Frohes Fest und so

Ich kann mich noch in Schemen daran erinnern, wie furchtbar aufgeregt ich damals an Heilig Abend war. Alles lief nach einem immer gleichen Plan. Vormittags spielen, Mama und Papa waren mit Dingen beschäftigt. Am frühen Nachmittag saßen wir in der Küche, aßen und sahen ausnahmsweise in der fern. Meine Eltern hatten einen alten schwarz-weiß Fernseher, bei dem man die Sender mit so einem Rädchen einstellen musste, den packten sie zu diesem Anlass aus. So sahen wir irgendetwas in der Flimmerkiste, Bauchweh vor Aufregung und all das. Anschließend gingen wir spazieren, im halbdunkeln. Und man glaubt es nicht, genau in dem Moment kam immer der Weihnachtsmann. Jedes Mal. Den geschmückten Tannenbaum sahen wir Kinder erst zur Bescherung, denn das Wohnzimmer war am 24.12. geschlossen. Im Grunde was es immer gleich, mal mit Oma und Opa, mal mit Onkel und Tante. Es war einfach und beschaulich und dadurch gut!

Auch meine Hörnchen sind zum platzen gespannt. Den Vornittag haben sie tapfer gespielt und ein wenig geholfen. Die gröbsten Vorbereitungen sind abgeschlossen, in 1 Stunde kommen Oma und Opa. Jetzt grad sehen sie fern, ausnahmsweise. Unser Baum hingegen steht schon seit 1,5 Wochen und spielt Uno. Und später wird alles seinen Lauf nehmen, beschaulich und einfach und eben genau dadurch gut!

Frohes Fest euch da draußen.