Einfacher Belohnungsmechanismus

Wie schon hier und da mal erwähnt ist mein liebstes Stückchen Welt im Gehirn die Nucleus Accumbens. Er belohnt uns, er macht uns glücklich! Ganz langsam jedoch beginne ich mich gegen dieses Hirnareal zu wenden; irgendwie hat es doch von Tuten und Blasen keine Ahnung! Oder bin es etwa ich die am Ende keine Ahnung hat? Sollte ich womöglich Opfer meiner eigenen Hormonausschüttung geworden sein, maßlos und irgendwie süchtig!? Die Geschichte ist doch irgendwie immer die selbe…

Erste Schüssel Mousse au Chocolat: Bohr ist das geil, ich Dreh durch! Und es spricht zu mir der Accumbens:“ Iss noch mehr! Das macht dich sehr sehr glücklich und du wirst nie wieder traurig sein!“ Und so esse ich die zweite Schüssel Mousse au Chocolat und mein Hirn sagt:“Oh mein Gott ist das geil! Ich bin so glücklich! Nur mir ist ein wenig… Naja, vielleicht der Magen… Oh mein Gott! Das ist so großartig!“ Und es spricht zu mir der Nucleus Accumbens:“ Iss noch mehr! Es macht mich sehr glücklich! Hast du doch eben gesehen!!“ Und ich esse die dritte Schlüssel ich Mousse au Chocolat und ich denke:“Oh mein Gott ist das geil! Das ist so wahnsinnig lecker! Mir ist so schlecht! Mir ist wirklich wahnsinnig schlecht! Und der Accumbens sagt:“ Iss!“ Und ich beginne die Löffel einzeln zu essen und quäle mich ganz fürchterlich. Am Ende ist mir so schlecht das ich tatsächlich aufhören, so wie man immer irgendwann aufhört – viel zu spät eben.

Menschliche Gehirn sind wirklich dämlich! Sie können diesen super Trick mit Bier, mit Zigaretten, mit Zucker, mit allen andern Dingen die Nikotin, Alkohol, Opiate, Kohlenhydrate, Fett oder irgendetwas anderes enthalten, dass uns wahnsinnig schädigt aber eben irgendwie total glücklich macht! Und immer ist es der exakt selbe Mechanismus: mach das noch mal, macht das noch mehr, mach das immer wieder! Das macht dich glücklich, das macht dich glücklich, das macht mich glücklich! Womit sich das Gehirn jedoch wahnsinnig schwer tut ist der andern Seite der Medaille: das macht dich krank, das macht dich krank, das macht dich krank! Diesen Teil der Geschichte betrachte ich nur abends, wenn ich im Bett liege. Dann fällt mir ein, das Bier ungesund ist, dass Zigaretten der Lunge Schaden und das zu viel Zucker irgendwie auch nicht… Naja! Was macht schon Zucker? Und im selben Moment ertappe ich mich selbst dabei, schon wieder zum Mousse au Chocolat Topf zu schleichen…

Post-Apokalyptische Plätzchen 

Heute wollen wir mal wieder backen. Da ja inzwischen jedes Kind weiß, dass Weißmehl ungesund, gefährlich und fast tödlich ist, haben meine Kinder vorgeschlagen, ohne böses Mehl zu backen. 

Die Lösung a’la Kind: Butter, Zucker, Vanillezucker und Ei. Bestimmt ein Hochgenuss. Und jetzt, wo das elende Fest geschafft ist, und alle wieder glücklich und entspannt sind, macht das Backen auch gleich doppelt so viel Spaß. Und dann noch so gesund!!!

Cookies 

Mit meinen Damen habe ich heute dreierlei Cookies gebacken. Und ich muss sagen, wenn man keine Angst von Kohlenhydraten, Fett und Kalorien hat, sind diese Teile eine einzige Offenbarung. 

280g Mehl

100 g brauner Zucker 

100g weisser Zucker

2 Eier

250g Butter

1Tl Natron 

0,5 Tl Salz

Und Gimmicks nach Geschmack 

Je ein TL Teil ergibt einen Cookie. Man muss einfach den Haufen auf’s Blech packen, der Keks wird von ganz allein rund. 

  

Low Carb

Im Urlaub haben sich meine Damen je ein Glas „Möweneier“ ausgesucht. Aus Marzipan, mit Schokolade. Heute am Esstisch, als C-Hörnchen in eins rein biß, kam es dann zu folgendem Gespräch:

Mama:“Was ist da eigentlich drin?“

C-Hörnchen:“Vogelei!“

Mama:“Ja, aber welcher Geschmack?“

C-Hörnchen (leicht entnervt):“Vogelei-Geschmack!!“

Mama:“Ja, aber das ist ja kein echtes Ei, das ist ja ein Bonbon, das aussieht wie ein Ei.“

Schweigen bei den Damen. Verwirrt drehen sie das Bonbonglas in alle Richtungen, bis C-Hörnchen eine Möwe auf dem Etikett findet. „Das sind echte Eier von dem Vogel hier! Und da kommt auch die Schokolade raus!“

So muss es sein! Schokolade ist in Wirklichkeit ein Produkt, das sich in den unbefruchteten Eiern von Möwen bildet. Es ist somit, wie auch Hühnereier, eiweißreich und nicht voller Kohlenhydrate. C-Hörnchen goes Low Carb.