Die Messer sind gewetzt

Nun wird ist es ernst. Alle Vorbereitungen sind getroffen, meine Nerven liegen blank. Morgen früh um 10.00 Uhr fahren A-und B-Hörnchen auf Klassenfahrt und zur selben Zeit schreibe ich die schlimmste Klausur meines Studiums. 

Den Nachmittag habe ich heute erneut im Exil verbracht; dieses Mal bei einer lieben Freundin, die mit ihren riesigen Kücehntisch zur Verfügung gestellt hat. Auch die Hörnchen sind bestens gerüstet, so habe ich zB B-Hörnchens lange Haare zu vielen Zöpfen geflochten,  so dass sie nicht kämmen und zopfen muss. Der Menne hat einen Liste mit dem genauen Vorgehen, allen Gepäckstücken und den Zeiten bekommen und in den Koffern der Hörnchen sind Zettel mit lieben Worten versteckt. So bleibt mir nicht anderes zu tun als meine Nerven zu beruhigen; und zu warten. Und hoffentlich zu schlafen, Hirn tanken. Und dann ist es bald vorbei. Einfach zur vorbei. 

Mein Mantra heute… Andreas Bourani; ‚Hey‘

Die große Flatter

Au wei, nun gehen mir die Nerven durch. In vier Tagen ist diese eine, böse, schlimme Klausur. Die, vor der ich seit Jahren Angst habe, die ich schon zwei mal nicht-geschrieben habe. Einige Jahre habe ich das Thema ruhen lassen, habe erfolgreich erst alles andere studiert. Aber nun ist es fällig. Nun gibt es kein Pardon. 

Es ist schon etwas verrückt. Für gewöhnlich habe ich keine Prüfungsangst. Ich weiß auch, dass ich gut vorbereitet bin, zumindest ausreichend würde ich sagen. Ich habe keinen ernsthaften Druck, falls ich durchfalle, kann ich wiederholen. Auch auf eine gute Note bin ich nicht angewiesen, 50% reichen um durchzukommen. Meine Vernunft sagt: Wenn man sich wochenlang mit einem Thema beschäftigt hat, ist es fast unmöglich es vollkommen zu verhauen. 

Und meine Nerven sagen: Herzrasen, Verdauungschaos, Appetitlosigkeit und Insomnia sind immer eine Lösung. 

Nur blöde wenn dieser Zustand nun wirklich noch bis Montag anhält, dann bin ich nämlich pünktlich zur Prüfung so schrott, dass ich sie garantiert versaue. 

Der erste Streich

Dieses war der erste Streich, doch der zweite folgt… kommenden Montag. Ich habe meine erste Klausur für dieses Semester erfolgreich geschafft. Ein genaues Ergebnis habe ich noch nicht, es wird aber gut oder so sein. Etwas unbefriedigend hingegen die Tatsache, dass Euphorie und Erleichterung fast vollständig ausbleiben. Diese Prüfung hatte  mir nie große Sorge bereitet, die kommende hingegen schon. So durchlief ich binnen weniger Stunden erst große Aufregung, dann große Konzentration und Erfolg der jedoch direkt abgelöst  wurde von wiederaufkeimender Anspannung und Nervosität. 

Also auf zum zweiten Streich. Und am kommenden Montag trinke ich zum Mittag ’ne Pulle Sekt. Zur Not einfach nur weil es vorbei ist.  

So gut ich kann

A-Hörnchen schreibt heut eine Englischarbeit. Er ist gut vorbereitet und alles sollte gut klappen. Beim Frühstück fragte ich ihn, ob er eigentlich vor einer Arbeit aufgeregt wäre oder Angst hätte. Er sah mich überrascht an und sagte:“Nee! Gar nicht!“ Ich erläuterte noch, dass manchen Menschen Angst hätten zu versagen, da führte er fort:“ Mama! Ich mach das genau so gut, wie ich es kann. Und besser wäre es dann ja eh nicht geworden!“ 

So ist es wohl, großartig, wenn man das so sehen kann. Ich persönlich bin immer entsetzlich aufgeregt; und mache es dann so gut, wie ich es eben in diesem Zusand noch kann. Ein wenig von seinem Selbstvertrauen könnte mir da auch nicht schaden. 

Vollgedröhnt 

Gestern Abend zeichnete sich Unglaubliches ab. Die Kita ist noch offen, und das D-Hörnchen schon wieder gesund. Somit schien ich gute Chancen zu haben, heute – also jetzt- lernen zu können, da ich morgen einen kleinen aber pikanten Test an der Uni schreibe.

Noch im Bett sprach ich meine Freude offen aus, worauf mein doofer Mann sagte:“Ach, morgen bist dann Du krank.“ „Ach quatsch!“ Sagte ich noch, „ich fühle mich super!“ Sprach ich noch- und schlief ein.

Heute morgen, als der Wecker piepte, fühlte mein Kopf sich sonderbar an. Alles war laut. Beim verlassen des Schlafzimmers stellte ich auch fest, dass alles hell ist. Mein Schädel wär kurz vor der Explosion, der Nacken brannte. 

Nun, kurz um. Der Feiund heißt Migräne und kann aber, nach guter, alter Erfahrung, mittels einer kleineren Dosis starker Tabletten und Tropfen auf das Maß eines ordentlichen Katers gedämpft werden. Nun kann ich zwar nicht mehr Auto fahren, aber bestimmt klappt es ganz besonders toll mit dem lernen.