Ein Weihnachtswunder

In der kleinen Stadt Ringkøbing hatte am 2. Weihnachtstag kein Geschäft offen. Ein eisiger Sturm tobte in den verlassenen Gassen und es regnete. Den vier Hörnchen fiel es nicht leicht den Spaziergang zu genießen und umso willkommener war das Spielwarengeschäft am Straßenrand. Die Hörnchen drückten sich die kalten Nasen am Schaufenster platt und ins besondere das D-Hörnchen war ganz gefesselt. Im Fenster des geschlossenen Geschäftes stand ein roter Truck von Cars. Mack; der Transporter von Lightning McQueen! D-Hörnchen war hin und weg und konnte sich über eine lange Zeit nicht vom Schaufenster lösen. Immer wieder bat und bettelte der Zwerg doch bitte den Laden aufzumachen und den Mack zu kaufen. Unter Tränen trennte ich irgendwann Zwerg und Mack – was blieb mir anderes übrig! 

Gestern feierten wir Weihnachten mit Oma und Opa nach. Die kleinen Hörnchen wussten, dass der Weinachtsmann die Geschenke zu den Omas und Opas gebracht hatte, weil wir ja nicht da waren und so war die Vorfreude groß. Freudig zerpflückten die Hörnchen Papier und Band und fanden Legos und Puzzles. Das D-Hörnchen öffnete sein Päckchen und war wie versteinert. Voller Ehrfurcht und schaudernd von Staunen hielt er sein Geschenk in den kleinen Händen. Ungewohnt leise und zaghaft brachte er die Worte: „Das ist mein Mack!“ hervor und hielt den Schatz in die Luft. Das Weihnachtswunder war geschehen. Der Weihnachtsmann wusste was das Hörnchen braucht und brache genau den Mack aus dem Schaufenster! 

Ich selbst habe die Weihnachtsgeschenke im Oktober gekauft. Ich habe unromantisch eine lange Liste mit Wünschen abgearbeitet und einen vollen Einkaufswagen durch die Gänge geschoben. Da das D-Hörnchen keine konkreten Wünsche hatte, versuchte ich es irgendwie richtig zu machen. Anschließend verteilte ich die Päckchen unter den Groseltern und vergaß was drin war. Als wir am 26.12. in Ringkøbing am Schaufenster standen, wusste ich nicht, dass das Hörnchen so bald diesen sehnlichen Wunsch erfüllt bekommen würde. Somit war ich mindestens genauso verzaubert und erstaunt wie der kleine Kerl. 

Fifty shades of grey

Gestern habe ich eine vermeintliche Bildungslücke geschlossen. Und da ich für das Buch zu faul oder zu prüde bin (und mich schämen würde, es in der Öffentlichkeit zu lesen), habe ich mit den Film „fifty shades of grey“ angesehen. Was für ein Trauerspiel! 

Was als so tabu-brechend und hemmungslos angepriesen war, verkaufte sich mir eher als semi-romantisches Drama. Deutlich im Vordergrund, das Drama! Christian Grey ist ein armer Hund, ein schwer kranker Mann, der keine Ahnung von Liebe oder Geborgenheit hat. Schnell war klar, das einzige was er in seinem Spielzimmer regelmäßig nutzen sollte, ist die rote Couch. Schwere Kindheit, Missbrauch, Gewalt, Unterwerfung. Das ist alles schrecklich und hinterlässt deutliche Spuren. Nur bitte Herr Grey, zieh doch das arme kleine Ding nicht mit rein. 

Mit der Schlussszene bleibt die beklemmende Frage: Wird die Kleine den Sozialpsychiatrischen Dienst rufen und dafür sorgen, dass dem armen Mann geholfen wird? Psychoanalyse oder Kognitive Verhaltenstherapie? In sensu Traumakonfrontation? Und was ist mit Der Kleinen, muss auch ihr geholfen werden? Fragen über Fragen und die klare Erkenntnis: Kein Film für mich! Viel zu traurig!

Kinderlogik

Zum Geburtstag hat D-Hörnchen unter anderem ein neues Baggerbuch bekommen. Endlich mal etwas Abwechslung, denn wenn es nach den Hörnchen geht kann man auch immer das selbe Buch lesen. Eben guckten wir uns das neue Buch zum 7. oder 8. mal an und ich amüsiere mich königlich über die Erzählungen des Hörnchens zu den Bildern:

Da ist ein Lastwagen und ein Bagger und zwei Baggermänner die lachen und zwei andere Baggermänner bauen da ein Plantschbecken auf. 

Der große Bagger muss das arme Auto greifzangen weil das arme Auto seine Räder vergessen hat!

Ich mag diese kleinen Einblicke in die Wahrnehmung meiner Kinder. Es ist oftmals so brachial logisch und in jedem Fall immer niedlich!!! 

Eine Geschichte 

Im Kindergarten werden grad Geschichten erzählt. Jeden Tag wird eine bestimmte Geschichte von einem Kind weitererzählt. Das Erzählte wird von einem Erzieher protokolliert und die Geschichten werden ausgestellt. Die Aktion ist in allermunde und macht die Kinder sehr stolz!

Heute war C-Hörnchen an der Reihe. Sie hat eine großartige Geschichte über Regentropfen erzählt, in der nach und nach alles lebendig wurde und dann liefen da Wasserhähne umher und noch viel mehr. Und wer C-Hörnchen einmal hat erzählen höhren der weiß: Die Kleine hat’s drauf! Sie hat einen klasse Styl und ist unglaublich lustig. So kam es, dass die Zuhörer nach und nach alle laut am Lachen waren. 

C-Hörnchen war sehr traurig nachdem sie ihre Geschichte erzählt hat. „Die sollten sich alle freuen!“ schimpfte sie, „und nicht über mich lachen!“. Mein armes Kind. Im anschließenden Gespräch haben wir kleinschrittig die Emotion „Freude“ analysiert und zum Glück herausgefunden, dass lautes Lachen durchaus ein Symptom von Freude ist, und somit durchaus angemessen und positiv war.  

Wunschthema 100

Heute feiere ich meinen 100. Follower bei WordPress. Jippiiii und herzlich willkommen! 

Ja, ich weiß, so ein Blog mit 100 Followern ist immer noch popelig, aber ich liebe meinen kleinen, popeligen Blog heiß und innig!! Und ich freue mich über jeden einzelnen von euch 100 Menschen da draußen!! 

Zur Feier des Tages starte ich heute die Aktion „Wunschthema“. Also raus damit: Worüber soll ich mal schreiben? Ernstes, Irres oder Lustiges? Bitte kommentiert euer Wünsche und ich werde dem artig Folge leisten. Freu mich schon!

Moi, war des sche ‚!

      
   
Ein gelungener Tag im Garten neigt sich dem Ende. Und was da so theatralisch anklingt, bedeutet, dass wir nun alle dreckig sind und nach Qualm stinken, der Garten mächtig gestutzt ist und es so saucool ist, dass wir nen Garten haben. Den haben wir zwar schon immer, jedoch ist er jedes Jahr wieder ein Highlight das wir sehr feiern. 

Endspurt 

Nun ist es bald geschafft. DieKinder  drehen sachte am Rad und zu der überkochenden Vorfreude mischt sich die aufkommende Hektik. Obwohl ich seit Wochen alle Geschenke im Haus habe, frühzeitig Einkauf und Deko organisiert waren und ich das Chaos durch und durch beherrsche, ist der Endspurt für alle nervenaufreibend. 

Morgen Abend, gegen 17.00 Uhr, wird sich die ganze Anspannung in einem großen Knall entladen, und dann ist es geschafft. Ich finde es jedes Jahr beeindruckend anzusehen, wie die Kinder in den Tagen vor Weihnachen mit jedem Tag mehr zum Nervenbündel mutieren, sich am Ende, also heute, kaum noch selbst beschäftigen können, Bauchweh haben und sie Stimmung sich zunehmend anspannt. Und dann, morgen, werden sie von einem Moment zum anderen friedlich, ruhig und glücklich sein. 

Bis dahin sind es noch 26,75 hours to go. 

Geschafft!

Es ist vollbracht. Uni-Pensum für dieses Jahr erfüllt. Der letzte Job erledigt. Und nun kann es Weihnachten werden. 

Und das wird es. Die ‚To do Liste‘ für die kommenden drei Tage ist beachtlich. Trotzdem merke ich, dass ich mich zusehends entspanne und es noch nicht ganz glaube, dass der ganze Uni-Stress jetzt bis zum 10. Januar ein Ende hat. Herrlich. Auf zu neuen Ufern also. Und ab jetzt heißt es:

  • Kekse backen 
  • Putzen
  • Geschenke verpacken
  • Baum aufstellen
  • Lebensmittel horten 
  • Noch mehr putzen
  • Glücklich sein!!

Hallo Weihnachten, da bist du ja!

Mein Lieblings-Pullover!!!

C-Hörnchen nimmt sich einen Pullover aus dem Schrank. Einen herrlich pinken ‚Hello Kitty‘ Pulli, der bei genauerem Hinsehen viel zu klein geworden war. Ich bitte sie, sich einen anderen Pulli zu nehmen, und lege den pinken Traum in die ‚zu klein-Kiste‘. 

Als nächstes kommt C-Hörnchen mit einem bunt geringelten Pulli. Auch dieser – zu klein. Ich staune laut vernehmbar über das enorme Wachstum meiner Tochter und lege auch den Ringelpulli in die Kiste. 

Eisern läuft C-Hörnchen wieder zum Schrank und holt einen hell-gelben Pullover mit einem Fahrrad drauf. Ich muss es kaum ausschrieben; auch der Fahrradpulli ist zu klein. Voller Fassung geht C-Hörnchen ein viertes Mal an ihren Schrank. Fast resigniert zieht sie einen roten Pullover mit wilder Aufschrift heraus und hält ihn mit zweifeln entgegen. Ich nicke, der Pulli passt. 

Da klatscht mein C-Hörnchen euphorisch in die Hände, hüpft aufgeregt, herzt und drückt den Pullover und quietscht begeistert:“Das ist auch mein Lieblings-Pullover!“ 

Ich wüsste nur zu gern, wie oft wir dieses Prozedere hätten wiederholen können, und ob das Ergebnis immer noch das selbe gewesen wäre. Was für ein positiv eingestelltes Kind!