Risotto

Ab heute gehört Risotto offiziell zu den Dingen, die ich am allermeisten hasse auf der ganzen großen weiten Welt! Hier und heute für euch: das Risotto , in vier Akten.

Erster Akt: Euphorisch beginne ich damit, die Zutaten zurechtzulegen, alles zu schnippeln, die Töpfe aus den Schränken zu kramen und mir innerlich einen Plan zu machen. Mein Plan ist hervorragend! Ich werde das beste Risotto der ganzen Welt kochen, alle werden völlig aus dem Häuschen sein. An Schlotzigkeit, Sämigkeit und Bindung wird es nicht zu übertreffen sein, ich werde den Garpunkt exakt treffen und auch das unter gehobene Kürbismus wird, ebenso wie die Ziegenkäsesauce, ein Hochgenuss sein! Auf auf also, ich bin bereit! Kann doch alles nicht so schwer sein.

Zweiter Akt: ich koche hier ein wenig, koche da ein wenig und irgendwie gelingt es ganz o. k. Nach 45 Minuten bin ich der Meinung in wenigen Sekunden wäre alles fertig. Ich bereite das Finnisch, passiere die Sauce und bin zufrieden. Bis ich mir endlich die Mühe mache, die Reiskörner einmal zu kosten. Risotto muss durch sein, schlottzig und wenn überhaupt, so ganz gerade eben al dente. Mein Reis ist nach 45 Minuten allenfalls halb gekocht. Wenn auch das Risotto geschmacklich ganz o. k. ist, ist es zu diesem Zeitpunkt vollkommen ungenießbar. Meine Laune sinkt ins Bodenlose!

Dritter Akt: Ich beginne das Risotto zu beschimpfen. Nebenbei beschimpfe ich auch den Männe, denn der ist in der Küche und da hat er nichts zu suchen. Höchstwahrscheinlich hat seine blanke Anwesenheit mit dem Misslingen des Gerichts zu tun. 45 Minuten und die Scheiße ist immer noch nicht gar; was soll denn die verdammte Kacke? Wer um alles in der Welt kocht denn Risotto, wenn das sowas von in die Hose geht. Ich hasse Risotto und bin drauf und dran den ganzen Scheiß einfach in die Tonne zu kippen. Ich ärgere mich wahnsinnig über den hohen Warenwert und den völligen Verlust. Hinzukommt, dass die Kinder beginnen in Minuten Takt zu fragen, wann denn das Essen fertig ist. Ich antworte mit klugen setzen wie:“ Niemals!“ oder jagen sie einfach so wieder weg. Ich hasse Risotto so sehr! Der Männe empfiehlt mehr Flüssigkeit hinzu zu geben, daraufhin muss ich in leider töten und verkoche ihn in der Sauce. Risotto ist wirklich der letzte Scheiß!

Vierter Akt: Ich verlasse die Küche und stampfe wutschnaubend nach oben. Risotto kann mich mal am Arsch lecken. Zu meiner großen Überraschung sind die Kinder alle gut gelaunt, niemand ist dem Hunger Tod geweiht – eigentlich nicht mal ich selbst. Dennoch stresst mich das dämliche Essen ungemein und ich habe das Gefühl, wenn der blöde Reis nicht innerhalb der nächsten Sekunden durch ist, werden wir alle sterben. Der Menne übernimmt das Ruder am Herd, ich sitze maulend auf dem Sofa und schimpfe still und manchmal weniger still über den blöden Scheiß Reis. Mit etwa 1 Stunde Verzögerung ist der widerliche Fraß endlich fertig. Sowohl der Männe als auch alle vier Kinder erklären das Essen zu einem großen Genuss und loben es sehr. Ich persönlich kann es wenig genießen, es hat nicht gemacht was ich wollte, es hat mich einfach in Stich gelassen. Und mal ganz im Ernst! Ein popeliges Reisgericht, dass 2 Stunden braucht um endlich fertig zu werden – da kann ich mir auch gleich ne Pizza bestellen. Am Sonntag, um 18:30 Uhr! Das dauert dann auch 2 Stunden und macht alle irgendwie glücklich. Risotto finde ich echt sowas von scheiße!

How to gesund bleib

Es wird Herbst. Wir merken das daran, dass die Hörnchen kranken und es schnieft und schnorcht. Ein bisschen Husten hier, ne Schnotternase da und irgehdwie bin auch ich nicht ganz intakt. „Obstsalat!“, beschloss das Völkchen, und Pfannekuchen dazu. Ich stimmte zu und sie legten los.

A- und C-Hörnchen gingen einkaufen und besorgten lauter gesundes Obst: Äpfel, Birnen, Pfirsich und Champignons – ein Genuss. Anschließend schnibbelten sie munter drauf los, machten den Teig für die Pannekoken, karamellisierten das Obst und brieten alles ab. Das Resultat konnte sich sehen lassen und ganz bestimmt hat es uns ein bisschen gesünder gemacht. Und ja, ich gebe es zu, die Champignons habe ich aus dem Obstsalat diskutiert. Sie wurden roh dazu nicht verspeist.

Tiramisu

Tatsächlich sieht die Sache ja mal so aus. Immer wenn ich Tiramisu sehe, denke ich: Boa Wahnsinn, sieht das gut aus, ich sterbe vor Verlangen! Dann lade ich auf, trage das Zauberzeug an meinen Platz und das Wasser läuft mir im Mund zusammen! Tiramisu; der Wahnsinn. Ein Himmelreich, ein Träumchen!!

Dann nehme ich den ersten Löffel, voller Vorfreude, lasse es mir langsam auf der Zunge zergehen und nach einigen Sekunden stelle ich fest: Urgs! Tiramisu; mag ich ja gar nicht. Also, was heißt nicht, zumindest dieses hier mag ich nicht. Vielleicht war der erste Löffel nur nix – und dann nehme ich den zweiten. Der ist dann auch nix und schnell kapituliere ich vor dem vermeintlichen Lecker. Meistens zerlege ich es vorher noch in seine Einzelteile, um die nicht-schmeckende Komponente ausfindig zu machen. Ohne Erfolg, ich mag sie alle nicht.

Es ist ein Rätsel, mein Hirn weigert sich die Information: „Mag das nicht“ anzuerkennen und so tappe ich immer wieder in die böse Falle. Ab heute male ich mir schwarze Striche auf den Arm, als Erinnerung!

Essen

„Was wollt ihr essen?“. Jede Woche die selbe Frage; und jede Woche die selben Antworten. „Keine Ahnung “ oder „Nudeln“. In ausgefallenen Wochen schlägt noch jemand Pfannekuchen vor.

Es ist ja nicht so, dass ich nicht gern koche. Prinzipiell mag ich es. Mit Zeit und so. Das all abendliche Abwurschteln jedoch ist mitunter eher unattraktiv. Noch schlimmer die Tatsache, dass das Volk gern murrt. Also, nicht dass sie es besser könnten oder Ideen hätten – aber motzen! Das könne sie alle. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Zu scharf, zu süß, zu heiss. Zu flüssig, zu dick oder zu doof. Zu körnerig, zu stückig. Was man an essen alles aussetzten kann; erstaunlich!

Letzte Woche habe ich dann verkündet, eine Woche lang Nudeln mit Ketchup zu servieren. Mir wurde das glatt reichen, meine Ansprüche sind gering. Und plötzlich kam Bewegung in das Trauerspiel. Tränen flossen und es wurde beschwichtigt. Mal sehen, vielleicht hat ja die Androhung gereicht.

Silvester

Das Essen zu Silvester ist natürlich irre wichtig. Eben aus diesem Grund entscheiden in diesem Jahr die Hörnchen was wir essen. Der Plan ist nicht etwa, dass wir kaufen was sie sagen, nein nein. Sie haben 50€ und einen kleinen Laden zur Verfügung. Wir harren der Dinge die da kommen. Abgesprochen ist nur das nötigste: Wir haben keine Fritteuse und es passen keine 6 Tiefkühl-Pizzen in den Ofen. Den Rest machen die Hörnchen.

Nach 30 Minuten Kinderkonferenz kam das A-Hörnchen zu mir und bat mich aufzuschreiben, was man für Brokkolisuppe braucht. Weitere 15 Minuten später verschwanden A- und C-Hörnchen mit dem Bollerwagen ins Geschäft. Eine Stunde später karrten sie reiche Beute nach Hause.

Unser Dinner zu Silvester:

Vorspeise: Gemüseplatte

Hauptgang: Brokkolicremesuppe

Dessert: Schokoladen Bananen.

Dazu gibt es KiBa für alle. Zum weiteren Verlauf des Abends wurden Chips und Weingummie besorgt.

Ich bin schwer beeindruckt von meinen Hörnchen! Sie haben sich geeinigt, alles organisiert und am Ende nur die Hälfte der 50€ ausgegeben.

Ich wünsche euch allein einen guten Start ins 2018. Ich selber werde ihn warscheinlich wieder einmal verschlafen, denn eigentlich mache ich mir schon lange nichts mehr als Silvester. Aber vielleicht beflügelt uns ja das gute Essen.

Kochen 

Aus der Serie „A-Hörnchen kocht“ präsentiere ich dieses Mal: 

Limettenbrot mit   karamellisiertem Obstkompott und Limetten-Honig-Joghurt an Früchten der Saison. 

Einkauf, Rezept und Durchführung lagen beim Hörnchen; ein wenig durfte ich helfen. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen. Es war lecker, sah toll aus und er hat sechs Personen sat bekommen. Zu allem Überfluss war es auch noch weitestgehend gesund – zumindest nicht schrecklich ungesund. Ich bin stolz auf meinen Großen. Zudem finde ich, dass Kochen eine total sinnige Freizeitbeschäftigung ist. Viel besser als Handy, Computer, chillen oder kleine Geschwister taktieren. 

Weight watchers 

Wie jedes Jahr bin ich auch in diesem Januar zu einer guten, alten Ttadition zurückgekehrt; ich habe mich im Januar bei Weight watchers angemeldet. Ganz ohne gute Vorsätze und all sowas, einfach nur weil es mir jedes Jahr gut tut! 

Zum ersten Mal habe ich mich vor drei Jahren, in der Abstillphase des D-Hörnchens, angemeldet und war schnell überzeugt. Eigentlich muss ich immer noch über mich selbst lachen, denn genau genommen bietet das Programm nichts, was ich nicht auch mit meinem Kopf könnte. Ich weiß genau was ich gutes esse, weiß genau was ich an Mist in mich rein stopfe. Ich weiß, dass Sport gut ist und kein Sport schlechter. Trotzdem nützt mir diese ganze kluge wissen gar nichts. Denn am Abend auf dem Sofa weiß ich vor allem, dass ich kaputt bin und meine geschundene Seele belohnen muss – mit Schokolade. Und so futtere ich mich Abend für Abend glücklich; oder auch nicht. 

Weight Watchers ist für mich wie ein Weckruf. Ich besuche keine Treffen oder so, alles was ich mache ist mein Essen im Handy zu protokollieren. Die App zeigt mir dann an, wieviel ich noch essen darf. Peng, das ist das ganze Geheimnis. So nutze ich das Programm wie ein Lesezeichen im Hirn. Die ersten Monate eines jeden Jahres protokolliere ich streng und verliere ein paar Kilo. Den größten Teil des Jahres zehre ich dann von den strengen Anfangsmonaten. Das regelmäßige Ins-Gedächtnis-Rufen der Mengen und die Auseinandersetzung mit Ernährung und Bewegung hält eine Weile an, so dass ich problemlos einige Monate einfach so vormochhin esse und lebe. Gegen Ende des Jahres kehrt dann der Schledrian ein. Ich scheisse auf das gesunde Leben und finde wieder jeden Tag einen guten Grud meine geliebte Schokolade zu essen. In dieser Endphase des Jahres futtere ich mir dann meine Kilos vom Vorjahr wieder rauf und so ist im Januar alles beim Alten. 

Nun heißt es auf ein Neues. Ich bin motiviert und habe Lust zu meiner gesunden Form zurückzufinden. Desillusioniert und in vollem Bewusstsein, dass ich weiß, wie ich es nutzen werde, fällt es mir leicht dem Konzern WW ein paar Euronen in den Rachen zu schmeißen. Schließlich bekomme ich ja auch was dafür: Das gute Gefühl! Zumindest ein dreiviertel Jahr lang. 

Großer Staatsakt 

Kochen find ich gut und durch das tägliche Kochen für die Familie bin ich auch gut in Übung. Ja, ich denke ich kann ganz gut kochen. Heute habe ich mich selbst übertroffen. Auf meiner Arbeit sind Koch und beide Küchenhilfen erkannt und so bin ich todesmutig als Suppentante eingesprungen. 50 Essen und 60 belegte Brötchen galt es zu bewältigen. Ich entschied mich für Kartoffensuppe mit Mettenden. Überschaubar Aufwand und gute Gelingchancen. Und zu legte ich los.

Schibbeln und schälen und braten und brutzeln; und da ich ein sehr strukturierter Mensch bin, alles nach Plan. Schnibbeln von 9-9.45 Uhr, danach Töpfe auf den Herd, Öl erhitzen und alles vorbereiten bis 10. Anbraten und Löschen des Ansatzes bis 10.30 Uhr, nebenbei Brötchen schmieren. Kartoffeln schälen bis 11.00. Zwischen 11 und 11.40 Uhr Kochen der Kartoffeln und während dessen Vorbereitungen für die Essensausgabe treffen. 11.40 – 11.55 Uhr abschmecken und stampfen der Suppe, 11.55 Uhr umfüllen in die Wärmebatterie und ab 12.00 Ubr Essensausgabe.   

Was soll ich sagen; Planung ist alles! Hat gut funktioniert, hat gut geschmeckt und genug war es auch. Zugegeben, es war ein wenig mehr als genug, aber morgen ist ja auch noch ein Tag. Und Suppe ist ja eh am 2. Tag noch besser!

Klassisches Neujahrsessen

Seit Jahren essen wir an Neujahr fast das gleiche. 

Reste! 

Denn an Silvester gibt es Raclette und so kommt es, dass wir an Neujahr einen Kühlschrank voller Gutem von Gestern haben. Alles ist dabei. Das heutige Menü enthält:

Eisberg mit Dressing

Gemischter Gemüseauflauf mit Falaffeln, überbacken mit Mozarella, Gouda und Weichkäse 

Wraps mit Hummus; gefüllt mit Oliven, Feta und Salatvariationen. 

Ich finde es gut; vor allem für ein sogenanntes Resteessen!