Gemeinsamkeiten

Gemeinsamkeiten verbinden. Im Falle meiner Hörnchen ist es heute Fieber, das sie verbindet. Ausgesprochen cool finden sie sich alle zusammen. Ich hingegen finde das alles eher so mittel. Fing doch der Morgen so harmlos an. Wie immer standen A- und B- Hörnchen mittels eines Weckers auf während ich oben die zwei Kleinen weckte. Mein erster Gang führte mich (wie immer) zum C-Hörnchen. Ein kurzer Blick ins Bett reichte aus um dem verschlafenen Kind zu sagen: „Schlaf einfach weiter, du bist krank.“ C-Hörnchen hatte mächtig Fieber und drehte sich dankbar wieder um. Im Zimmer des D-Hörnchens sah es zunächst besser aus. Der kleine Kerl schickte mich runter, er wolle ganz allein runter kommen. So schnappte ich mir seine Klamotten uns ging runter.

In der Küche sass das angezogene A-Hörnchen. Eigentlich saß er nicht, er hing. Weiß wie Schnee, und heiß! Ich schickte auch ihn wieder ins Bett. Nur eine Minute später folgte das B-Hörnchen. Bauchweh, Halsweh und.. Fieber! Ab ins Bett hieß es abermals. Nun kam das D-Hörnchen die Treppe runter. Er rieb sich ein Ohr und schaute verwirrt umher. „Wo sind alle denn?“ fragte das kleine Männlein, und ich erklärte: „Alle sind krank.“ D-Hörnchen gab an auch krank zu sein und so miss ich auch bei ihm Fieber – mehr höflich als notwenig wie ich dachte. 38,0. Fieber!

Und so fiebern sie nun, zwischen Bett, Sofa und Küchentisch. Mal mehr mal weniger und zum Glück mit weitestgehend guter Laune. Denn irgendwie ist es ja auch cool, wenn alle das gleiche haben; wenigstens für die Hörnchen.

Needle-Party

Heute hatte ich die tapfersten Kinder der Welt!! A-Hörnchen bekam beim Arzt seine Allergiespritze. Das ist fast Routine und fordert ihn lang nicht mehr. B-Hörnchen musste geimpft werden. Für sie gar keine Routine. Ein wenig aufgeregt war sie, definitiv. Aber tapfer hat sie es ohne eine Träne überstanden und dabei noch interessiert zugesehen. Die Heldin des Tages war das C-Hörnchen. Sie hat sich aus dem Urlaub ein unschönes Souvenier mitgebracht. Einen sehr entzündeten Stich mit einem kräftigen roten Ring. Zum Ausschluß von Boreliose sollte ihr Blut abgenommen werden. Und was war das Kind tapfer! Ohne einen Pieps ließ sie sich zwei Röhrchen Blut abzapfen, nicht ohne anschließend alles genau zu begutachten. 

Ich bin ganz stolz. Hätten sie geweint wäre es nicht anders. Was mich stolz macht ist das Interesse für das was da passiert, wie es funktioniert und wozu es dient. Nach der Behandlung gingen Salven von Fragen auf mich nieder und ich habe es genossen beim folgenden Mittagessen alle zu beantworten. Denn auch ich liebe den menschlichen Körper mit all seine Prozessen und Funktionen und Geheimnissen.  Und so klärten wir die Zusammensetzung des Blutes, seine Aufgaben, die Nachweisbarkeit von Krankheiten,  Schliff von Spritzen, Infektionen und vieles mehr. 

Stammkunden

Im Winter bin ich ständig beim Kinderarzt, weil irgendjemand krank ist. Im Sommer ist es noch viel schlimmer. Heute habe ich ein paar Termine gemacht. Nun schmiegen sich rund um die Sommerferien  

  • A-Hörnchens U 11
  • B-Hörnchens U 10
  • C-Hörnchens U9
  • D-Hörnchens U7a
  • Ein Lungenfunktionstest 
  • Sowie die monatlichen Allergiespritzen

Ein Traum. Oder doch eher ein Trauma? Letztlich bin ich ein bisschen selber Schuld. Ich möchte die vielen Vorsorgen nicht alle zusammen zu machen. Denn ich kann mir nicht vorstellen, dass es dem Arzt oder mir gelingt, da bei jedem gleich aufmerksam zu sein. Und dann machen die ollen Vorsorgen ja mal einfach auch keinen Sinn mehr. Also starte ich den Marathon, um dann doch bei jeder einzelnen Untersuchung zu erfahren, dass alles tip top ist. Aber besser so als anders. 

Zu früh gefreut 

Letzte Woche telefonierte ich mit unserem Kinderarzt; nur um etwas wegen A-Hörnchen’s Asthma zu besprechen. Im Gespräch erwähnte er, dass wir uns ja diesen Winter wenig gesehen haben und ich sagte euphorisch:“Ja! Dieses Jahr sind alle fit, der Kelch ist an uns vorüber gegangen.“ Mahnend sprach der Doktor, ich solle so etwas niemals sagen

aber es war zu spät. 

Letzte Woche Mittwoch bekam B-Hörnchen Fieber. Donnerstag hatte C-Hörnchen Halsweh. Samstag morgen kotzte das A-Hörnchen und bekam Fieber. Gestern, am Montag schien einmal kurz alles still; bis heute das B-Hörnchen wieder fieberte, und ich D-Hörnchen krank aus der Kita holte. Wir sind verflucht. Ich hätte etwas so dummes niemals sagen dürfen. Nun sind wir verflucht. 

Der Kinderarzt 

Heute waren wir routinemäßig beim Kinderarzt. Hinterher besprach ich mit dem C-Hörnchen weshalb die Menschen so zum Arzt gehen. Krankheit, Vorsorge,… C-Hörnchen analysierte die Lage genau. Dann erkundigte sie sich nach dem alten Mann in der Praxis. 

Nach einigen Fragen wusste ich, dass sie den Kinderarzt selbst meinte, und wollte nun wissen, was denn mit ihm wäre. C-Hörnchen schaute besorgt und sagte:“Ist der auch krank?“ Ich verneinte lachend und schloss das Thema im Geiste ab. C-Hörnchen grübelte kurz weiter und fragte dann:“Aber warum geht der dann zum Arzt?“

Liebe Tochter; danke für das Gespräch!!

Hörnchen-TÜV

Mein liebes C-Hörnchen wird nun bald vier Jahre alt und da war heut der TÜV fällig. Und was soll ich sagen; natürlich ist mein kleines Mädchen ganz und gar großartig. Großartig toll, kompetent und tatsächlich groß. Glatte 7cm über dem Altersdurchschnitt. Woher hat sie das denn? Nicht von mir!!

Spielend einfach hat sie all die albernen Aufgabe der U8 erledigt. Zu meiner besonderen Freude ist sie inzwischen auch in Sachen Sprache in vollkommenen Norm-Bereich angelangt, was lange nicht immer so war.  Nicht, dass ich jemand daran gezweifelt hätte, dass mein Mädchen die Beste ist, nein nein! Aber es ist immer wieder toll zu hören, dass diese wundersamen, großartigen Wesen nicht nur rein subjektiv makellos sind, sondern auch dem übergeordneten Wollen entsprechen – auch wenn unwichtig;)

Ein Traum II

Ich wache auf und alle vier Kinder sind krank. Ich muss zum Kinderarzt. Mal wieder. Ich will nicht, war viel zu oft dort in letzter Zeit. Bedenken, die würden langsam denken ich spinne.

Angekommen beim Arzt. Selber Arzt wie immer, völlig neue Räume. Groß, steril,neu. Komisch. Egal

Ich teile dem Arzt mit, was die Hörnchen alles haben und er beschließt, zunächst einen Sehtest zu machen; bei mir. Schließlich könne es ja sein, dass ich am Ende nur schlecht sehe, und die Kinder gar nichts haben.

Sehtest also. Sah dann so aus, dass der Arzt (und die Vorstellung ist erst dann richtig gut, wenn man den Arzt kennt), seinen Zeigefinger in mein Auge steckte, und fragte ob ich noch sehen könne. Konnte ich nicht. Verstand er nicht. Resultat: Mutter sieht schlecht, Na danke.

Ans Werk nun Traumdeuter aller Länder. Nun hab ich wohl ne Klatsche.

Im weiteren befahl mein Mann mir mit den Kindern vor einem beliebigem Haus zu warten, bis er wieder komme. Kam er nicht. Nach 1,5 Stunden erreichte ich ihn in einem Buchladen, den er vergessen hatte zu verlassen.

Nach 7 Stunden Nacht war ich froh als der Wecker klingelte. Was für ein Chaos. Könnte ich luzide Träumen, hätte ich dem Arzt auch den Finger ins Auge gesteckt!!

Die Worte des Kinderarztes

Nachdem das D-Hörnchen immer kranker wurde, war ich gestern Morgen malwieder mit ihm beim Doc. Und da sich keine plausible Erklärung für sein immer wieder kehrendes Fieber finden ließ, musste der kleine Kerl viel Blut lassen. Die Ergebnisse sollte ich heute um 11 erfragen.  Check; wird gemacht. 

Gestern Abend, nachdem alle Hörnchen im Bett waren, hörte ich dann den AB ab:

Hallo Frau xx, Dr. xy hier. Ich habe heute schon die Werte von D-Hörnchen bekommen, und die sind besorgniserregend. Also vielleicht fahren sie lieber in die Klinik. Oder zumindest wenn es schlimmer wird. Ich überlege sonst grad, ob ich noch bei Ihnen vorbei komme und .. Nee, dann haben Sie ja auch kein Medikament. Also, der CAP ist bei 77 und die Blutsenkung ist auch erhöht. Falls es also schlimmer wird, fahren Sie auf jeden Fall in die Klinik. Und sonst kommen Sie morgen früh gleich her. 

Soviel steht fest; ich hatte eine teuflisch unruhige Nacht. An Schlaf war kaum zu denken. Das Hörnchen schlief gut, und ist seit dem Morgen fieberfrei. 

Dem Arzt habe ich heut morgen ein paar höfliche Worte sagen müssen.