Ernährungsfragen

D-Hörnchen trinkt total gern Milch. Locker ’nen halben Liter, manchmal auch mehr. Es schmeckt ihm einfach. Kuhmilch! Milch, die für Kälber gemacht wird. Das Böse! Milch; das heißt Laktose pur, Allergene und verklebte Schleimhäute. Ganz schlimm, mit Sicherheit. Und verantwortungslos. 

A-Hörnchen ist Vegetarier. Er isst keine toten Tiere, weil er Tiere mag. Verantwortungslos, sagt meine Oma. Bekloppt, sagen andere. Fleisch ist gesund und wichtig, fördert das Wachstum und den Verstand. Fleisch ist gut für die Muskeln und grad so ein Heranwachsender braucht das gute Protein um kräftig und männlich zu werden. 

C-Hörnchen isst Fleisch. Dramatisch, ich weiß. Eigentlich baucht der Körper kein Fleisch und der faschistische Konsum von Lebenwesen ist egoistisch und wiedersagt jedem humanistischem Streben. Fleisch, und eigentlich auch tierische Erzeugnisse, sind nicht zum menschlichen Verzehr vorgesehen. Es ist verantwortungslos, der Natur gegenüber und den kommenden Generationen. 

B-Hörnchen mag gern Süßes. Sie kann es gut vertragen – denke ich manchmal. Dabei strotzen all diese Dinge nur so vor Zucker. Weißem Zucker! Unverantwortlich! Kohlenhydrate, und ins besondere eben dieser Kristallzucker, sind schlecht für die Zähne und machen dick. Sie verkleben den Organismus und machen und krankheitsanfällig und schwerfällig. Kohlenhydrate sollten, logisch betrachtet, einfach umgangen werden und der Körper in eine gesunde Ketose geführt. 

Ich selber weiß manchmal nicht was ich essen soll. Verzichte ich auf Kohlenhydrate, denke ich an Brot. Lebe ich vegan, denke ich an Käse. Ich trinke gern mal Milch und mag gelegentlich ein Ei. Ich liebe Süßes und manchmal ist eine Steak toll. Was ist denn eigentlich  aus dem Grundsatz der ausgewogenen Ernährung geworden? Ist denn wirklich alles so schlecht? Ich bleibe dabei, mit Gemüse allein bekomme ich meine Kinder nicht groß! Zucker in Maßen macht nicht krank und dick und gut ausgewählte tierische Erzeugnisse sind nicht faschistisch. Und diese ganzen Dogmen was das Essen angeht machen erst recht krank. Denn was kann es denn gesünderes geben als einen ordentlichen Appetit und Lust auf gutes Essen?! 

Veggi

Mein A-Hörnchen verkündete gestern Abend am Abendbrottisch:“Ich bin jetzt Vegetarier!“ Auf Nachfrage erklärte er mir, dass er es einfach scheis** fände Tiere zu essen. Ganz neu ist das für mich nicht. Bereits mit vier Jahren beschloss er Vegetarier zu werden und hielt es als einziger in der Familie neun lange Monate durch. Schon damals hat mich seine Entschlossenheit tief beeindruckt. 

Für meine Küche bedeutet es keine  große Umstellung. Ich versuche selten Fleisch zu verwenden. Wenn es Fleisch gibt, beziehe ich es vom Bio-Bauern oder aber von Bio-Metzger. Der Appetit auf billiges Qualfleisch ist mir schon Lage vergangen. Somit wird sich an etwa fünf von sieben Tagen nichts ändern, an den restlichen bin ich gern bereit ihm eine Extrawurst zu kochen. Natürlich eine vegetarische!

Die Neue

Meine Männer ham‘ ne neue. Sie ist heiß!! Richtig heiß; bis zu 250 Grad in der Spitze und selbst bei Standartbefeuerung kommt sie locker auf 200. 

Sie hat Rundungen an den richtigen Stellen, schlanke ebenmäßige Beine und duftet verführerisch. Sie ist perfekt und ich stehe ihr in allen Punken nach. 

Sie kann alles, auf den Punkt. Sie ist schnell, sparsam und unkompliziert. 

Sie ist der neue Grill. Und die Männer sagen sie hat keinen Namen. Wie lieblos. 

Ich glaube ich mag sie nicht.