#Alltagsliebe

Im Rahmen einer Blogparade bin ich aufgefordert mich zum Thema #Alltagsliebe zu äussern. Unter diesem Hashtag soll das gesammelt werden, was unsere Tage in all dem politischen und religiösen Zerstörungswahn aufhellt, all das was uns sagt:“Alles wird gut!“

In meinem Garten wird alles gut. Obwohl keiner was tut wachsen Blumen und Bäume. In meinem Garten bin ich frei, und mit mir sind es meine Kinder. In ihrem Baum sind sie das was sie sind; laut, glücklich, Kind. Keine Pflicht, keine Dogmen. In meinem Garten kann man mit neun noch total sechs sein und keiner sieht es. Und Mann kann mit fünf schon fast sieben sein weil man plötzlich auf den Baum klettern kann. In meinem Garten weiß ich das alles gut ist, weil ich Picknick machen kann, mit Popcorn auf ner alten Decke. Und abends kann ich heimlich im Garten rauchen, und keiner merkt was, denn der heiße Rauch verfliegt ganz schnell und alles ist gut. In meinem Garten kann ich laut lachen und verschwörerische Theorien entwickeln. Ich muss nie Staubsaugen und der Tag ist mein Freund. Hier ist die Welt in Ordnung, zumindest meine. 

Wettervorhersage 

„Mama? Regnet es heute noch?“ Fragt C-Hörnchen. Ich antworte, dass ich es nicht weiß. C-Hörnchen sagt:

„Aber es könnte heute noch regnen!“ „Ja, das kann sein.“ gebe ich zur Antwort. 

„Marianne (die Erzieherin) sagt aber es wird heute bestimmt regnen!“ teilt das Hörnchen weiter mit. Abermals stimme ich zu, dass es tatsächlich sein könne, dass noch Regen käme. 

Unser Gespräch geht weiter:

Hörnchen:“Aber Marianne weiß nich genau ob Regen kommt!“

Mama:“Ich weiß es halt auch nicht genau.“

Hörnchen:“Aber Marianne sagt es könnte Regen kommen. Aber sie weiß es nicht genau.“

Mama:“So ist es ja auch. Vielleicht kommt Regen, vielleicht auch nicht.“ 

Hörnchen:“Aber Marianne weiß es auch nicht genau!“

Mama:“Hörnchen? Was ist denn mit dem Regen? Ist das schlimm wenn der kommt? Oder ist der wichtig?“ 

Hörnchen:“Nein Mama! Wenn der Regen kommt wird es nass!“ 

Also Leute! Heute könnte es regnen, vielleicht. Vielleicht auch nicht. Aber seht euch vor! Wenn es regnen sollte, würde es nass werden.   

Es reicht jetzt!

Es ist nicht mein Lieblingsthema und eigentlich habe ich es mir zum Grundsatz gemacht, es zu so mögen wie es ist. Jede Ausprägung hat was für sich! Schnee ist wunderbar still und sinnlich. Er glitzert und verzaubert alles. Sturm ist beeindruckend und imposant! Gewitter sind faszinierend und ein Platzregen kann mich zum staunen bringen. Die erste Wärme im Frühling ist betörend und noch ganz unwirklich, und wenn es das erste mal wirklich warm ist freut sich jede Zelle meines Körpers. Tatsächlich bin ich am Ende eines jeden Winters wie erfroren. Ich habe das Gefühl der Kälte nichts mehr entgegenzusetzen zu haben, ich bin unbeweglich und schleppe Wärmflaschen mit mir spazieren. Bis auf die Knochen friere ich dann, dauernd und schnell. 

Und so kommt es, dass in mich nun doch einmal über das Wetter beschweren muss. Es ist so entsetzlich kalt. Ich kann jetzt nicht mehr. Kaffee, warmer Tee, Lage um Lage an Klamotten und auch Decken nützen nichts mehr. Mein Sonnenspeiche ist aufgebraucht. Ich will Sonne. Ich will bitte bitte einfach malwieder einen Tag lang nicht frieren.  Ich möchte auf einer Bank sitzen ohne zu bibbern, ich möchte Fahrrad fahren ohne es zu verfluchen. Ich möchte im Garten sein, ich möchte das frische Grün genießen. Schluss jetzt! Ich will Sonne. 

Live aus den Tropen

Hier ist es grad ufff!! Die Luft steht, es klebt und kreucht. 

Bei einer sagenhaften Luftfeuchtigkeit von unsagbaren 82% hat es mein Duschhandtuch geschafft, übernacht muffig zu werden. Unser Fußboden ist so klebebackig, als ob er mit Obst eingerieben wurde. Die Krümel und der Sand knirschen nicht wie sonst, sie bilden einen matschigen Film.  Wischen kann ich nicht, die sogenannte Restfeuchtigkeit würde unsere Räume in einen Pool verwandeln. Die Luftfeuchtigkeit verwandelt Malpapier in Papmarche‘ und mein Gehirn in Rote Grütze. 

Da bleibt einem nichts zu tun, als immer und immer wieder auf den Regenradar zu glotzen und das nächste Gewitter herbei zu gaffen. Bisher zumindest weitestgehend erfolglos. Eben hat es mächtig gedonnert, drei Tropfen fielen auf den heißen Stein. Seit dem sind es nicht mehr 78%, sondern 82. 

Ein kalter Schauer

Ja, ein kalter Schauer lief mir heut den Rücken herunter. Ehrfürchtig und etwas hilflos stand ich da, …

… unter dem Vordach meiner bzw. D-Hörnchens Tagesmutter. Es goss. Es schüttete. Es regnete wahre Sturzbäche und alles Hoffen und Warten nützte nichts. B-, C- und D-Hörnchen und ich mussten da raus. Raus in dieses Unwetter, dieses Gewitter. Grollen, Blitzen. Alles und immer wieder. Aber was sollten wir tun, in schon 20 Minuten würde das A-Hörnchen vor der Tür stehen. Vor unserer. Also los. 

Ja! Und dann lief mir der Schauer den Rücken herunter. Bin in den Schlüpfer; bis in die Schuhe. Und er lief den Kindern in die Regenhosen und alles war nass nass nass. Und kalt. Sehr kalt. Und die Kinder hatten Spaß.