Den Bach runter

D-Hörnchen ruft gern seine Oma an und lädt sie zum Spielen ein. Manchmal lädt er auch sich selbst zu Oma ein oder erzählt von einem wichtigen Ereignis. Oma und D-Hörnchen freuen sich dann und sind schrecklich niedlich. Auch heute wollte D-Hörnchen Oma anrufen. Wie immer wählte ich die Nummer, drückte den grünen Knopf, schaltete den Lautsprecher ein und gab dem Hörnchen das Telefon. Der kleine Kerl hielt es sich erwartungsvoll ans Ohr und wartete. „Tuuuut“ sagte das Telefon. D-Hörnchen blickt gespannt in den Höhrer. „Tuuuut“ sagt das Telefon erneut. D-Hörnchen zweifelte, vielleicht ist Oma nicht da? „Tuuut“ sagt das Telefon ein drittes Mal. Und dann geht Oma dran. D-Hörnchen sagt schüchtern „Hallo!“ Und Oma freut sich seine kleine Stimme zu hören. Oma erkundigt sich was er denn möchte und das zarte Stimmchen spricht leise aber bestimmt:

„Oma, ich möchte mit dir den Bach runter gehen.“ 

Oma verstummt, ich bekomme einen Lachanfall. 

Wir hatten zuvor über diese Redewendung  gesprochen und ich hatte dem kleinen Hörnchen erklärt, dass ein Bach ein kleiner Fluss ist. Alles was das D-Hörnchen wollte war mit seiner Oma am Fluss spazieren zu gehen. Vollkommen logisch. 10 Minuten später war Oma da, und dann sind die beiden gemeinsam den Bach runter gegangen. Schön!! 

Schick und Schön

Beim Fernsehen mit dem B-Hörnchen läuft eine Vorschau für so eine Renovier-Sendung, wo irgendwelchen Leuten das ganze Haus schick und schön gemacht wird. Im der Schlussszene sieht man etwa 20 Helfer über ein Feld laufen, in Richtung Haus. Einige tragen leere Bananenkisten, die ihren enormen Kampfgeist symbolisieren. Monumental erkling die Stimme des Sprechers:“Das halbe Dorf hat sich versammelt um der Familie zu helfen!“ 

B-Hörnchen guckt wenig interessiert und kommentiert dann:“Oh! Die Helfer haben sogar Bananen mitgebracht.“ 

Und jetzt an den Kopf

D-Hörnchen hatte gebadet und stand nun am Waschbecken um abgetrocknet und eingecremt zu werden. Während ich Beine und Bauch einschmierte, nahm er Creme an seine kleinen Hände und ich sagte:“Super D-Hörnchen, und das schmierst du an deinen.. (ich fand nicht die richtigen Worte) Kopf!“

D-Hörnchen rieb die Hände aneinander und zögerte. Dennoch schmierte er die Lotion, so wie Mama es gesagt hatte, beherzt in seine Haare. Der fragende Gesichtsausdruck dabei sprach Bände! Ich massierte die Creme sorgfältig in sein Haar ein und sagte ihm, was für die Haut gut ist, wird den Haaren kaum schaden. Danach bekam er noch Creme ins Gesicht und dann war er das sauberste und glitschigste Kind der ganzen Welt!

Zu früh gefreut

A-Hörnchen war heute allein mit der Straßenbahn auf Tour. Die Anweisungen an ihn waren denkbar einfach: 

An Haltestelle ‚xx Krankenhaus‘ steigen die anderen aus. Dann rufst du mich bitte an! 

Zur erwarteten Zeit klingelte mein Telefon und das Hörnchen war dran:“xx Krankenhaus war jetzt. Tschüss!“ Aufgelegt. 

Mein super Plan war es, ihm nun zu sagen, wann wir uns wo treffen. Sein Plan war, dass das schon irgendwie klappt. Also sprang ich auf mein Fahrrad und für fix an die Haltestelle ‚drei nach xx Krankenhaus‘, an der A-Hörnchen aussteigen sollte. 

Ich wartete. Ich wartete lange. 10 Minuten, 15 Minuten, 20 Minuten. Ich wurde nervös, sehr nervös. Sein Handy hatte er ausgemacht. Klar. Und ich wartete und redete mit gut zu, dass er sich ja melden würde, wenn etwas wäre. 

Und ich wartete. 30 Minuten lang, und da kam das Hörnchen aus der Bahn. Er strahlte mich stolz an, ich glotzte ihn perplex an. „Wo warst du?“ Sagte ich ruhig aber bestimmt. A-Hörnchen verstand nicht und entgegnete:“In der Bahn?! Und außerdem,“ führte er fort „waren es bis hier her, vom Krankenhaus nicht 3 Haltestellen sondern 12!“  

Da dämmerte es mir! Auf der Strecke waren zwei Krankenhäuser! Er hat alles richtig gemacht, an der Haltestelle mit dem Krankenhaus-Mama anrufen! Nur dass Mama ein wichtiges Detail vergessen hatte.. Die anderen waren tatsächlich bis zum 2. Krankenhaus mitgefahren. 

Kratzen und kotzen

Heute gab es zum Abendessen Grießbrei. Nachdem die Hörnchen erfolgreich zwei Kilo der Pampe verdrückt hatten, begann ich die Reste aus dem Topf zu operieren.
Alle Hörnchen schauten dabei zu und waren eigenartigerweise von meinem Tun sehr beeindruckt. C -Hörnchen brachte es nach einigen Sekunden dann sehr passend auf den Punkt:

„Mama kotzt den Topf leer!“Sagte sie und verwechselte bei diesem Satz auf großartige Art und Weise die Begriffe ‚kratzen‘ und ‚kotzen‘. Süß! Zumindest so lange keiner im Topf kotzt. 

Tödliche Gefahr

Eben, beim Frühstück, krabbelte an der Wand hinter dem C-Hörnchen, der ein Schuster/Langbein lang. Da ich wohl weiß, wie sehr C-Hörnchen sich vor den Tieren gruselt, bat ich A-Hörnchen, der daneben saß, das Krabbeltier zu entfernen. 

Mein Sohn stand gemach auf und machte sich an Werk. Dann mischte sich Papa ein und sagte (vielleicht etwas unüberlegt):“Pass auf, die sind ganz fies!“ 

Was er sagen wollte: Pass auf, die Viecher sind schnell und schwer und fangen, die schlüpfen durch jede Lücke. 

Was A-Hörnchen hörte war: Piiiiiiippp

Und was C-Hörnchen hörte: Pass auf! Die Viecher sind brandgefährlich. Die haben riesen Zähne und beißen dir binnen Sekunden die Finger ab. Die Essen Finger mit Satz und Pfeffer zu Frühstück . Und dann musst du sterben!!!!

Er hat das Ding dann raus gebracht. Und er hat überlebt. Und wir mussten C-Hörnchen trösten.