mich (wie immer) zum C-Hörnchen. Ein kurzer Blick ins Bett reichte aus um dem verschlafenen Kind zu sagen: „Schlaf einfach weiter, du bist krank.“ C-Hörnchen hatte mächtig Fieber und drehte sich dankbar wieder um. Im Zimmer des D-Hörnchens sah es zunächst besser aus. Der kleine Kerl schickte mich runter, er wolle ganz allein runter kommen. So schnappte ich mir seine Klamotten uns ging runter.

In der Küche sass das angezogene A-Hörnchen. Eigentlich saß er nicht, er hing. Weiß wie Schnee, und heiß! Ich schickte auch ihn wieder ins Bett. Nur eine Minute später folgte das B-Hörnchen. Bauchweh, Halsweh und.. Fieber! Ab ins Bett hieß es abermals. Nun kam das D-Hörnchen die Treppe runter. Er rieb sich ein Ohr und schaute verwirrt umher. „Wo sind alle denn?“ fragte das kleine Männlein, und ich erklärte: „Alle sind krank.“ D-Hörnchen gab an auch krank zu sein und so miss ich auch bei ihm Fieber – mehr höflich als notwenig wie ich dachte. 38,0. Fieber!

Und so fiebern sie nun, zwischen Bett, Sofa und Küchentisch. Mal mehr mal weniger und zum Glück mit weitestgehend guter Laune. Denn irgendwie ist es ja auch cool, wenn alle das gleiche haben; wenigstens für die Hörnchen.

Urlaubsfieber

Kaum war der erste Urlaubstag um, da hatte C-Hörnchen hohes Fieber. Da die Nacht alles andere als lustig war, und das Hörnchen zunehmend abbaute, gingen wir am nächsten Morgen zum Arzt. Dreieinhalb Stunden später verließen wir die Praxis schon wieder. Mit drei Rezepten und arg dünnen Nerven. Dicke Mandeln aber nichts Schlimmes. Super! Und für diese Erkenntnis haben wir einen ganzen Urlaubstag gegeben. 

Doch wir heißt es so schön:Ein Reisefieber kommt selten allein. Am 2. Tag der C-Hörnchen’schen Krankheit kam die D-Hörnchen’sche noch dazu. Gleiche Symptome, gleiches Resultat. Es gab jeden Tag eine Krankenwache und eine Aktionsteam. Traurig aber wahr, so kann Urlaub auch gehen. 

Happy Chaos Day

Der Kindergeburtstag des A-Hörnchens sollte heute im Fokus stehen. Ab 15.00 Uhr war eine Star Wars Party auf dem Spielplatz geplant. Das Wetter der letzen Tage war großartig und wir haben uns sehr gefreut. 

Heute ist es 10 Grad kälter als die letzten Tage. Es regnet immer mal wieder und es ist windig. Ekelhaft!! Die Ausweichaktion wird Kino. Auch gut. 

Die Kleinen Hörnchen habe ich zu Oma und Opa geplant. Schwimmen war angedacht, eine gute Lösung für alle. Außer für C-Hörnchen; die ist heute morgen mit Fieber wachgeworden und ist natürlich nicht mit ins Schwimmbad gegangen. Der Menne hütet nun also das kranke C-Hörnchen und ich den Sack Flöhe. 

Zu allem Überfluss ist die Katze heute morgen operiert worden; sie konnte nicht mehr fressen. Ein Zahn raus, Zahnfleisch entzündet. Und nun machen wir das beste aus diesem Tag und all dem Chaos. 

Die Piñata; dieses Mal als Todesstern.  Seit Jahren ein fester Bestandteil unserer Kindergeburtstage

Pfeiffersches Drüsenfieber 

Öfter mal was Neues.. Die kleinen Hörnchen fiebern nun den 8. Tag; hoch und ausdauernd. Heute waren wir erneut beim Doc um es abklären zu lassen. Und so wurde heute aus einem harmlosen Infekt das, ebenfalls harmlose aber irre nervige, Pfeiffersche Drüsenfieber. Für uns heißt das, dass die Symptome noch einige Tage anhalten können und die Hörnchen unter Umständen noch einige Tage ganzschön abgeschlagen sein werden. 

Ich habe großes Mitleid mit den kleinen, erschöpften Kreaturen. Beide sehen wirklich krank aus und schleppen sich so durch den Tag. Ich würde es ihnen  so gern abnehmen. Nicht auszudenken, wie es mir nach acht Tagen hohem Fieber gehen würde; warscheinlich wäre ich nur noch ein Zombie. Arme kleine Mäuse! Hoffentlich ist das bald vorbei. Das 

Unverhofft kommt oft 

Gestern passierten unglaubliche Dinge: B-Hörnchen sollte heute bei ihrer Freundin schlafen. Als C-Hörnchen das erfuhr, ließ sie sich kurzerhand bei Oma A zum Übernachten einladen. A-Hörnchen konnte das nun nicht auf sich sitzen lassen, und rief Oma B an. Als die erfuhr, dass B- und C-Hörnchen auch außerhaus sein würden, beschloss sie einfach beide Jungs zu nehmen und uns einen freien Abend zu bescheren. Wir bestellten für heute Abend einen Tisch im Restaurant und freuten uns über das unverhoffte Glück. 

Heute sieht die Welt anders aus. D-Hörnchen fiebert, C-Hörnchen deutlich angeschlagen. Aus der Traum! Zwar werden die großen wie geplant ausfliegen, jedoch werden wir fleißig kranke Hörnchen hüten; ohne Restaurant, ohne Schlaf, aber unverhofft.