Worauf es ankommt

Meine Haushaltsführung, die damit verbundene Überforderung und vor allem die Unzufriedenheit waren hier immer mal Thema. War es zu Hause schick und schön, litten Kinder und Job, ließ ich den Haushalt schleifen, war ich auf kurz oder lang schlimm unzufrieden, weil es nicht mehr schick und schön war. In dieser Schleife befand ich mich die letzten Jahre. Um einen Ausweg zu finden, habe ich verschiedene Modelle versucht: Mehr Tolaneranz meinerseits (es ist ja gar nicht so schlimm hier…), mehr Mithilfe der Kinder (was oftmals in noch mehr Arbeit endete), gemeinsames Putzen am Wochenende (und, wie war dein Wochenende so?) und immer wieder auch die Suche nach einer Haushaltshilfe. Letztere könnte ich jetzt gefunden haben.

Vergangenen Freitag war sie da und ich muss gar nicht viel sagen; wenn das alles so weiter geht, wie es begonnen hat, habe ich endlich ein Problem weniger. Nach einer kurzen Einweisung ging ich zur Arbeit und als ich nach Hause kam, war endlich alles gut. Anstatt schon beim Reinkommen genervt zu sein, startete ich mit einem wohligen Räkeln ins Wochenende. Anstatt mich über den dreckigen Fußboden aufzuregen, tobten wir zunächst ausgelassen in der Küche um dann entspannt zu essen. In die Wochenendplanung musste kein Kloputzen und Durchsaugen aufgenommen werden, so dass wir am Samstag Vormittag zwei Stunden lang gemeinsam malten und puzzelten und später eine Torte backten. Wir hatten Zeit!

Und spätestens hier wird mehr als deutlich, worum es im Leben zu gehen hat. Entspannt miteinander, zufrieden und ohne Stress. „Krass, du leistest Dir eine Putzfrau?!“, sagte eine Nachbarin am Freitag und heute kann ich sagen: Nein! Ich leiste mir wertvolle Stunden mit meiner Bande, in denen ich mich um nichts kümmern muss als um uns. Diese paar Euro sind das best-angelegteste Geld, das ich jemals ausgegeben habe!!

Hotelsachen

Eine Nacht in Amsterdam mit dem A-Hörnchen. Ich buchte ein Hotel, es sollte die erste Nacht des Hörnchens im Hotel werden. Ich las Bewertungen und suchte sorgsam aus. Schließlich sollte es etwas besonderes werden. Das wurde es ..

Die Gegend, in der das Hotel lag war .. interessant. Plattenbau und vielfältige Gastronomie; genau betrachtet hätte ich dort im Dunkeln nicht umhergehen wollen, es war echt spooky! Vor dem Eingang des Hotels eine riesen Baustelle, die Straße wird erneut; na gut! In der Lobby angekommen dominiert zunächst Staub das Bild. Erst auf den zweiten Blick realisiere ich, dass auch das Hotel offenbar eine Baustelle ist.

Wir checken ein und beziehen das Zimmer. Ein Vierbettzimmer wartet auf uns, gebucht war das nicht. Es riecht penetrant nach Mensch. Schwitzender Mann mit Rasierwasser liegt in der Luft, durchzogen von kaltem Zigarettenrauch. Die weiß bezogenen Betten sind dreckig, auch der Rest des Zimmers ist nicht sauber. Die Strassenbaustelle hämmert gnadenlos.

Ich reklamiere. Wir bekommen ein Zweibettzimmer zur anderen Seite. Die Baustelle ist hier leiser, lediglich die internen Renovierungsarbeiten sind zu hören. Das Zimmer riecht nicht so extrem und ist.. etwas sauberer. Die Betten haben Flecken, in der Gardine kleben undefinierbare Essensreste. Alles ist eben etwas schlecht gepflegt. Das A-Hörnchen ist dennoch begeistert und so beschließe ich, es gut sein zu lassen; um ihm das Erlebnis nicht zu nehmen. Am Morgen, als wir um 7.00 Uhr von intern ratternden Bohrmaschinen geweckt werden, ist alles überzogen von feinem Baustaub. Die Atemwege brennen, nach einer Dusche ist es etwas besser.

Beim Frühstück angekommen traf micht fast der Schlag. Der miefige Kellerraum offenbarte uns das liebloseste Buffet aller Zeiten und ich lasse an dieser Stelle Bilder sprechen…

Nein, es hat nicht geschmeckt und nein, es war nicht ganz ok. Es war wirklich furchtbar. Ich bin nicht kleinlich, brauche keinen Luxus. Ich brauche nicht viel und habe geringe Ansprüche. Wenig Auswahl am Buffet, egal. Einfache Einrichtung, ist mir Wurscht. Auch mit Camping oder einer Nacht im Auto kann ich leben. Aber derart verdreckt und ungepflegt, wie es da war..

Mir tut es in der Seele weh, dass dieser Reinfall die erste Hotel-Erfahrung meines Hörnchens sein musste. Denn spätestens beim Frühstück hatte auch er bemerkt, dass das alles nicht ganz ok ist. Natürlich haben ich den Preis gedrückt, 10% waren drin. Die doofe Erfahrung und die wenig erholsamen Stunden machen die ersparten 9,50€ nicht wieder gut.

Amsterdam

Vor etwa drei Monaten bat das A-Hörnchen darum, das Anne Frank Haus in Amsterdam besuchen zu dürfen. Ich gab ihm zu verstehen, dass er zunächst das Buch lesen solle. Wir würden uns gemeinsam in die Thematik einarbeiten und dann sei das kein Problem. Da mein Sohn nicht liest, niemals nicht, datierte ich die Reise in etwa auf Sommer 2026.

Drei Tage später hatte er das Hörnchen das Hörbuch durch; der Fuchs.

Heute war der große Tag. Wir brauchen in aller Frühe mit dem Zug nach Amsterdam auf; mit den Zügen um genau zu sein, denn wir stiegen fünf mal um. Keine Probleme, alles rollt. In Amsterdam beschlossen wir die traditionelle Form der Fortbewegung zu wählen und mieteten Fahrräder.

Fahrrad in Amsterdam hat es in sich. Eine wahre Freude sind die gut ausgebauten Radwege. Überall gibt es Fahrrad-Autobahnen, fast überall haben Radfahrer Vorrang, so dass man fix voran kommt. Weniger leicht hatten wir es mit dem enormen Verkehrsaufkommen. Massen an Radfahrern, Motorroller auf den Radwegen und eine Geschwindigkeit, die wir auf den Mieträdern kaum halten konnten. Die ins Gesamt 15 zurückgelegten Kilometer waren in Auszügen extrem stressig, in andern aber auch sehr schön.

Durchgängig stressig war die Orientierung. Ich bin eh schlecht orientiert. In einer fremden Grossstadt, dominiert von Radrennen und durchzogen von Grachten, war ich nahezu aufgeschmissen. Es kostete mich alle Konzentration und endete dennoch immer wieder im Chaos. Am Ende rettete es, wie so oft, das A-Hörnchen. Er fand uns den Weg.

Natürlich besuchten wir auch das Anne-Frank- Haus. Das A-Hörnchen war gut vorbereitet, dennoch war der Besuch beeindruckend. Das Museum ist gradezu überlaufen. Glücklicherweise werden nie zu viele Menschen auf ein Mal hineingelassen, so dass man an allen Stationen gut sehen und in Ruhe dem Audio-Guide lauschen kann. Der Weg durch das Versteck ist beklemmend und unwirklich zugleich. Man bekommt einen Eindruck von dem, was Anne und die anderen dort erlebt haben müssen. Mehr als eine wage Vorstellung hingegen kann man sich kaum machen. Jahrelang in Angst zu leben, tagsüber keinen Muks zu machen und auf engstem Raum mit acht Menschen zu leben, abhängig von der Hilfe anderer. Unvorstellbar, zum Glück.

Die Nacht verbringen wir im Hotel; gradezu dekadent selbstbestimmt. Was führen wir ein gutes, freies Leben, so die Essenz des Tages.

Zoo eben

Ohne Frage, Zoo ist scheisse. Tiere in Gefangenschaft, Kommerz, Abzocke; all das eben, was man so über Zoos in Großstädten sagen kann. Dennoch waren wir heute in einem Zoo, im Zoo Hannover, und neben den oben genannten Dingen, die ich niemals müde werden werde zu sagen, war es total nett.

In vielen Teilen der Anlage wurde sehr deutlich, dass der Fokus nicht auf den Homo Sapiens lag sondern tatsächlich auf dem Wohl der Tiere. Gefangenschaft bleibt Gefangenschaft und dennoch gibt es ohne Zweifel das eine oder andere Stellrad, an dem man das Geschehen positiv (oder negativ) beeinflussen kann. Neben (relativ) viel Platz wird offenbar auf Beschäftigung gesetzt, was zwar irgendwie normal sein sollte, es aber ja leider vielerorts nicht ist.

Auf Wunsch der Kinder besuchten wir eine Robben-Show, das größte No-go in meinem Kopf. Kunststückchen unter Zwang, Schläge, Essenentzug – das waren meine Assoziationen mit diesem abscheulichen Theater. Nun muss ich gestehen, dass mein Wissen über Kegelrobben und Seelöwen sich arg in Grenzen hält. Ich kann wenig darüber sagen, ob die Tiere gut gehalten werden, ob sie Spaß an dem haben was sie da tun. Was ich aber erkennen kann, ist Bindung und eine intakte Beziehung zwischen zwei Individuen. Und an dieser Stelle war ich wirklich positiv überrascht!

Die Tiere himmelten ihre Homo Sapiens förmlich an. Sie hingen an ihren Lippen, achteten auf jede Geste und warteten begierig auf den nächsten Schritt. Auch die Trainer wirkten liebevoll und vertraut mit ihren Tieren, es war eine große Freude den verschiedenen Gespannen zuzusehen. Keine Spur von unterworfenen, gebrochenen Raubtieren, nein wirklich nicht. So wie Hund und Halter oder Pferd und Reiter bildeten sie eine funktionstüchtige Einheit, die offenbar von Vertrauen und Zuneigung geprägt war; nicht von Zwang.

Nach der Show gab es einen guten und zielgruppengerechten Exkurs zum Thema Plastik, Meere, Klima und dem Lebensraum der eben bestaunten Tiere. Ein klarer Apell wurde formuliert: Meidet Müll, Save the palnet. Und so bleibe ich zwar bei „Zoo ist kacke“, möchte aber deutlich dazu sagen, dass er, gut umgesetzt, durchaus ein Teil von Bildung sein kann. Nicht drumrum kommen Eltern meines Erachtens, die Kinder über die Auswirkungen und Bedingungen von Leben in Gefangenschaft aufzuklären und artgerechte Haltung mit ihnen zu reflektieren.

An dieser Stelle kann auch Hannover noch dazu lernen. Denn zwar ist es gut am Ball zu sein und alles Mögliche möglich zu machen, dennoch sollte meiner Meinung nach viel mehr über die Lebensräume der Tiere, die Unterschiede zum Leben in Gefangenschaft und die möglichen Auswirkungen informiert werden. Ebenfalls kann nicht oft genug erwähnt werden, wie viele Lebensräume inzwischen von Menschenhand zerstört wurden und wie viele Arten dadurch fast ausgestorben sind. Diese Thematik wurde am Rande erwähnt; mehr aber auch nicht.

Was soll ich also sagen; Zoo ist schieße Leute – ich war im Zoo – und es war gut.

🌷200 🌷

Ich möchte diesen Moment kurz mit euch teilen, mit euch 200, denen Menschen, die diesem Blögchen tatsächlich folgen. Denn heute sind es ganz genau 200. Ich bin begeistert!

Als ich 2015 startete, tat es des Schreibens wegen. Schreiben tut mir gut und ich tue es bei weitem nicht nur hier. Jeden Schritt, jeden Pups in meinem Leben schreibe ich auf. Nun, jedenfalls startete ich den Blog primär für mich und freue mich umso mehr, das jeden meiner Wirren Gedanken so vielen Menschen lesen. Natürlich ist mir bewusst, dass 200 Menschen im großen weiten Internet nix sind, dennoch freue ich mich über jeden einzelnen von euch!

Um es nicht unerwähnt zu lassen; Mütterchen•Frost gibt es auch bei Facebook; auch da gibt es eine Schar von 93 Menschen die mich lesen und auch die sind alle sowas von willkommen.

1653 Artikel haben ich bis heute verfasst; das ist viel! Und zumindest bis dato habe ich immer noch jede Menge zu sagen! Also; keep on reading. Thx!

Wenn einer eine Reise tut

Morgen fahre ich weg; ich wohlgemerkt, nicht wir. Ich fahre über vier Tage mit meiner besten Freundin nach Prag; zwei Tage Prag genau genommen und zwei Tage Reise. Zu der allgemeinen Vorfreude mischt sich die Spannung über die Unterkunft und all das. Prag ist wunderschön, das weiß ich aus zwei Aufenthalten 2002 und 2004. Kaum erwarten kann ich es, sitze auf heißen Kohlen und würde am liebsten sofort losfahren.

Allein was unternehmen, so ganz ohne Bande, ist erstaunlich. Mein inneres Schema F ist hoch-alarmiert. Bloß nichts vergessen, alles gut verstauen und nicht zu viel mitschleppen. Vor großen Aktionen fahre ich innerlich hoch und bin zwar nie ängstlich aber dennoch angespannt. Sechs Personen zu verpacken, an alles zu denken, den Zeitplan in Auge halten und dabei die Bedürfnisse aller im Blick zu halten kann ich – leicht ist es jedoch nicht. Ins besondere wenn es wuselig ist, am Bahnhof, in Innenstädten oder so, ist es nur mit höchster Aufmerksamkeit möglich alles geschmeidig zu halten.

Morgen aber fahre ich nur mit Freundin, auf die muss ich nicht aufpassen. Mein Trecking Rucksack wird und wird nicht voll, obwohl ich so viel einpacke. Viel vergessen kann ich kaum; höchste Priorität haben Schlüpper und das Ladekabel fürs Handy. Und dann geht es morgen los, nur ich und die Beste, ohne viel zu planen und ohne Stress. Ich kann es kaum erwarten!!!

Bittere Enttäuschung

Heute morgen teilte ich den drei großen Hörnchen mit, dass ich länger arbeiten müsse und nicht zu Hause sei, wenn sie aus der Schule kämen. Das Entsetzen hielt sich in Grenzen, die drei tuschelten irgendwas und waren zufrieden. Zwischen dem Kichern hörte ich deutlich die Worte „Fersehen“ und „Süßigkeiten“. Alles klar, dachte ich mir. So kann es sein.

Tja, manchmal kommt es anders und so weiter. Meine letzte Klientin kam nicht, die Arbeit war unerwartet früh zu Ende und so war ich einige Minuten vor meinen Kindern zu Hause. Unerhört!

Als erstes kam das A-Hörnchen ins Haus. Beim Anblick meiner Schuhe quäkte er laut: „Was willst duuuu denn hier??“. Begeisterung hört sich anders an, dachte ich noch bei mir und rechtfertigte meine ungeplante Anwesenheit. „Ja toll! Wir wollten was machen…“ jammerte er mit hängenden Ohren, als die zwei Mädels das Haus betraten. „Oh neee, Mama!“, motzte auch das B-Hörnchen wenig begeistert.

Und so saß ich da, mit meinem Talent und meinem Nudelauflauf. Unerwünscht wie eine Zahnwurzelentzündung, vollkommen überflüssig. Ich ergriff die Initiative und machte einen fairen Deal: „Ich esse noch schnell auf, danach fahre ich lange einkaufen und dann hole ich langsam das D-Hörnchen!“

Gerettet. Als ich laaaaange 50 Minuten später kam war es still im Haus. Etwas überdeutlich rief ich „Haaalllloooo“ beim reinkommen und 30 Sekunden später kamen sie alle drei; breit grinsend. „Wir haben gespielt!“, erklärte das C-Hörnchen schmunzelnd und ich entgegnete: „Na ein Glück habt ihr nicht heimlich ferngesehen!!“

Nichts ist cooler als wenn Brüder und Schwestern sich gegen mich verbünden. Ich feiere diese kleinen Momente sehr und lege sie sorgfältig in meinem Kopf ab – für die Momente, in denen sie sich weniger cool finden.

B I N G O

Bald fährt das D –Hörnchen mit dem Kindergarten auf Ausreise. Zwei Tage und drei Nächte wird er außer Haus sein und schon jetzt ist die Freude riesengroß. Heute gab’s dann den dazugehörigen Elternabend im Kindergarten. Als gestandene Mutter wusste ich was mich erwartet und fragte das A – Hörnchen ob er mich zu diesem Event begleiten möchte. Selbstverständlich bereiteten wir uns gut vor. Einfach nur zum Elternabend, der übrigens um 15:30 Uhr statt fand, gehen – das kann ja jeder!

Da die kommende Ausreise die 8. in meiner Karriere als Mutter ist, kannte ich alle Fragen, Bedenken, Gründe Gegen die Reise und Risiken aus dem Ff und so entwickelte ich gemeinsam mit dem A – Hörnchen ein Bingo.

„Was genau soll in den Koffer gepackt werden, wie wird sichergestellt dass die Kinder sich auch regelmäßig umziehen? Was gibt’s überhaupt zu essen, und wie kann man sich sicher sein, dass alle Kinder auch satt werden? Putzen die Kinder auch die Zähne, und vor allem tun Sie dies in ausreichendem Maß? Werden überhaupt Süßigkeiten gegessen oder werden womöglich nur Süßigkeiten gegessen? Sind Süßigkeiten überhaupt erlaubt, und wie sieht es mit Handy und Game Boy aus? Wie schlafen die Kinder, wo schlafen die Kinder, wer schläft bei wem, welches Geschlecht übernachtet neben welchem Geschlecht und was passiert überhaupt, wenn jemand nicht einschlafen kann? Was ist los wenn mein Kind weint, wenn es völlig verzweifelt ist weil ich nicht da bin oder wenn es einfach bockig ist weil es denkt ich hätte besser da sein sollen?“

Fragen über Fragen. Wir stecken sie in ein Bingo und hatten eine wunderbare Stunde im Kindergarten. Nach dem Elternabend, oder nennen wir es liebevolle Eltern Nachmittag, stand klar fest: Drei zu eins für das A-Hörnchen. Mindestens genauso klar ist übrigens die Feststellung, dass alles auf der Welt deutlich erträglicher ist wenn man einen Verrückten hat, der mit einem gemeinsamen verrückt ist.

Popo-Sachen

Das D-Hörnchen steht im Schlafanzug in der Küche. Zuvor hatte er ein Croissant und ein Brötchen gefrühstückt. Der Menne erwähnt, dass das Hörnchen so viel gegessen hätte, dass sein Bauch ganz kugelig sei. Der kleine Kerl packt seinen Bauch aus, zeigt stolz die Croissant-Kugel und klopft sich dann auf seinen Po. „Der ist auch schon ganz kugelig!“ verkündet er und ich füge hinzu, dass der kleine Po ganz genau richtig kugelig sei. D-Hörnchen freut das zu hören, haut sich nochmal kräftig auf jede Pobacke und führt dann weiter:

„Mama’s Po ist nicht genau richtig. Der ist dick und breit!“ Ich starre empört das Kind an. Starre hilfesuchend zum Mann, der leider einen Lachanfall hat. „Du bist fies!“, sage ich dem Hörnchen, worauf hin er fortfährt: „Mein Popo kann auch mal größer und breiter werden. Aber deiner Mama, der kann nie wieder klein und kugelig werden.“

Ich bin entsetzt. Was fällt dieser Ausgeburt der Hölle ein, wer bring dem Kind sowas bei und was sagt man dazu?! Der Menne lachte nach wie vor, das ebenfalls anwesende A-Hörnchen starb fast vor Pein; jemand sagt Popo… Ich musste gar nichts sagen, denn noch während ich entsetzt glotzend so da saß, auf meinem großen Popo, führe D-Hörnchen seine Ausführungen zu Ende:

„Mama’s Popo kann nur noch breiter und dicker werde. Oooder ..“. Ich begann bei dieser rhetorischen Pause Hoffnungen zu schürfen, er würde doch noch was nettes sagen, da holte der Zwerg noch einmal tief Luft und damit zum finalen Endschlag aus:

„…. ooooder: dicker und breiter!“

Der Menne hat überlebt, knapp.