Ein Tag für mich

Heute ist mein freier Tag. Zu allem Überfluss sind die Kinder bei Oma und der Menne arbeitet. Ich habe also viele viele Stunden nur für mich. Die Möglichkeiten sind endlos. Kaffee mit netten Menschen, ein Bad. Fernsehen mitten am Tag oder in Ruhe lesen. Herrlich!

Die Realität ist leider eine andere und hat mich schnell eingeholt. Da es mir seit Monaten nicht gelingt eine zuverlässige Putzhilfe zu engagieren, sieht die Welt in etwa so aus: Samstag und Sonntag ist Familie und wir machen halt was man so macht. Montag bis Donnerstag arbeite ich; zu viel wenn man es realistisch betrachtet und Freitags genieße ich meinen freien Tag – gemeinsam mit meiner Waschmaschine, dem Staubsauger und allerlei Putzitensiel. Es ist zum kotzen!

Eine Hilfe zu bekommen habe ich mehrfach versucht. Ich wäre durchaus bereit eine Haushaltshilfe anzustellen. Da eine Schwarzanstellung für mich nicht in Frage kommt, suchte ich nach 450€ Kräften, die sich über die Minijobs Zentrale anmelden lassen würden. No way, trotz guter Bezahlung und netten Arbeitsumfeld ist da nichts zu machen. Auch den Schritt über eine Agentur habe ich versucht. No way, wenn alle ihre Provisionen bekommen haben, ist der Spaß definitiv zu teuer. Also putze ich weiter; schlecht gelaunt und wirklich unzufrieden.

Treppchen 

Seit ein paar Tagen ist nach Hause kommen nochmal so schön. Wir mussten unsere Außentreppe sanieren und das ist geschehen. 

Der Menne hat das Grobe erledigt: kärchern, verputzen, spachteln, grundieren und vier mal mit hässlicher Elasitk-Farbe streichen.  Danach war die Grundsubstanz der alten Treppe gerettet und mein Teil folgte:


Ich bin ganz verliebt in mein Treppchen und die Hörnchen sind es auch. Und der Menne ist es entweder auch, oder er trägt es mit Fassung. 

Moi, war des sche ‚!

      
   
Ein gelungener Tag im Garten neigt sich dem Ende. Und was da so theatralisch anklingt, bedeutet, dass wir nun alle dreckig sind und nach Qualm stinken, der Garten mächtig gestutzt ist und es so saucool ist, dass wir nen Garten haben. Den haben wir zwar schon immer, jedoch ist er jedes Jahr wieder ein Highlight das wir sehr feiern. 

117 Monate

Dieses Jahr im April wohnen wir ganze 10 Jahre in unserem Haus. Eine wirklich lange, lange Zeit. 

Vor etwa neun Jahren bekamen wir unser erstes Kind, das A-Hörnchen. Und ich erinnere mich noch wie heute, wie ich das kleine Wesen eines Tages zum ersten Mal oben, im kleinen Bad, in der Duschwanne hatte und feststellte, dass diese total undicht ist. Von dem Tag an duschte ich regelmäßig das A-Hörnchen und später auch seine Geschwister und feudelte anschließend das ganze Bad. 

Mein Mann postulierte lange, dass ich einfach unfähig wäre und beim Duschen rumsauen würde; bis er im vergangenen Herbst zum aller ersten Mal selber dort oben duschen musste, da im Hauptbad ja renoviert wurde. Und da fiel es ihm auf: Die Dusche ist ja total undicht!! 

Seit dem sind weitere Monate vergangen und heute dann kam ich nach Hause, er strahle mich an ich teilte mir mit, er habe mir einen großen Wunsch erfüllt! Tatsächlich, nach nur 117 Monaten in diesem Haus ist die Dusche abgedichtet. Das ging ja mal flott. 

Augen auf beim Häuserkauf

Eben ging ich mit dem C-Hörnchen an einem Autohaus für sehr teure Autos vorbei. Gerade wurde ein Lamborghini fotografiert und das C-Hörnchen fragte staunend, ob wir auch mal so ein Auto haben könnten. 

„Nee“, gab ich zur Antwort. „das wäre ja fast so teuer wie unser Haus!“. Erstaunt erkundigte sich das C-Hörnchen, ob man Häuser etwa auch kaufen müsse, und ich bejahte die Frage. C-Hörnchen grübelte lange und fragte dann:“Wie groß war unser Haus da?“ „Genauso groß wie jetzt, Hörnchen.“  

Schaudernd bleib C-Hörnchen stehen. Fragenden Blickes kratzte sie sich am Kopf. „Und wie habt ihr das dann mitbekommen????“