Quarantäne

Ab heute stehen wir unter Quarantäne. Dafür ist eine Entscheidung gefallen: Gegen Antibiotika ohne Symptome und für das durchleben dieser Pest.

Seit heute haben definitiv drei Kinder Streptokokken im Hals. D-Hörnchen IST weiterhin vollkommen symptomfrei, A-Hörnchen hat Schnupfen und ist bisher leicht angeschlagen und C-Hörnchen hat Fieber, Husten und Schnupfen. Wie bei einem Grippalen Infekt zunächst. B-Hörnchen hat (noch) nichts.

der Plan: Wer nichts hat, wird nicht behandelt. Die Symptome einer normalen Erkältung werden behandelt wie eine normale Erkältung. Und wer leidet, hoch Fiebert oder sonst welche schweren Symptome zeigt bekommt Antibiotika.

Ich bin gespannt wie lange uns diese Pest jetzt begleiten bin und hoffe,  dass wir sie damit ein für alle mal besiegen können.

Der letzte Infekt

Kleine Kinder sind ständig krank. Manchmal glaube ich es trifft immer nur meine, aber wahrscheinlich ist das auch bei anderen Leuten so. Genaugenommen bringt es so ein Baby oder Kleinkind auf locker einen Infekt pro Monat. Da aber das Baby von Mai bis September nie krank ist, hat es diese zwölf Infekte alle von Oktober bis April. Das sind dann so zwei im Monat. Jeder davon dauert etwa 1,5 Wochen, womit das Baby (oder Kleinkind) zwischen Oktober und April rund 14 Wochen krank ist. So grässlich wie das klingt, die Rechnung kam schon in so manchem Winter auf.

Ade Freizeit, ade Berufstätigkeit. Da beginnt dann nämlich die wahre Kunst, am Frühstückstisch, wenn man feststellt, dass C- oder D- Hörnchen nun doch wieder fiebern, sich um das kranke Hörnchen zu kümmern und NICHT darum zu streiten, wer zu Hause bleibt. Kranke Kinder sind ein definitiv nicht kalkulierter Fehler im System: Eltern arbeiten. Da passt was nicht; aber das ist ein anderes Thema.

Jedes Jahr im März also wird das Kleinste zum 13. mal im Winter (oder so) krank. Man war ja glatt drauf gefasst, wenn auch ob der ersten Sonnenstrahlen optimistisch dass es nun bald vorbei wäre. Und dann greift die böse Falle. Man denkt in einem Anfall von Euphorie: Das ist der letzte! Nun ist Ruh!

Diesen einen Infekt durchlebt man voller Zuversicht. Plötzlich macht es einem nichts mehr aus einem brüllenden, fieberndem Hörnchen Thermometer und Zäpfchen einzuführen, kiloweise Globulin, Creme und Hustensaft werden ohne Hadern verteilt und man freut sich auf den nahenden Frühling.

Und dann kommt im April der Letzte. Und der haut einen um.

So war es jetzt acht Jahre lang. Aber dieses Mal bin ich schlauer. Ich hab mich gar nicht erst gefreut, und vielleicht kann ich das Schicksal ja austricksen.