Sonntag to go 

Heute ist Montag und da das doof ich, denke ich lieber an Sonntag. Denn gestern, da hatten wir es schön! Unser Garten hat uns beschenkt und alles war so, wie ich es immer wollte. Gemeinsam mit den Hörnchen habe ich geerntet, im strömenden Regen. Buschbohnen gab es, einen ganzen Eimer voll. 


Zum Abend haben die Hörnchen ambitioniert Bohnen geschnibbelt und das besonders ambitionierte C-Hörnchen hat sogar ihren Finger filitiert. Das bisschen Blut war schnell vergessen und so gab es bald eine tolle Pfanne mit höchst-eigenen Bohnen und Kartoffeln. Denn die waren letzte Woche gut; eine ganze Schubkarre voll haben wir ausgebuddelt. 

Und weil es so schön war, haben wir noch schnell die restlichen Beete in Schuss gebracht. Grünkohl und Kürbis kommen, besonders cool sind die Erbsen und dann habe ich noch ein Feld mit einer Überraschung. Denn das was da wächst sieht zwar nett aus, ich habe aber keine Ahnung mehr was es ist. 

Kürbis
Erbsen
Überraschung

Baby-Grünkohl

Ihr seht also, wir avancieren zu qualifizierten, autarken Selbstversorgern. Einkaufen war gestern; ach nee. Da war ja Sonntag. Was mich in Wirklichkeit freut, ist das gemeinsame machen und wurschteln im Garten. Wir mit uns, nach unseren Regeln. Voll gut. 

Geständnis 

Heute ist es an der Zeit etwas einzugestehen. Als ich von 10 Jahren überall in meinen Beeten Mohn pflanzte, sagten alle:“Tuh das nicht! Mohn ist grässlich, Mohn geht nie wieder weg und Mohn ist nicht schön!“ Ich war stuhr und sähte Mohn. Viel Mohn. 

Inzwischen, nach wie gesagt 10 Jahren, ist der Mohn noch nicht überall; aber er arbeitet dran. Ich gestehe ein, er ist fast nie schön, die meiste Zeit einfach nur grün. Und das größte Problem am Mohn ist seine Frucht. Denn meine Hörnchen finden viel Gefallen daran, den Mohn aus den trockenen Kapseln zu sammeln und ihn im ganzen Garten zu verteilen. Und als unsere eigene Mammut-Plantage nicht ausreichen würde, sammeln sie auch noch den Mohn der Nachbarn ab um auch diesen dann zu sähen.  

Ich muss zugeben, Mohn ist grässlich, fast immer hässlich und man wird ihn nie wieder los; vor allem wenn man Kinder hat.