Plötzlicher Kälteeinbruch

Ich liebe Schnee! Sobald die ersten Flocken die Luft glitzern lassen, gibt es für mich kein halten mehr. Binnen Sekunden bin ich dann wieder fünf, tanze durch den Schnee und renne mit offenem Mund durch die Gegend und singe Schneelieder. Schnee ist einfach das aller aller größte! Was ich hingegen gar nicht verträge ist Kälte.

Nun muss man eines dringend unterscheiden: Schnee ist nicht kalt, der ist schön! Wenn alles weiß ist und die zauberhafte Stille der verschneiten Welt meine Sinne umgibt, wenn alles schön unter der weißen Pracht begraben und das ganze Hässliche verborgen, dann ist es nicht kalt. Im Schnee friere ich nicht, da bin ich glücklich. Leider ist dieser Zustand fragil. Wenn nämlich der Zauber taut, dann ist es auch mit dem Glück dahin.

So auch geschehen, als das aufstrebende Gelb am Himmel heue alles schöne mit sich nahm und die wunderschöne Welt in eine eiskalte Eiswüste verwandelte. Mitten auf der Arbeit erstarrte ich, geradezu handlungsunfähig hinterließ mich der plötzliche Kälteeinbruch und entzog mir beinahe jede Lebensgrundlage. Spontan renkte ich mir einen oder drei Wirbel aus, den ganzen Tag bebte ich vor Schmerzen und Kälte. Und als ob das nicht gereicht hätte, ist mir abends auch noch das Bein eingeschlafen. Es ist zum verzweifeln; wenn es doch nur wieder schneien würde.

Es reicht jetzt!

Es ist nicht mein Lieblingsthema und eigentlich habe ich es mir zum Grundsatz gemacht, es zu so mögen wie es ist. Jede Ausprägung hat was für sich! Schnee ist wunderbar still und sinnlich. Er glitzert und verzaubert alles. Sturm ist beeindruckend und imposant! Gewitter sind faszinierend und ein Platzregen kann mich zum staunen bringen. Die erste Wärme im Frühling ist betörend und noch ganz unwirklich, und wenn es das erste mal wirklich warm ist freut sich jede Zelle meines Körpers. Tatsächlich bin ich am Ende eines jeden Winters wie erfroren. Ich habe das Gefühl der Kälte nichts mehr entgegenzusetzen zu haben, ich bin unbeweglich und schleppe Wärmflaschen mit mir spazieren. Bis auf die Knochen friere ich dann, dauernd und schnell. 

Und so kommt es, dass in mich nun doch einmal über das Wetter beschweren muss. Es ist so entsetzlich kalt. Ich kann jetzt nicht mehr. Kaffee, warmer Tee, Lage um Lage an Klamotten und auch Decken nützen nichts mehr. Mein Sonnenspeiche ist aufgebraucht. Ich will Sonne. Ich will bitte bitte einfach malwieder einen Tag lang nicht frieren.  Ich möchte auf einer Bank sitzen ohne zu bibbern, ich möchte Fahrrad fahren ohne es zu verfluchen. Ich möchte im Garten sein, ich möchte das frische Grün genießen. Schluss jetzt! Ich will Sonne. 

Snow must go on

Angekommen, eingeschneit!! Und wenn ich ihn auch noch so liebe, heute hatte er etwas missliches Timing.

Bis 11.00 Uhr kamen etwa 2,78 spärliche Flocken vom Himmel. Niente, nada, traurig. Ich hatte inzwischen angefangen das Bad zu putzen, Staub zu saugen und allsowas halt zu machen. Und dann kam er, der Schnee. Viel viel Schnee. Zunächst teilte ich mit, es wäre eh zu wenig um zu rodeln, nachmittags. Dann bestimmt; wenn nur genug Schnee käme. Um 11.20 lag dann genug Schnee. Also hieß es: Raus aus dem Bad und rein in den Schneeanzug. Und hiermit auch: Rein in die Königsdisziplin aller Eltern:

In genau 10 Minuten aus dem Nichts die Schneeklamotten für vier Personen zaubern und dann acht Füße, acht Beine, vier Bintern, 40 Finger und 4 Köpfe fachmännisch so verpacken, dass das Abenteuer `Schnee´ länger als weitere 10 Minuten lustig ist.

Nach 10 Minuten standen wir draußen. Mir blieben weitere 5 um die Schneeschaufel, Schneebesen und Schlitten aus Keller, Schuppen, Garten und Dachboden zusammenzusuchen; Vorbereitung ist alle.. Ich hatte keine.

Ende gut alles gut, nachdem mir wunderbar der Schweiß am Arsche herunterlief, waren wir draußen; mit allem drum und dran.  Und haben dann zwei Stunden getan was getan werden musste. Ich übrigens in Schlafanzughose mit Winterjacke; und nach den genannten 10 Minuten auch mit blauen Beinen. Aber was soll`s… Snow must go on!!

   
    
 

Eine wahrhaft gute Mutter 

Auf dem Rückweg vom Kindergarten war es arg kalt und ungemütlich. Es begann zu regnen und es stürmte. C-Hörnchen fuhr eisern mit ihrem Roller. Bald klagte sie über kalte Finger. Ihre Handschuhe waren nass und machen die Sachen nur noch schlimmer. 

Einige Meter dachte ich es würde schon gehen. Dann realisierte ich, dass der Weg mit dem D-Hörnchen auf dem Laufrad und den 100 Pfützen ewig dauern würde. Nach kurzem Zögern zog ich meine warmen Socken aus und gab sie dem C-Hörnchen als Handschuhe. 

Soviel sei gesagt: Ihre Hände waren in der folgenden halben Stunde kuschelig warm. Meine Füße weniger. 

Alternative: Ganzkörperstulpe

Mir ist immer kalt! Am aller aller kältesten ist mir immer am Abend, was dazu führt, dass ich stets sehr früh im Bett verschwinde. Vielleicht wäre das hier mal ne Alternative:

 
Nicht sexy, nicht hip, aber immerhin mobiler als unter der Daunendecke daherzuvegetieren. 

Kann mir das wer stricken???

Winteralarm 

Für diejenigen von euch, die es noch nicht bemerkt haben: es ist Winter!!Woran ich das bemerke? Ganz einfach!

1. Und der Ofen ist an.
2. Die Autofahrer müssen Scheiben frei kratzen.
3. Bevor ich morgens das Haus verlasse, bin ich so etwa 3-4 Mal durchgeschwitzt. 
Denn zu meiner morgendlichen Routine gehört es nun, acht Winterstiefel, vier Winterjacken, vier Mützen, acht Handschuhe sowie 4-5 Schals an Köpfen, Händen,Füßen und Hälsen zu verteilen. Da zudem dem ja , wie in Punkt 1 genannt, der Ofen läuft, entwickeln sich all diese Schritte zu einer Hölle in zwei Räumen. Was tagsüber wohlige Wärme spendet, ist in der Morgenrunde kaum auszuhalten. 

Und so sehne ich mich schon jetzt, am aller ersten Tag der alljährlichen Katastrophe, zu meinem lachhaft -niedlichem Problem mit der Sonnencreme zurück. Wie konnte ich mich jemals darüber beschweren?