Hoch-herbstliche Gesamtlage

Es herbstet ganz gewaltig. Sturm und Regen und kalt und drei Pullis statt zwei. Fast hatte ich vergessen wie es ist, ernsthaft zu frieren, während man eilig eine Zigarette durchzieht und mir ständig meine Haare in die Glut wehen. Ja, so war Herbst, nervig mit wunderbar.

Überall liegt Laub und ich liebe den würzig klammen Geruch, den es versprüht, während man mit dem Fahrrad auf ihm ausrutscht und sich nur fast was reißt; ein Band oder zwei. Die Luft ist so feucht, sie klebt fast im Gesicht und kräuselt meine Locken noch mehr als sonst. Ein wenig widerspenstig ist er wohl, aber das bin ich auch.

Und am Abend, wenn ich den Ofen nicht anbekommen habe, weil es so weht. Wenn es kalt ist in der Küche und alle beisammen sitzen, dann gibt es Suppe. Denn Suppe wärmt von innen und macht froh. Und ja, warscheinlich ist das auch so. Ab heute ist der Herbst nun da, und ich glaube ich mag ihn. Und wenn ich ganz genau hinhöre, dann verspricht er mir Schnee.

How to gesund bleib

Es wird Herbst. Wir merken das daran, dass die Hörnchen kranken und es schnieft und schnorcht. Ein bisschen Husten hier, ne Schnotternase da und irgehdwie bin auch ich nicht ganz intakt. „Obstsalat!“, beschloss das Völkchen, und Pfannekuchen dazu. Ich stimmte zu und sie legten los.

A- und C-Hörnchen gingen einkaufen und besorgten lauter gesundes Obst: Äpfel, Birnen, Pfirsich und Champignons – ein Genuss. Anschließend schnibbelten sie munter drauf los, machten den Teig für die Pannekoken, karamellisierten das Obst und brieten alles ab. Das Resultat konnte sich sehen lassen und ganz bestimmt hat es uns ein bisschen gesünder gemacht. Und ja, ich gebe es zu, die Champignons habe ich aus dem Obstsalat diskutiert. Sie wurden roh dazu nicht verspeist.

Es werde licht 

Im Winter ziehen wir eine Lichterkette in den Kletterbaum. B-Hörnchen, die ungeschlagene Kletterkönigin, fragt schon länger wann es endlich soweit ist. Papa sagte immer:“ Wenn die Blätter ab sind.“ Gestern hat B-Hörnchen dann die Initiative ergriffen:


Kurzerhand hat sie die restlichen Blätter vom Baum geschüttelt und dabei gesungen:“Die Herbst, die Herbst, die Herbst ist da..!“ 

Heute war es dann endlich soweit; es werde Licht. Papa und B-Hörnchen haben die Lichterkette in den Baum gehängt und wir haben den eingezogenen Winter im Garten mit Feuer, Stockbrot und Fleischkäse gefeiert. B-Hörnchen ist selig. Denn von ihrem Bett aus blickt sie jetzt auf ihren geliebten, erleuchteten Baum. Gibt es ein besseres Nachtlicht?

Ein Wochenende auf dem Land

Freunde luden zum gemeinschaftlichen Saftpressen. Es war ein Fest! Zwei Tage mit vielen Kindern auf dem Land. Äpfel, Birnen und Quitten schreddern und pressen, Lagerfeuer, Stockbrot, Höhlen im Wald und Trecker fahren. Besser geht es kaum!!


Wir bedanken uns für die wunderschönen Tage!!

Brot mit Bucheckern

Im Herbst werden wir zu Eichhörnchen und sammeln Bucheckern. Jedes Jahr ein langwieriges Vergnügen mit einem tollen Ergebnis. Ein selbstgemachtes Brot mit Buckeckern. Die Hörnchen würden am liebsten auch das Mehl selber mahlen, jedoch will keiner diese Mengen pulen. Jede einzelne Ecke muss aufgepult werden und die Frucht entnommen. Dann werden die Häutchen entfernt und die Ecken geröstet. Wenn man sie nicht erhitzt, machen sie nämlich Bauchweh. Erst dann werden sie in den Brotteig eingearbeitet. Wir haben in diesem Jahr einen Dinkelteig gemacht:

500 ml warmes Wasser

1 Würfel frische Hefe

1 TL Salz

4 EL Essig

250 g Dinkelvollkornmehl

250 g Dinkelmehl

Bucheckern – Fertig. 

Das ganze backt bei mir im Automaten. Im Notfall würde es aber bestimmt auch der Backofen hinbekommen. 

Es kommt ein Sturm

Da draußen braut sich großer Wind zusammen. Ich mag das sehr. Wind kann mir kaum genug sein, ich liebe es zuzugucken wie die Bäume sich biegen und mag das Ächtzen des Hauses. Sturm ist einfach super. Irgendwie liegt die Erwartung von etwas Grossem in der Luft, alles ist möglich. Sturm ist gemütlich und anheimelnd. Alle versammeln sich zu Hause am Fenster, trinken heißen Kakao und schauen aus dem Fenster.  

Nur eine einzige Frage habe ich an den Sturm. Warum kommst du immer an dem Tag, an dem der gelbe Sack abgeholt wird? Hier in der Gegend haben wenige Menschen die gelbe Tonne. Und so stellen die Menschen am Abend ihre gelben Säcke an die Straße und du Sturm, du alter Kindskopf, spielst dann damit. Morgens ist es dann immer das selbe Bild. Hinter dem Haus: Herbstliches Sturmchaos aus Ästen und Blättern. Vor dem Haus: Herbstliches Müllchaos. Elend. Doof. Und dann plötzlich gar nicht mehr gemütlich. 

Herbst, der Herbst, der Herbst ist da!

Heute habe ich offiziell den Herbst ausgerufen. Es ist windig, kalt und nass. Die ersten Triefnasen haben uns erreicht und alles ruft nach 

ERBSENSUPPE !

Gesagt getan. Ich koche sehr gern dicke, fette Suppen. Eine kräftige Brühe mit mächtig Einlage. Mettenden (oder Tofu) und ein paar Tüften; ich mag es wenn es schon den ganzen Tag im Haus nach den riecht, was es abends gibt. Ich finde es ungeheuer gemütlich wenn abends alle mit verwehten Haaren zusammenkommen und gemeinsam essen. Hallo Herbst; schön dass du da bist. 

Und wie ich grad erfahren habe dann ja auch schon wieder „Tschüss“. Ab morgen erwartet uns ein hohes Hoch mit viel Sonne und hohen Temperaturen. Na ein Glück, dass es die Suppe heute gibt und nicht etwa morgen. Ich hoffe jedenfalls, dass ihr einen schönen ersten Herbst hattet!

Es reicht jetzt!

Es ist nicht mein Lieblingsthema und eigentlich habe ich es mir zum Grundsatz gemacht, es zu so mögen wie es ist. Jede Ausprägung hat was für sich! Schnee ist wunderbar still und sinnlich. Er glitzert und verzaubert alles. Sturm ist beeindruckend und imposant! Gewitter sind faszinierend und ein Platzregen kann mich zum staunen bringen. Die erste Wärme im Frühling ist betörend und noch ganz unwirklich, und wenn es das erste mal wirklich warm ist freut sich jede Zelle meines Körpers. Tatsächlich bin ich am Ende eines jeden Winters wie erfroren. Ich habe das Gefühl der Kälte nichts mehr entgegenzusetzen zu haben, ich bin unbeweglich und schleppe Wärmflaschen mit mir spazieren. Bis auf die Knochen friere ich dann, dauernd und schnell. 

Und so kommt es, dass in mich nun doch einmal über das Wetter beschweren muss. Es ist so entsetzlich kalt. Ich kann jetzt nicht mehr. Kaffee, warmer Tee, Lage um Lage an Klamotten und auch Decken nützen nichts mehr. Mein Sonnenspeiche ist aufgebraucht. Ich will Sonne. Ich will bitte bitte einfach malwieder einen Tag lang nicht frieren.  Ich möchte auf einer Bank sitzen ohne zu bibbern, ich möchte Fahrrad fahren ohne es zu verfluchen. Ich möchte im Garten sein, ich möchte das frische Grün genießen. Schluss jetzt! Ich will Sonne. 

Wenn Männer…

Warum können Männer eigentlich keine Kinder anziehen? Fast jeden Morgen habe ich an irgendeinem Bekleidungskonzept was auszusetzen. Bei Minusgraden nur ein dünnes Shirt, bei Wärme ’ne dicke Thermohose und über die irren Kombinationen von Mustern möchte ich gar nicht sprechen. Und dann beschwere ich mich, dass Unterhemd und Longsleeve zu kalt sind im Winter und es dauert Taaage. Bis dann, endlich, am fünften oder sechsten Tag, das Kind mit einem echten, warmem Pullover runter kommt … und ist draußen ist es warm. 

Wer nun sagen möchte, ich solle den Mist doch alleine machen, dem sei gesagt: Während er oben die Kleinen anzieht, bringe ich unten die Großen auf die Bahn. Und auch hierbei gibt es diverse Kleinigkeiten, die man verdrehen, vergessen oder verwechseln kann. Wunderwerk Mann; wie war das noch gleich gedacht?!