Kassettenaugen

Manche Dinge brauchen sehr, sehr lange um abschließend geklärt zu werden. So saßen der Menne und ich gestern Abend zusammen und irgendwie kam das Gespräch auf eine Fliege. 

(Btw.: es ist nicht so schlimm wie es klingt; Fliegen als Gesprächsthema sind nicht das letzte was uns geblieben ist…)

Jedenfalls sagte der Menne etwas über die Farcettenaugen der Fliege und ich lachte hämisch aus und erklärte ihm freundlich, dass die Dinger Kassettenaugen heißen würde.  Große Diskussion und dann ein schneller Blick zu Google. 

Scheiße! Der Typ hat Recht!! 

Da habe ich in der 6. Klasse für eine WUK-Arbeit dieses Wort falsch gelernt, und 20 Jahre lang ist es nicht aufgefallen. Und dann sowas. Welch eine Blamage. Schule macht doof. 

Die Fliege

Grad flog ne Fliege rum um mein Marmeladenbrot,
und mir war klar, die saß vor kurzem noch in Hundekot.
Und vorher noch auf einer überfahrenen Katze.
Was sollt ich anderes machen, ich hob meine Tatze.
Das weckte leider doch bei aller Fliegeniebe
die guten alten Jägerundsammlertriebe.
Paarmal zum Verscheuchen vorbeigepatscht,
dann hab ich die blöde Fliege flatsch zermatscht.
Jetzt klebt ein Teil der Fliege an meiner Hand,
ein anderer an der Küchenwand.
Hätt sie mir ne faire Chance gegeben
wär die Fliege vielleicht noch am Leben.

 

Seit Stunden habe ich diesen wunderbaren Titel von ‚Joint Venture‘ nun im Ohr. Und das alles nur weil beim Essen am Nachmittag eine kleine Fliege mitaß. 

Mein liebes D-Hörnchen wollte grad Angst bekommen, da begrüßte ich die Fliege freundlich und lud sie ein, zum Essen zu bleiben. 

Voller Entzücken stellte das Hörnchen im Folgenden fest:“ Das nis Hottis(Katze). Das nis Muh. Das nis Mäh. Das nis Fis. Das nis Wauwau. Das nis dasda(deutet auf Heuschrecken). Das etten (Essen).“ 

Was nun also. Das bleibt zum Essen, oder das ist zum Essen. Egal, beides keine Dauerlösung.