Smoke on the water

Wusstet ihr,…

…dass das Lied „smoke on the water“ von Deep Purple von der Geschichte eines Brandes in einem Casino von Montreux erzählt?

Deep Purple waren 1971 in Montreux um in einem mobilen Plattenstudio das späterer Album „Machine Head“ aufzunehmen. Das mobile Studio war von den Rolling Stones gemietet und sollte im Casino von Montreux zum Einsatz kommen. Am Vorabend der ersten Aufnahmen kam es im Casino zu einem Brand. Die genauen Vorgänge sind im Lied verarbeitet, so zum Beispiel der Einsatz von Claude Nods „Funky Claude was running in and out/Pulling kids out the ground„. Der Refrain des Titels beschreibt den Rauch des brennenden Casinos der über den Genfer See zieht. Der bezaubernde Arbeitstitel von „smoke on the water“ lautete im übrigen: „Durth durth durth“, was das markanten Eingangsriff des Stückes wiedergeben soll.

Verletzt wurde bei dem Brand glücklicherweise niemand, und auch das Equipment der Stones blieb intakt.

Johnny Thunders

Grad schenkte mir die Shuffle-Funktion von Spotify „Das Wort zum Sonntag“ von den Toten Hosen. Lange nicht gehört, ganz lang! „So lange Johnny Thunders lebt, so lange bleib ich ein Punk…“ singt Campino und gibt mir das Gefühl alles sei gut.

Johnny Thunders, denke ich. Wer ist das eigentlich? Und so Google ich mich schlau. Amerikanische Punk-Ikone der 70er und 80er Jahre. Bis 1975 Gitarrist der „New York Dolls“, bis 1978 bei den „Heartbreakers“ und danach solo unterwegs. Großer Einfluss in der Punk-Szene, viel zitiert, Heroinabhängig und dann das! Johnny Thunders ist tot! 1991 verstorben, an den Folgen seines Konsums.

„Ich bin noch keine 60 und ich bin auch nicht nah dran.. und wenn ich wirklich einmal anders bin, ist mir das heute noch scheiss egal.“

Johnny Thunders lebt gar nicht mehr, die Hosen machen keinen Punk und was ist eigentlich mit mir? Immerhin, die Vorstellung alles sei gut, so lange Johnny Thunders lebt, stammt in meinem Fall aus den mittleren 90ern, aus einer Zeit, in der Er schon tot war. Somit war also noch nie alles ok – oder eben doch schon immer. Alles ist gut, ich bin noch keine 60 und eines Tages werde ich es dennoch sein. So oder so.

Gut zu wissen

Wusstet ihr, dass „nothing else matthers“ von Metallica während eines Telfonates entstanden ist?

James Hetfield habe mit dem Telefon in der linken und der Gitarre auf dem Schoß ein Telefonat geführt und sich mit dem Spielen auf der Gitarre die Zeit vertrieben. Hierdurch seien auch die gebrochenen E-Mol Akkorde zustande gekommen; schließlich war die Greifhand beschäftigt.

Ein zauberhaftes Lied ist es eh, aber jetzt mag ich es noch mehr. Es ist quasi eine akustische Telefon-Kritzelei.

Glück im Unglück

A-Hörnchen ist im Krankenhaus. Und Krankenhaus, das weiß ja jedes Kind, ist doof. Langweilig, laut, durcheinander und einfach kein Ort um gesund zu werden. Als wir gestern in dem verwaisten Dreibettzimmer ankamen und A-Hörnchen das mittlerer Bett bezog, war uns flau im Magen. Ein weiterer Gast würde dazu kommen; bald. Weder A-Hörnchen noch ich sprachen es aus, jedoch hatten wir beide echte Bedenken was den Zimmergenossen anging. Schreiende Kleinkinder, Babys, doofe Kinder. Die imaginäre Palette der ungemütlichen Nachbarn war groß und dann ging die Tür auf…

Durch die Tür trat ein Teenie, zurückhaltend und freundlich. Er bezog das Bett am Fenster und stellte sich als Faris vor. Schnell kamen die beiden ins Gespräch, Faris eher forsch, A-Hörnchen kaum hörbar. Aber sie klönten und es war gut. Bald zeigten sich ein paar Gemeinsamkeiten. Star Wars ist cool, und beide spielen Gitarre. Zwar liegen Welten zwischen dem Leben eines 9-jährigen und dem eines 16-jährigen, aber dennoch stimmte die Chemie. Und so kam es, dass ich eben zwei Jungs zurück ließ, die auf ihren sterilen Krankenhausbetten sassen, im Schlafanzug mit strubbeligen Haaren, Kanüle im Arm und EKG an der Brust und vollkommen zufrieden auf ihren Gitarren spielten. Es war friedlich und hatte etwas entspannendes. Und trotz aller Widrigkeiten wirkte keiner von beiden ersthaft unzufrieden.

Und so kam es, dass Krankenhaus zwar immer noch ganzschön doof, irgendwie aber doch nicht so doof ist. Und als A-Hörnchen die Nachricht bekam, dass er noch eine weitere Nacht bleiben müsse, grinste er verschmitzt und sagte: „Eigentlich ist es ganz gut hier! Zu Hause nerven ja nur die Kleinen.“ Und wahrscheinlich ist das so. Während er zu Hause immer der Große sein muss und ständig mit Toben und Hottitotti konfrontiert ist, kann er im Krankenhaus einfach mal abhängen, klein sein und die vermeintliche Ruhe genießen. Es kommt doch irgendwie immer alles auf den Blickwinkel an.

And nothing else matthers 

Als ewig gestriger Metallica-Fan gehört das Intro von ‚Nothing else matthers‘ für mich noch immer zu den schönsten Dingen die man meinem Ohr anbieten kann. Schon der erste Ton sorgt für tiefe Entspannung und ich bin weg. Als ich es zum ersten Mal live gehört habe quittierte mein Hirn es mit einem Weinkrampf. 

Als mein A-Hörnchen vor zwei Jahren begonnen hat Gitarre zu lernen, äußerte ich den Wunsch, dieses Lied einmal von ihm gespielt zu bekommen. Bislang war er stundenlang mit einzelnen Noten  und Kinderliedern beschäftigt. Die für ‚Nothing else matthers‘ notwendigen Töne waren jedoch immernoch in weiter weiter Ferne. Gesten Abend kam mein Hörnchen runter und wolllte mit etwas vorspielen. Ich setzte mich und erwartete Pippi Langstrumpf; zum 300. Mal. Dann spielte mein Sohn mir ‚Nothing else matthers‘. Er hat sich die Melodie selber zusammengesucht, viel probiert und am Ende bis auf Kleinigkeiten einen Volltreffer gelandet. So wunderschön habe ich das Lied noch nie gehört; und werde ich es warscheinlich auch nie wieder hören! 

Eric Clapton -Ein Traum

Ich träumte..

Meine Freundin bekam zum Geburtstag von ihrem Vater ein Gitarrencoaching bei Eric Clapton himself. Aus lauter Nettigkeit und Freundschaft nahm sie mich als Begleitung mit. So kamen wir in ein recht tristes Bürogebäude und da saß er: Eric Clapton! Er begrüßte und freundlich, in der Hand eine Gitarre. Die Gitarre war etwas speziell. Der Corpus war aus edlem dunklem Holz, mittig drauf vier Buttons. Saiten hatte sie keine. Am nackten Hals war oben ein Lautsprecher angebracht. Die Gitarre sah aus wie ein edles Kinderspielzeug. 

Gemeinsam setzten wir uns und Eric Clapton erklärte:“Playing the guitar ist quite easy! You just push button no. one, sing a song, and than push button no. two and listen to your song.“ Beeindruckt probierte meine Freundin die Technik aus und auch ich durfte einmal testen. Eric Clapton war sehr stolz auf seine Technik. Ebenfalls voller Stolz erklärte er weiter, dass Button Nummer drei und vier für Effekte in der Aufnahme wären, zum Beispiel „wahhwahh“. Erkenntnisreich endete das Gitarrencoaching.

Während des ganzen Traums spielte mein Hirn quasi im Off „Please forgive me“ von Brian Adams ab. Ich glaube es versuchte so, sich bei mir für diesen Unfug zu entschuldigen. Nach dem Traum wurde ich wach. Es war 4.00 am Morgen. Ich ging zum Klo, überdachte den Traum und bekam einen Lachkrampf. So saß ich da, mitten in der Nacht, und konnte nicht mehr aufhören zu lachen. 

Konzert 

Muttis Nerven auf harter Probe! A-Hörnchen hat heute ein Gitarrenkonzert gespielt. In einem Ensemble von 11 Gitarren spielte er ganz großartig die dritte Gegige; nein, Gitarre. Die Atmosphäre war gewaltig, das Konzert fand in einem alten Pumpwerk statt. 


Was soll sagen, vor Stolz und Rührung blieb kein Auge trocken. Es war ein großer Tag, eine großartige Leistung und ich bin einfach stolz auf mein Kind! Schön zu sehen, dass das viele Üben sich am Ende gelohnt hat und das Hörnchen so viel Applaus geerntete hat. 

Ich nerv‘ mich selber

Heute Abend war das A-Hörnchen am Gitarre üben. Ich kam dazu, und schaute ihm ein Moment über die Schulter. Schon bald fiel mir der volle Mülleimer auf und ich begann mich über die Rest seines Zimmers her zu machen. Ich war ein bisschen hier, ein bisschen da, und vergaß vielleicht ein kleines bisschen, dass mein Sohn gerade am üben war.
Irgendwann wollte er mir etwas bestimmtes zeigen, und rutschte du zu diesem Zwecke etwas zur Seite. Hierbei stieß er seinen Notenständer um. Im nächsten Schritt, drehte er sich nach hinten, um die Gitarre in ihren Ständer zu stellen. Hierbei fiel auch der Gitarrenständer um. Vollkommen verständnislos sah ich meinen Sohn an und sagte:“Man du nervst!“
Mein Kind verdrehte die Augen, schüttelte den Kopf und antwortete :“Mama ich Nerv mich selber!“
Mit dieser Aussage traf er den Nagel sowas von auf den Kopf! Manchmal ist man so doof, dass man sich selber kaum leiden kann. Manchmal geht man sich total auf die Nerven und kann noch nicht mal was dagegen tun. In diesem Falle, ging insbesondere ICH ihM wahrscheinlich auf die Nerven; und er war so höflich, die Schuld dafür auf sich zu nehmen. Was für ein liebes Kind!

… so wie Farin!


Unter Ehrgeiz (auch: Ambition) versteht man das im Charakter verankerte Streben eines Menschen nach persönlichen Zielen, wie LeistungErfolgAnerkennungEinflussFührungWissen oder Macht. Anders als „Engagement“ ist Ehrgeiz eher auf den eigenen Nutzen als auf altruistischeZiele gerichtet. Anders als das Besitzstreben ist Ehrgeiz allerdings nicht oder höchstens indirekt auf materielle Vorteile gerichtet.

Was erst mal sinnvoll klingt, kann einem kleinen Menschen schon mal um den Verstand bringen. Vor allem dann, wenn es mit 

Ungeduld; Unfähigkeit, sich zu gedulden, etwas ruhig, gelassen abzuwarten, zu ertragen, durchzuführen; Mangel an Geduld. 

    korreliert. 

    Mein A-Hörnchen lernt Gitarre. Seit etwa einem halben Jahr. Und er macht das gut. Er kann schon sechs Noten, er greift gut und zupft toll. Und immer und immer wieder sitzt er schreiend weinend vor seinem Notenständer und ist verzweifelt weil er es immer noch nicht kann. „Farin! Farin Urlaub kann das richtig gut! So will ich auch spielen!“ 

    Ja,  Schatz! Farin ist toll. Und Macht das schon seit fast 40 Jahren jeden Tag. Jeden verdammten mistigen Tag. Und ich will nicht wissen wie oft Farin schreiend vor seinen Noten gesessen hat.