Danke Verdi

Eine schnelle Einigung ist getroffen; dieses Mal. Als 2015 die Erzieher streikten, ließ man die Eltern und ihre Kinder 5 Wochen ausharren, ohne Ergebnis. 

Diesesmal haben alle gestreikt, Flughafen und all so wichtige Punkte. Da ging es fix. Logisch. Und das Ergebnis kann sich sehen lassen: 2,4% in diesem Jahr, und nich einmal 2,35% im kommenden. Da mein Mann auch in der Peripherie des TVÖD angestellt ist, betrifft dieses satte Plus sogar uns ganz persönlich! 

Wir sagen  Danke Verdi! Für +38,40€ in diesem und + 37,60€ im kommenden; pro Monat verseht sich. Das macht was aus, das hat sich gelohnt; vor allem weil es ja so enorm schnell ging. 

Bedenke ich, dass im vergangenen Jahr etliche Erzieherinnen für ein Plus von 10€ im Monat wochenlang streiken mussten.. Das hätte man doch in Sekunden abhandeln müssen können. 

Um die Wette leiden 

Seit gut vier Wochen streiken nun die Kitas.  Seit vier Wochen nun werden Kinder verschoben, herumgereicht und durcheinander betreut. 

Ich habe das große Glück, dass meine zwei fast durchgängig in einem der Notdiensthäuser untergekommen sind.  Glück, na ja. Sagen wir, ich habe beim ‚um die Wette leiden‘ gewonnen. 

Es ist halt so. Jedes 10. Kind bekommt einen Platz. Und so langsam wird es eng. So spielen sich jeden Tag aufs neue grässliche Szenen in den Fluren der Kita an. Jeder versucht deutlich zu machen, warum gerade er so dringend einen der wenigen Plätze braucht. Und so tritt jeder sein persönliches Leid breit. Ganz breit. 

Dabei geht es doch immer wieder nur um Gerechtigkeit. Gerechte Bezahlung, nicht nur für Erzieher. Gerechte Betreuung,  für alle. Es ist kein Probelm von Sozialberufen, es ist ein grundsätzliches Problem. Und es kotz mich an.