Kinderfeindlich 

Deutschland ist kinderunfreundlich. Deutschland unterstützt Familien schlecht, fördert die U3 Betreuung schlecht und gibt kinderlosen wenig Ansporn dazu, Kinder zu machen. 

Ich habe Kinder in. Deutschland. Ich habe wenig Geld, manchmal zu wenig. Ich habe häufig Probleme in der Kinderbetreuung und es ist hochkompliziert, Job und Kinder unter einen Hut zu bekommen. 

Und nichtsdestotrotz liebe ich es eine Mama zu sein. Ich scheiss‘ auf all die finanziellen Erleichterungen, Elternzeiten mit Plus und ohne. Auf Kitaplätze 24/7 und all das. Lieber bin ich eine verarmte Mutter ohne Karriere, die aber unabhängig und mit ihren Kindern lebt, als dass ich mich von diesem kranken und schlecht sitzenden System abhängig mache. Ich habe es noch keine Sekunde bereut mich gegen Reichtum und Erfolg entschieden zu haben. 

Was ich meine ist einfach; Kinder bringen Einbußen mit sich. Finanzielle, zeitliche, Karriere,…  Wer glaubt es würde alles so bleiben wie immer, nur eben mit Kind, der liegt doch falsch. Klar soll der Staat alles mögliche unterstützen und es den Familien einfacher machen, aber der Wille das Abenteuer ‚Familie‘ überhaupt anzugehen, sollte schon da sein. 

Das Unterstützerpotential sollte vielleicht eher denen zukommen, die es nicht eh schon nicht einfach haben. Alleinerziehenden, Kranken Eltern oder Kindern oder oder oder. 

Karrierefrau 

Nach dem Lesen eines Beitrages meiner Blog-Kollegin Schimpfmalmama, möchte auch ich ein paar Sätze zum Thema Arbeit und Geld verlieren. 

Früher habe ich 75% gearbeitet. Mein Job war 70km entfernt und ich hatte Steuerklasse 5. Da wir aber mit uns waren bin ich halt gefahren und habe gearbeitet und habe am Ende fast Nichts übrig gehabt. Aber ich hatte ’nen Job, habe Berufserfahrung gesammelt. Es war ok. 

Nachdem ich Kinder bekommen hatte, und ein Mutti wurde, stellte ich zunehmend fest, dass mir meine schöne Zeit zu schade ist. Es kam mir vollkommen irre vor, meine Kinder für viel Geld wegzugeben, um dann für zu wenig Geld wohinzugehen, wo ich eigentlich nicht sein will. 

Um das nicht falsch zu versehen, ich mag meine Arbeit. Ich mache sie gern, aber mehr mag ich meine Kinder. Viel mehr. Ich mag auch Geld, kaufe gern tolle Dinge und hätte lange Listen im Kopf, was ich alles erleben und kaufen möchte. Noch mehr aber mag ich es Zeit mit diesen wunderbaren, kleinen Menschen zu verbringen, die viel zu schnell von ganz alleine von mir weg gehen. 

Und dann? Wenn sie mich alle nicht mehr als Rudelführerin brauchen, ich nicht mehr die Nr. 1 bin; dann gehen ich wieder viel und sinnlos arbeiten. 

Aktuell verbringe ich meine freie Zeit mit einem Studium. Dort kann ich meine Zeit und meine Prioritäten frei einteilen. Und wenn die Kinder dann eines Tages groß sind, mache ich meine 2. Karriere.  Jetzt ist die 1. dran, die Wichtige. Die als Mama.