Logik mit drei

D-Hörnchen folgt grad seiner ganz eigenen Logik. Ich bin entzückt! Gestern schauten wir uns ein Pferde-Buch an. Auf einem Bild äppelte das Pferd grad und das Hörnchen auf meinem Schoß fragte, was das Pferd da mache. Ich erklärte, das Pferd macht Aa und das Hörnchen war entsetzt, dass es dafür nicht aufs Klo geht. Also erklärte ich weiter, dass das Aa im Pferdestall immer von den Menschen weg gemacht würde. D-Hörnchen nickte verständig und erkundigte sich ob ich schon einmal Aa von Pferden weg gemacht hätte. Ich verneinte. D-Hörnchen dachte tief und lange nach, schaute immer wieder auf das Buch und fragte dann:“Wann sind wir denn dran mit dem Aa wegmachen?“ 


Für den kleinen Kerl war es offenbar vollkommen logisch, dass es jawohl an der Fürsorge aller Menschen wäre, sich diesem Problem anzunehmen. Logisch! Also, eines Tages kommt die Einberufung vom Equuoalen Verwaltungsamt und da seht dann drin: „Mai 2020; drei Wochen Amerikanische Prärie zum Abäppeln. Die Materialien werden gestellt!“ Ich bin gespannt. 

Weiter im Buch ging es um das Essen der Pferde.


Nachdem D-Hörnchen gesehen hat, dass Pferde Äpen, Karotten und Müsli essen, wurde er abermals sehr nachdenklich. Dann sah er mich an und erklärte mir: „Wenn ich weiter immer das esse, dann werd ich auch bald ein Pferd!“ Denn so muss es sein! Die gewöhnliche Genese der Menschenkinder: Baby, Kleinkind, Pferd, Schulkind,…. Erstaunlich nur, dass ich bei dem zu erwartenden Aufkommen an Pferden in diesem Haus noch nie dran war mit Pferde-Aa wegmachen!

Kleine Kunde der Erde

Mein Neffe ist vier und sehr klug. Zuletzt hat den kleinen Kerl sehr das Erdbeben in Italien beschäftigt. Immer und immer wieder hat er gefragt und erzählt. Wackelnde Erde, einstürzende Häuser. Alles sehr beängstigend! 

Am vergangenen Wochenende erklärte er mir dann folgendes:“Bei Italien hat die Erde gewackelt und die Häuser sind kaputt gegangen. Das ist schlimm. Das ist da passiert, weil die Indianer da wohnen, und die haben an der Erde gewackelt. Bei uns kann das aber nicht passieren, weil hier keine Indianer wohnen.“ 

Auch meine Schwester weiß nicht, woher diese Verstrickung von Halb-und Fehlinformationen kommt. Fakt ist, dass sein kleiner Kopf eine großartige Leistung vollbracht hat; nämlich die, sich einen vollkommen unerklärlichen Prozess in etwas für sich logisches zu verpacken den beängstigenden Anteil somit zu entkräften. „Bei uns ist alles gut!“ Besser geht es nicht! Psychologen sprechen bei diesem Phänomen, dass bei Kindern im Kindergartenalter Auftritt, von der Phase des Magischen Weltbildes. In dieser Phase erklären sich Kinder die Welt so, wie sie sie sich erklären können. Magisch, phantastisch und meistens vollkommen niedlich unlogisch. Der einfache Grund hierfür ist, dass viele Dinge, die unfassbar kompliziert sind, den Kindern Angst machen. Ist es aber eine Elfe, die die kleinen Lichter im Auto blinken lässt, dann ist es ok. Im Grundschulalter weicht dieses Denken dem Rationalen Denken. Aus der Zauber; und meistens auch das Aus für den Weihnachtsmann. Denn auch der ist ja irgendwie magisch (na gut, und von Coca Cola…).

Where the wild Rosés grow 

Auf der Bürgerweide in Bremen wird nun langsam der Freimarkt aufgebaut; das Bremer Equivalent zum Oktoberfest. Gesten war das C-Hörnchen mit ihrer Kindergartengruppen am Aufbauort und hatte mächtig was zu berichten als sie nach Hause kam! 

So erzählte sie freudig, dass sie eine halbe Stunde mit dem Bus gefahren wären. Dann seien sie an den Ort gekommen, an dem der Freimaak wächst. Er sei aber noch sehr klein gewesen; wurde warscheinlich grad erst gepflanzt. C-Hörnchen fand das so sehr logisch. So berichtete sie weiter, dass der Freimarkt dann irgendwann fertig gewachsen sein wird und dann könne man da Karussell fahren. Tja, und am Ende würde  er dann abgeerntet und alles wäre wieder weg. 

Ich liebe diese Magische Phase. Alles hat seine Logik. Und da das Hörnchen im Moment im Garten viel erntet, ist es ihr das sinnvollste der Welt, dass dieses Volksfest ebenso gedeiht. 

Katz und Maus

Vor mir laufen ein Papa und ein Kind, etwa drei Jahre,  im Park. Das Kind entdeckt etwas am Boden; klein, rotgräulich, glitschig. Papa klärt auf:“Da hat eine Maus die Katze gefressen!“ Das Kind staunt und entgegnet:“Echt?“ Papa, ganz in der Welterklärer-Rolle erläutert weiter:“Ja! Das sind Raubtiere. Die fressen alles andere auf und übrig bleibt nur so ein kleines Bisschen.“ Das Kind staunt, hält inne und vergewissert sich noch einmal:“Echt????“ Papa bestäuert weiter:“Man denkt immer die sind so kuschelig weich, aber in Wirklichkeit fressen die auch andere Tiere!“ Das Kind hat riesige, ehrfürchtige Augen und man sieht wie sein Weltbild sich vollkommen auf den Kopf stellt. Nach einigen Sekunden hakt es erneut nach:“Die ganze Katze???????“ 

In diesem Moment fällt es Papa wie Schuppen von den Augen. Unter lautem Lacher klärt er das Missverständnis auf. Kind erleichtert, Papa dem Tode dich lachen nah. Ich auch. 

Kinderlogik

Zum Geburtstag hat D-Hörnchen unter anderem ein neues Baggerbuch bekommen. Endlich mal etwas Abwechslung, denn wenn es nach den Hörnchen geht kann man auch immer das selbe Buch lesen. Eben guckten wir uns das neue Buch zum 7. oder 8. mal an und ich amüsiere mich königlich über die Erzählungen des Hörnchens zu den Bildern:

Da ist ein Lastwagen und ein Bagger und zwei Baggermänner die lachen und zwei andere Baggermänner bauen da ein Plantschbecken auf. 

Der große Bagger muss das arme Auto greifzangen weil das arme Auto seine Räder vergessen hat!

Ich mag diese kleinen Einblicke in die Wahrnehmung meiner Kinder. Es ist oftmals so brachial logisch und in jedem Fall immer niedlich!!! 

In Namensachen

C-Hörnchen fragt:“ Mama, wie heißen Pferde mit Nachnamen?“ Leichtüberfordert beginne ich nachzudenken, komme aber zu keinem logischen Ergebnis. So teile ich dem Hörnchen mit:“ Pferde haben keinen Nachnamen.“ Empört schaut sie ich an und motzt:“Alle haben einen Nachnamen; sogar die Katzen ja auch wie unserer!“ Ein schlagendes Argument wie ich finde, trotzdem weiß ich nicht wie Pferde mit Nachnamen heißen und schlage vor, dass das Pferd ja immer den Nachnamen seines Besitzers haben könnte. C-Hörnchen ist nicht begeistert. „So kann das ja gar nicht sein bei Pferden weil ja gar nicht die Pferde jemandem gehören.“ Ich geriet in Verzweiflung; war ich mir doch der Sache, in Anlehnung an die Katzennachnamen, so sicher. Mein letzter Vorschlag war der, dass „Pferd“ der Nachname wäre, und der Vorname dann zum Beispiel „Amadeus“ oder „Sabrina“ oder „Maharaja“. C-Hörnchen schüttelte sich kräftig, sah mich vernichtend an und sagte:“ Das ist Quatsch Mama! Pferde haben einfach gar keinen Nachnamen!“

Hatte  ich nicht sowas erwähnt????

Battariert

Heute schenke ich euch eine wunderbare Wortschöpfung des D-Hörnchens:

Wenn etwas kaputt geht, macht Papa es heile; er repariert es. Und ganz oft, wenn die Hörnchen etwas für kaputt befinden, muss Papa eigentlich nur die Batterie wechseln. 

Gestern war ein Druckknopf am Kindersitz los. D-Hörnchen versuche emsig ihn wieder zu befestigen. Als dies nicht klappte bat er seinen Papa darum, doch bitte den Kindersitz zu batterieren. 

Papa hat das hinbekommen. Ganz ohne Batterie sogar, einfach batteriert. 

Wettervorhersage 

„Mama? Regnet es heute noch?“ Fragt C-Hörnchen. Ich antworte, dass ich es nicht weiß. C-Hörnchen sagt:

„Aber es könnte heute noch regnen!“ „Ja, das kann sein.“ gebe ich zur Antwort. 

„Marianne (die Erzieherin) sagt aber es wird heute bestimmt regnen!“ teilt das Hörnchen weiter mit. Abermals stimme ich zu, dass es tatsächlich sein könne, dass noch Regen käme. 

Unser Gespräch geht weiter:

Hörnchen:“Aber Marianne weiß nich genau ob Regen kommt!“

Mama:“Ich weiß es halt auch nicht genau.“

Hörnchen:“Aber Marianne sagt es könnte Regen kommen. Aber sie weiß es nicht genau.“

Mama:“So ist es ja auch. Vielleicht kommt Regen, vielleicht auch nicht.“ 

Hörnchen:“Aber Marianne weiß es auch nicht genau!“

Mama:“Hörnchen? Was ist denn mit dem Regen? Ist das schlimm wenn der kommt? Oder ist der wichtig?“ 

Hörnchen:“Nein Mama! Wenn der Regen kommt wird es nass!“ 

Also Leute! Heute könnte es regnen, vielleicht. Vielleicht auch nicht. Aber seht euch vor! Wenn es regnen sollte, würde es nass werden.   

Wenn Männer…

Warum können Männer eigentlich keine Kinder anziehen? Fast jeden Morgen habe ich an irgendeinem Bekleidungskonzept was auszusetzen. Bei Minusgraden nur ein dünnes Shirt, bei Wärme ’ne dicke Thermohose und über die irren Kombinationen von Mustern möchte ich gar nicht sprechen. Und dann beschwere ich mich, dass Unterhemd und Longsleeve zu kalt sind im Winter und es dauert Taaage. Bis dann, endlich, am fünften oder sechsten Tag, das Kind mit einem echten, warmem Pullover runter kommt … und ist draußen ist es warm. 

Wer nun sagen möchte, ich solle den Mist doch alleine machen, dem sei gesagt: Während er oben die Kleinen anzieht, bringe ich unten die Großen auf die Bahn. Und auch hierbei gibt es diverse Kleinigkeiten, die man verdrehen, vergessen oder verwechseln kann. Wunderwerk Mann; wie war das noch gleich gedacht?!