MettMaus

Geburtstage werden bei uns groß gefeiert. Lediglich die der Katzen vergessen wir regelmäßig. In diesem Jahr hat das A-Hörnchen die Initiative ergriffen und alles ist besser.

Zum 10. Geburtstag bekam unser Lotti eine Rinder-Mett- Maus mit Lecker – wohlgemerkt zubereitet vom Vegetarier. Zugegeben mit Gummie-Handschuhen aber vor allem mit viel Leidenschaft.

#lovemylife

Zwischen zwei Terminen ergab sich eine dankbare Lücke von 10 Minuten, diese wollte ich effizient nutzen und Katzenfutter kaufen gehen. Ich düse also auf den Parkplatz des ansässigen Discounters und parke elegant und schwungvoll neben einem bemannten Auto. Beim Aussteigen stelle ich fest, dass der äußerlich schwer reich wirkende Typ mit seine Freisprechanlage telefoniert. Er guckt sehr wichtig drein und notiert ununterbrochen. Ich schnappe auf, dass „die Alte sich wieder drei Tage nicht gemeldet hat“, grinse breit und gehe in den Laden.

Noch in der Tür führen Hirn udn Uhr einen Dialog über die Option eines Einkaufswagens; Uhr gewinnt. Ohne Wagen aber mit enormen Muskeln bepackt gehe ich ans Regal und nehme zwei Paletten Katzenfutter. Schwer. Vielleicht ein wenig schwerer als erwartet. Ich trage sie ohne mit der Wimper zu zucken an die Kasse und kann zum Glück schnell abstellen.

Ein erneuter Dialog findet statt. Hirn, Uhr und Arme streiten über die Machbarkeit der Aktion. Das Auto ist so mittel weit weg, Uhr gewinnt. Geschmeidig nehme ich die bezahlten Paletten und schreite aufrecht und zügig aus dem Geschäft. Schnell bin ich am Auto. Der Typ telefoniert immer noch wichtig. „Nee, die hat voll den Arsch offen…“ höre ich, lächle gequält und realisiere, dass der Autoschlüssel in meiner Jackentasche ist. Hirn schaltet sich zu. „Siehste!“ Sagt es, ich antworte:“Schnauze!“

Ich balanciere das Katzenfutter auf den Boden. Wenig elegant, es macht sich selbstständig und die Dosen beginnen zu zu rollen. Einige unter das Auto von Typ. Ich überlege nur ganz kurz ihnen zu folgen und drücke auf den Autoschlüssel. Auf das verlässliche „Klick“ folgt die Erkenntnis, dass hinter dem Kofferraum ein Busch ist. Geht nicht auf. Resigniert schließe ich den ohnehin fast noch geschlossenen Kofferraum und öffne eine Schiebetür. Fachmännisch versuche ich die obere Palette anzuheben; es macht „riss“ und die Dosen rollen wieder. Der Typ im Auto ist inzwischen verstummt. Ich schüttel den Kopf. Wieder öffne ich den Kofferraum, krieche recht hilflos von schräg unten hinein und erbeute einen Jutebeutel. Innerlich schimpfend lade ich Dose um Dose in den Beutel. Mit letzter Kraft lade ich den schweren Beutel auf die Rückbank. Der Typ im Nachbarwagen lässt den Motor an; er grinst breit.

Rückenschmerzen. Hirn verhöhnt mich. Uhr weint.

Meine Katze prostituiert sich

Heute morgen stand ich im Vorgarten, da kam eine Frau auf mich zu und fragte, ob ich eine schwarz-weiße Katze hätte. Ich antwortete mit „ja“, denn tatsächlich leben wir zusammen mit zwei Katzen. 

Pardona ist im Kuh-Design und inzwischen 12 Jahre alt, Lotti ist ein schwarzer Klops von 8 Jahren. Beide Katzen sind hoch-autark und ich habe bewusst den Begriff des „Zusammenlebens“ gewählt. Denn diese zwei Viecher sind keinesfalls unsere Haustiere; allenfalls zum Tür- und Dosenöffner haben wir es hier gebracht. Manchmal fragt man sich, wer hier wen hält. 

Nun fragte die Frau im Vorgarten also nach der Katze, und erkundige  sich nach dem Namen. Ich sagte ihm ihr und wollte wissen, was denn mit Katze wäre. „Och!“ sagte die Frau, „die Lüdde is immer so viel bei uns, da wollten‘  wir se auch mal mit ihrem Namen ansprechen.“ 

Ja fein, dachte ich. Die Sache ist nämlich in etwa so: Wir füttern aufwendig und teuer mit bestem Bio-Barf und nebenbei rennen die Katzen zwischen den Mahlzeiten zu verschiedenen Omis in der Nachbarschaft und fressen dort bestes Discounter-Nassfutter. Zwischendrin lässt Katze sich kräftig kraulen und kuscheln, was sie hier zu Hause verachtet und immer mit Krallen straft. Als Lohn gibt es dann Dose; ich nenne das Prostitution. Tolle Katze!!

B-A-R-F

Neuerlich haben wir beschlossen, unsere Katzen zu barfen. Barfen, das heißt „Biologisch artgerechtes rohes Futter“. Also, nix mit Tüte und Dose sondern quasi frisch vom Schlachter. Der Vorteil: Man weiß was ins Tier kommt, kann es anpassen und wie der Name sagt, es ist artgerecht. 

Nämlich, so haben Studien ergeben, neigen Katzen -sowie Hunde und Frettchen- in der Natur nicht dazu, sich ihre Beute zu garen und zu zerschneiden. Nein, in Echt machen Katzen -sowie Hunde und Frettchen- so ekelhafte Dinge wie: Tote Tiere roh und ganz fressen. Mit Haut und Haar und Knochen. Jaja! Und es bekommt ihnen. Besser sogar, sie bekommen auf diese brachiale Art und Weise alles was sie brauchen. Toll.

Unser Start war vielversprechend. Madame hat auf Anhieb einen Hühnerflügel vertilgt, und auch ein Herz fand sie attraktiv. Vielleicht nicht süß, aber total cool!