Mein Lieblingsmensch

Habe ich euch schon mal von meiner Schwester erzählt? Einige wenige von euch kenne sie in echt, andere haben hier vielleicht schon mal einen Kommentar von ‚Schwester‘ gelesen – das ist sie. Und heute möchte ich erzählen, wie ganz besonders toll meine Schwester ist. Zwar haben viele eine, jedoch ist meine die Beste. 

Meine Schwester wurde mir 1,5 Jahre nach meiner Geburt übereignet. Zunächst war ich wenig begeistert von der unverhofften Konkurrenz. Ich zog das arme Ding an den Füßen über Türschwellen, so erzählt man sich. Schon bald aber war eins klar: Ohne Schwester ist alles doof. So wurde mein Dauerspielpartner schon bald meine beste Freundin und selbst unsere nicht ganz harmlosen Pubertäten verbrachten wir in weiten Teilen gemeinsam. 

Heute weiß ich mehr denn jeh wie großartig und einzigartig es ist einen Menschen auf dieser Welt zu haben, der einen schon immer kennt, ähnlich sozialisiert ist und vor dem man sich nicht zu verstellen braucht. Es ist einfach wundervoll wenn ein Seufzen oder ein Atmen ausreicht um auszudrücken was 1000 Worte doch nicht sagen können. Es ist so einfach wenn jemand weiß was man fühlt, einfach weil es so ist wie es schon immer war. Es ist so richtig wenn man Hilfe nehmen und geben und brauchen und schenken kann, ohne das viele Worte oder Erklärungen von Nöten sind. 

Ich hoffe, dass meine Hörnchen diese einzigartige zu Liebe erkennen und nutzen lernen. Eine Schwester zu habe ist der größte Segen und das beste Geschnek der Welt; wenn man es annimmt. Ich freue mich jeden Tag über meine, und doppelt wenn wir uns sehen. Ich bin dankbar, dass die mir gemacht wurde. 

Große-Kinder-Urlaub

Heute folgen A-Hörnchen, B-Hörnchen und ich einer feinen, kleinen Tradition. Wir fahren in unseren 2. ‚Große-Kinder-Urlaub‘.

Was das ist? Na, eine drei-tägige Ausfahrt ganz ohne Minis. Keine Windeln, keine Mittagschläfer, kein Warten, kein Geheule,… Einfach mal keine Rücksicht auf die Kurzen nehmen müssen. 

Schon im letzten Jahr haben wir sowas gemacht und haben drei herrlich spartanische Tage in einer Jugendherberge verbracht. Ganz viel machen, wenig schlafen und keine festen Zeiten; alles so Dinge, die mit den Kleinen einfach schlecht gehen. 

Ich freue mich auf die Tage und ich freue mich, dass ich so rücksichtsvolle, grosse Kinder habe, die an ca. 361 Tagen im Jahr ihre Rollen als ‚Große Geschwister‘ besser ausfüllen, als ich es jemals gekonnt habe. 

Die Leiden der jungen ‚C‘

Da packt das Geburtstagshörnchen um Ca. 9.30 Uhr endlich seine Geschenke aus, und dann sowas. 

Ins besondere C-Hörnchen könnte es kaum erwarten, dass die Päckchen endlich geöffnet werden. D-Hörnchen aber war Ultra-gelassen. Er machte das erste Paket auf, fand Bagger, spielte Bagger. 

Und das war dann Geschenke auspacken für’s erste. Er war laaaange sehr sehr glücklich mit seinem Bagger. C-Hörnchen hingegen hatte sehr zu leiden. Sie saß verzweifelt vor den Geschenken und wäre fast geplatzt. Arme Maus!!

Tür öffnen

Meine Mädels streiten seit Wochen darum, wer beim Verlassen des Hauses, die Tür öffnen darf. Das Modell „Abwechseln“ scheiterte, ebenso wie die Modelle „Schreien“ und „Prügeln“. 

Nun sollte ich entscheiden, wer diese wichtige Tätigkeit ausführt. Ich entschied, mich daraus zu halten, was soll der Blödsinn auch. 

Daraufhin beschloss das B-Hörnchen, dass sie jetzt gar nicht mehr die Tür auf machen wollte. Das wäre schließlich doof. Hierauf zog auch das C-Hörnchen nach und verkündete ihrerseits, dass sie NICHT die Absicht hätte die Tür zu öffnen. 

Im folgenden stritten sie nach Kräften darum, wer denn jetzt die Tür aufmachen müsse. An dieser Stelle klinkte ich mich aus. Sowas beklopptes.