Drei mal drei 

Nun habe ich also drei Schulkinder… Das C-Hörnchen ist heute eingeschult worden. Aufgeregt wie nie und stolz wie Bolle meisterte sie ihren großen Tag voller Anmut und Grazie. Anschließend gab es Pizza mit der Familie und ganz wichtig, die Schultüte! Als kleines Gimmik habe ich ihr gestern essbare Stifte gebacken. Das Rezept gibt es HIER bei Tollabea. Es ist großartig und kann sich sehen lassen! 

Nun habe ich also drei Schulkinder… ein eindeutiger Beweis dafür, dass sie irgendwie groß werden. Cool! Und erschreckend zu gleich. Drei Schulkinder! Das bedeutet auch, dass ich nur noch einen in den Kindergarten bringe, nur noch einen abhole. Meine Kinder werden groß. 

Rollentausch 

In der vergangenen Woche waren ja die Hörnchen krank. Da ich meine erste Praktikumswoche hatte, ist der Menne zu Hause geblieben. Und er hat seine Rolle als Mutti ganz hervorragend ausgefüllt. Keine Sekunde hatte ich daran gezweifelt, dass er es tadellos hinbekommen würde die Kranken zu versorgen, zu bekochen etc. Alles kein Problem. Wirklich aus dem Häuschen war ich aber, als ich eines Tages vom Duft frischer Cookies empfangen wurde. Himmlisch sag hab euch!!

Und weil der Mann ja mitdenkt, hier das Rezept mit Bildern:

250g Zucker 

250g Butter 

250g Mehl 

1 Pkt. Vanillezucker

1 El. Backpulver

2 Eier

1 Tl. Salz 

150g Schokolade 70% Kakao

Der Teig wird zu Tischtennisball-großen Kugeln geformt und muss bei 200 Grad Unterhitze 8 Minuten in den Ofen. 

Das Ergebnis war in etwa so lecker, dass ich mich hätte rein legen können. Anstatt dessen habe ich kurzerhand 10 Stück gegessen. 

Das Floß

Heute haben wir Plätzchen gebacken; Osterplätzchen. Wie immer haben alle Hörnchen ambitioniert mitgemacht. Ins besondere C-Hörnchen hat tolle Dinge kreiert. Gnubbelige Fladen, knubbelige Knäule und flatschige Klumpen. Das Highlight war eine Art Osterkorb oder Döschen im XXS Format. Das liebevoll zusammengezimmerte Teil war am Ende etwa 1 cm groß und enthielt sicher mehr Speichel als Teig, aber sie war so stolz!! Alles wanderte in den Ofen und C-Hörnchen freute sich enorm auf den Verzehr des so getauften Floßes!

Während die Kekse im Ofen waren, sind die Hörnchen spielen gegangen. Auch als sie schon lange zum Abkühlen in der Küche lagen, waren alle Hörnchen noch gut beschäftigt. Da kam der Menne des Weges, griff einen Keks und ging weiter. Etwa eine Stunde später wurde das Ausmaß dieser unbedachten Handlung klar: Der Menne hatte im Vorbeigehen zielsicher das Floß erwischt. Dies stellte C-Hörnchen fest, als sie es später probieren wollte und dieser Wichtigste aller Kekse verschwunden war. Es folgten viele Tränen und noch mehr Entschuldigungen.. Aber so ein versunkenes Floß ist schwer wiederzubeschaffen. Armes C-Hörnchen…

   
    
   

Wasser und Brot

C-Hörnchens Freundin war zum Spielen da. Alles gut; dachte ich. Als das Mädchen abgeholt wurde erklärte sie ihrer Mutter, dass sie bald wieder mit C-Hörnchen spielen wolle. Dieses Mal aber bestimmt nur bei sich. 

Sowohl Mutter als auch ich waren etwas überrascht aber da erläuterte das Kind schon:“Hier gibt’s nix zu trinken!“ Aha! Da lag also das Problem begraben. Ich hatte mehrfach Obst und Wasser angeboten, unsere normalen Lebensmittel zwischen Kita-Ende um drei und Abendessen und sechs, und sie hatte alles abgelehnt. Nun verstand ich: Saft und Kekse wäre weniger daneben gewesen. Ich bin echt ne Zumutung. 

Post-Apokalyptische Plätzchen 

Heute wollen wir mal wieder backen. Da ja inzwischen jedes Kind weiß, dass Weißmehl ungesund, gefährlich und fast tödlich ist, haben meine Kinder vorgeschlagen, ohne böses Mehl zu backen. 

Die Lösung a’la Kind: Butter, Zucker, Vanillezucker und Ei. Bestimmt ein Hochgenuss. Und jetzt, wo das elende Fest geschafft ist, und alle wieder glücklich und entspannt sind, macht das Backen auch gleich doppelt so viel Spaß. Und dann noch so gesund!!!

Der Hu-Keks

Nach dem Mittagsschlaf war D-Hörnchens Laune im Keller. Um sie etwas zu pimpen, warf ich Kekse auf den Markt. Bauernhof Kekse um ganz genau zu sein. Kurz zeigte der Zauber Wirkung. D-Hörnchen nahm sich einen Keks in Form eines Pferdes und hielt ihm fest. Als irgendetwas passierte (ich weiß nicht was) schmiss er den Keks mit voller Wucht auf den Boden; aus Wut. 

Der Keks zerbrach. D-Hörnchen auch. Volle 30 Minuten weinte er laut und tränenreich, ließ sich nicht trösten und ließ keinen an sich heran. Nach einer halben Stunde stammelte er mit letzter Kraft: „Hu-Keks!“  Tatsächlich fand er in der Keksdose noch einen zweiten Pferdekeks. Mit diesem in der Hand ließ er sich auf meinem Schoß nieder, sah den Keks zweifelnd an und aß ihn auf. 

Thema erledigt, Corpus Delikti verspeist. 

Kekse massieren

Gestern Nachmittag haben wir gebacken. Kekse; für Heilig Abend. Nach dem Backen und nachdem alle Kekse abgekühlt waren, begann C-Hörnchen die Kekse zu massieren. Mit Keks- Massiererung. 

Die Kekse haben ihre Massage sehr genossen, sie sahen tatsächlich hinterher viel besser aus. Ich bewundere die Umsicht und das Fingerspitzengefühl, dass C-Hörnchen beim Verziehren der Kekse an den Tag legte. Süßes kleines Wesen. 

Als wir sie übrigens darauf hinwiesen, dass es „verzieren“ statt „massieren“ heiße, belächelte Sie uns und massierte weiter. 

‚Last Christmas‘ vs.  ‚In der Weihnachtsbäckerei‘

Heute werden Plätzchen gebacken; Mutti muss sehr tapfer sein. Tapfer aber nicht wegen der unspektakulären Tatsache, dass anschließend alles und alle mit Mehl überzogen sein werden, nicht weil mindestens zwei von vier zwischendrin einen Weinkrampf bekommen werden, oder weil ich abermals viel zu wenig Hände haben werde. Nein nein, tapfer muss ich sein, weil garantiert stundenlang mindestens eins der Kinder ‚In der Weihnachtsbäckerei‘ singen wird.

Während ich früher dachte, ‚Last Christmas‘ vom Wham wäre die Pest, weiß ich es heute besser! ‚Last Christmas‘ hat mindestens drei entscheidende Vorteile entgegen der ‚Weihnachtsbäckerei‘.

1. Man kann es ausmachen 

2. Es wird nicht auf jeder der 12 Kinder-Weihnachtsfeiern mindestens ein Mal gesungen und

3. Wenn man es nicht laut und freudig mitsingt, ist man sozial anerkannt. Wenn man hingegen die ‚Weihnachtsbäckerei‘ verweigert, kommt das Jugendamt und man ist für alle Zeiten geächtet.

Heute bringe ich den Kindern ‚Last Christmas‘ bei. Und dann ärgern wir kinderlose Lehrer und Erzieher die glauben, es würde einen irren Spaß machen, alle zusammen ‚In der Weihnachtsbäckerei ‚zu singen!!

Backofen kaputt

C-Hörnchen hatte in ihrem Adventskalender ein Playmobil Backblech mit Keksen drauf. Noch bevor sie sich eine Sekunde darüber gefreut hatte, begann C-Hörnchen fürchterlich zu weinen. 

Fragend sah ich sie an und versuchte herauszufinden, was denn nur los wäre. Dann stammelte mein Kind unter 1000 Tränen:“ Die Klappe von mein Backofen ist abgefallen!“

Ich verstand! Sie hat in ihrem Zimmer ein Playmobil-Haus, und dieses wiederum hat eine Küche mit einem Backofen. Und was um alles in der Welt soll das arme Kind mit Keksen auf einem Backblech, wenn die Klappe vom Backofen ab ist? Zum Glück konnte Papa den Fehler a’la Minute beheben und die Kekse endlich abgebacken werden.