Flüchtlings-Apokalypse 

Glaubt man den Parolen von Alexander Gauland, steht Deutschland eine Zombie Apokalypse direkt bevor. „Wir müssen die Grenzen dicht machen und dann die grausamen Bilder aushalten“, sagt er. Und von Kinderaugen dürfe man sich nicht erpressen lassen.

Unfassbare Worte, die selbst dann nicht wahr wären, wenn Deutschland die letzte ummauerte Enklave in einer globalen Zombie Apokalypse wäre. Denn so klingt das, was er da von sich gibt. Als wäre die Lage so aussichtslos, dass das einzige was wir noch tun könnten ausharren wäre, und hoffen, dass die Zombies die Mauer nicht überklettern. Unfassbar.

Und vor allem so unmenschlich. Was auch immer in diesem Mann vorgeht, ich möchte ihm, als Mensch der auf Hilfe angewiesen ist, nicht ausgeliefert sein. Vollkommen realitätsfern und frei von Empathie bietet er uns einen Einblick in das Denken derer, die vor 75 Jahren millionen Menschen skrupellos getötet und gequält haben. Ja, wenn man so denket wie Alexander Gauland, dann weiß man, wie das damals geschehen konnte.

Liebe Menschen in diesem ach so zivilisierten Land, uns droht keine Gefahr! Wir sollten keine Bilder des Schreckens ertragen, wir sollten dazu beitragen, dass es keine gibt. Kein Waffenhandel, humanitäre Flucht, verkürzte Ruten und eine Integration, die ihren Namen verdient. Es klingt doch ganz und gar nicht zum fürchten. Es klingt nach gemeinsam, in Frieden, zusammen.

Flüchtlinge

Vorgestern habe ich einen echten Beitrag über Flüchtlinge in meiner Heimatstadt veröffentlicht. Dieser war enorm erfolgreich, hatte eine viel höhere Reichweite als alle anderen. 

Heute folgt ein kleiner Versuch: Reicht es wohl aus, dass Worte wie ‚Flüchtlinge‘ oder ‚Flüchtlingshilfe‘ in den Tags zu haben, oder macht es doch der Inhalt? In diesem Fall sollte dieser Artikel kläglich scheitern. We’ll see!!

Der Unterschied zwischen spenden und ausmisten 

Seit kurzem engagiere ich mich ein Bisschen in der Flüchtlingshilfe. Gemeinsam mit einer Freudnin versuche ich eine Kleiderkammer für Kinderklamotten aufzubauen.  

Heute war ich vor Ort um die eingegangenen Spenden zu sortieren und in Regale zu räumen. So der Plan. Was ich vorfand, zog mir fast den Boden unter den Füßen weg. 

   

 
Jetzt möchte man ja gern motzen und meckern, wie die Flüchtlinge mit ihren Spenden umgehen. Tatsächlich ist das einzige, über das man aber motzen kann darüber, was wir reichen, wohlhabenden Menschen alles „spenden“. 

In Kürze zusammengefasst: nach zwei Stunden war der Raum soweit sortiert, dass alles brauchbare von dem Müll getrennt war. Das Ergebnis: 24 Müllsäcke voller Müll und das hier:  

Alles bis auf diesen jämmerlichen Haufen war Schrott. Müll. Kaputt. Ich habe in diesem Haufen Babybodys gefunden, an denen Kotreste klebten. Alte Gardinen, zerrissene Bettlaken oder einzelne Schuhe. Gummistiefel mit Löchern oder fleckige Slips. Es ist unfassbar und beschämend, was man hier als gut gemeinte Spende abgibt. Zwischen „spenden“ und „ausmisten“ sollte überdeutlich unterschieden werden. Sowas hilft niemandem. 

Rausschmeißen ohne Wegschmeißen

In den letzten Tagen habe ich viel bewegt. Ein Heizkörper, ein Waschbecken, einen Spiegel, mehrere Schränke sowie kistenweise Klamotten und ein Baby Bett. 
All diese Dinge waren im Weg. Sie mussten weg, waren über und wurden definitiv nicht mehr gebraucht. Mein erster Impuls war es, das allermeiste davon einfach weg zu schmeißen, vor die Tür zu stellen oder dem Müllcontainer der anrückenden Handwerker zu überlassen. Im zweiten Denk-Durchgang habe ich mich dann dazu entschlossen, das ganze Zeug einfach andern Menschen anzubieten; mit großem Erfolg.
In weniger als 24 Stunden wurden einige 100 kg Kram aus unserem Hause abgeholt und haben andere Menschen sehr glücklich gemacht. Zudem ist, eine große Menge einfach nur nicht mehr passender Klamotten, an die Flüchtlingshilfe gegangen, was mich innerlich zufrieden macht.
Ich bin selber jedes Mal erstaunt, wie viel glücklicher es mich macht, wenn ich teile, anstatt stumpf zu horten und zu entsorgen. Diese Welt Hat so viel Potenzial. Warum denn nicht einfach alle etwas zusammenrücken und nutzen was da ist?

Flüchtlingshilfe Bremen

Aktuell macht es ein kleines Bisschen mehr als sonst stolz, eine Bremerin zu sein. 

Stadtmusikanten, Rathaus, Dom; klar alles toll. Aber was in Sachen Flüchtlingshilfe in Bremen grad passiert, das ist ganz groß. 

Via Facebook haben sich Menschen zusammengeschlossen, schnell, unbürokratisch und effektiv zu helfen. Flüchtlingshilfe Bremen koordiniert den Bedarf und leitet so die Bürger in Bremen dazu an, das Richtige am richtigen Ort zu tun. 

Vielen Dank ihr fleißigen Menschen. Vielen Dank Bremen. Schön, dass Das auch mal in gut geht!!

Flucht und Hilfe

Auch unsere Stadt nimmt zur Zeit Flüchtlinge auf und auch in unserer Stadt fehlt es an allen Ecken und Enden. Überall werden Dinge gebraucht und so haben wir heute unseren zweiten Ferientag dem Thema Flucht und Hilfe gewidmet. 

Ich habe versucht den Kindern zu erklären, was Flucht ist (jedem in seinen Möhlichkeiten). Jeder hat etwas aus seinem Fundus ausgesucht, was er verschenken möchte. Anschließend waren wir shoppen in der Drogerie; Schampoo, Zahnbürste, Seife etc. Es fiel den Hörnchen nicht schwer zu erraten, was man braucht wenn man nichts hat. Nun werden Pakete gepackt und dann ausgeliefert. 

Schöner Tag, gutes Projekt.