Die Christmette

In meiner Jugend war ich der Kirche gegenüber eher kritisch. Aufgrund des einen oder anderen Umstandes fühlte ich mich jedoch zu einer bestimmten Geneinde hingezogen, und so beschlossen der Menne, eine gemeinsame Freundin und ich, zu Weihnachten 2001, in die Christmette (Mitternachtsmesse) zu gehen. 

Da so eine Mitternachtsmesse ja eher spät am Tag ist, vertrieben wir uns die Stunden nach der Bescherung mit reichlich Glühwein und tüddelten dann fast pünktlich um viertel vor 12 los. Als wir uns der Kirche näherten, läuteten die Glocken und wir waren erleichtert es noch geschafft zu haben. Wir öffnen die schwere Tür und der Küster empfing uns mit einem kritischen:“Ihr seit zu spät!“

Wir huschten in die letzte Bank und kicherten noch über den über-kritischen Pinsel, als zeitgleich der Pastor den Segen sprach und die Gemeinde sich erhob. 

Wir waren zu spät! Eine Mitternachsmesse endet um 0 Uhr; beginnen tut sie um 11. Der Abend jedenfalls war trotzdem ein voller Erfolg. Wir haben unseren Segen erhalten und die nächste Kneipe kam bestimmt. Gut zu lachen hatten wir allemal. 

Euch allen ein frohes, besinnliches und andächtiges Weihnachtsfest. Mit oder ohne Mitternachtsmesse. 

Bahnhof ohne Briefkasten 

Komisch, was Playmobil sich so bei seinem Adventskalender denkt. Da hatte mein C-Hörnchen heute einen Bahnhof mit Briefen ohne Briefkasten im 16. Türchen. Komisch. Wirklich komisch. 

Erklären konnte sie sich das nicht so richtig, vor allem das mit den Briefen. Unseren Einwand, dass der Bahnhof eine Krippe sein könnte fand sie lächerlich. „Eine Krippe hat ja nichts von Weihnachten!“ 

Genau.. Aber ein Bahnhof ohne Briefkasten.