Ach ja, so war das….

Gestern Abend bin ich wirklich früh ins Bett gegangen, ich war vollkommen k.o. Um 22:30 Uhr ging die Augen zu und ich fiel schnell in Tiefschlaf. Um eins geschah etwas, dass der lange nicht mehr geschehen ist. Ein schreiendes Kind wanderte durchs Haus und suchte Mama. Das D-Hörnchen hatte im Schlaf hohes Fieber bekommen und war völlig hilflos. Es dauerte lange ihn zu beruhigen. Trotz Fieber senkender Mittel, diverser Streicheleinheiten und allem Pipapo dauerte es bis 5:00 Uhr am Morgen bis er wieder halbwegs ruhig war. Als mein Wecker mich um sechs aus dem Schlaf riss, war ich fast tot. Auch der Tag war bisher hochintensiv. Fast ununterbrochen lag das Leidende Kind auf mir drauf, nuckelte am Daumen und litt. Ich lass Bücher vor, kraulte den Kopf und warte darauf, dass der Tag vorbei geht.

Ach ja, so war das! Es ist gar nicht lange her, da waren Tage wie dieser Alltag für mich. Viele, viele Monate lang bin ich nachts aufgestanden um Babys zu stillen, viele weitere Monate was trauriger Alltag (oder All-Nacht), dass ich mehrfach pro Nacht aus dem Schlaf gerissen wurde weil irgendetwas nicht so war, wie es sein sollte. Vollgepinkelte Betten, Kotzarien, Fieber, Husten, Albträume,… Die Palette der nächtlichen Ruhestörungen war gewaltig und durch die kurzen Abständen der Kinder folgte eine Katastrophe auf die nächste. Ich weiß heute nicht mehr wie ich das überstanden habe. Realistisch betrachtet muss ich jahrelang nicht geschlafen haben.

Heute steckt mir diese eine schlechte Nacht mächtig in den Knochen. Ich bin vollkommen gerädert, habe das Gefühl Schmerzen am ganzen Körper zu haben und kann mich kaum dazu aufraffen irgendwas anderes zu tun als zu leiden. Das kranke Kind und ich ergänzen und somit ganz hervorragend. Einzige Unterschied ist, dass ich nicht ganz so gut von umsorgt werde und nicht am Daumen lutsche.

Moin Montag

Zuletzt war es mir egal ob es ein Montag oder ein Mittwoch war, an dem ich mäßig müde den Tag bestritt um abends platt auf dem Sofa zu kollabieren und um Punkt 23.00 Uhr zu wach zu sein um zu schlafen. So ist es immer, so war es immer, besser kann ich nicht. Heute allerdings muss Montag sein, und er gibt alles. Es ist 8.17 und ich mag nicht mehr.

In Sachen Müdigkeit befinde ich mich auf dem Level, auf dem die Gliedmaßen schmerzen und jede Bewegung der Besteigung des Everest ohne Sauerstoff gleicht. An dieser Stelle sei erwähnt, dass ich bereist geduscht habe (schlimm), Frühstück gemacht (wirklich schlimm) und die kleinen aus dem Bett geholt habe – im 3. Stock (fast tödlich). Alle vier Kids am Ende, dem B-Hörnchen laufen unentwegt Tränen übers Gesicht. Um vier habe sie noch mal auf den Wecker geguckt…

Und so bringe ich das B-Hörnchen wieder an den Ort, an den sie ganz offenbar gehört – in ihr Bett, brennend vor Neid an der Bettkante. Was hätte ich für eine Stunde Schlaf gegeben? Statt dessen beginne ich noch einmal den Berg zu besteigen, quäle mich zur Kita, und dann ins Büro. Habe einen Stehplatz in der Bahn, leide sehr und lese bei Twitter, dass Kelly Bishop, die Darstellerin der Emily Gilmore bei den Gilmore Girls, ebenfalls die Mutter von Baby in Dirty Dancing gespielt hat.

Immerhin! Etwas positives hat der Tag also, für was genau mir diese wunderbare Erkenntnis jetzt nutzt werde ich erleben. Wenn ich geschlafen habe und einen Sitzplatz habe.

Insomnia

Ich konnt nicht schlafen; mein Hirn.. Schwachsinnige Gedanken reisen von a nach b, untermalt von Jeopardy-Musik. *Bidiidiidibidiidii bidiidibidi bidiiidiiidiiidii bididibibididi bi diidii bidididi*. Wieso heißt Gardinen-Bleiche eigentlich Gardinen-Bleiche? Unsinnig, ist doch das Ziel der Behandlung nicht die Gardinen auszubleichen, sondern ihren ursprünglichen Farbton wieder herzustellen, *Bidiidiidibidiidii bidiidibidi bidiiidiiidiiidii bididibibididi bi diidii bidididi* weiß warscheinlich. Ich denke bei weiß ist es warscheinlich egal ob man den ursprünglichen Farbton auffrischt oder bleicht, ist halt am Ende weiß

Wie in einem Flipper gehen die Gedankenfetzen hin und her, mein Kopf fügt zu der Jeopardy-Mudik die Soundeffekte eines Flipperautomaten ein und erzeugt lustige bunte Lichtblitze. *Bidiidiidibidiidii bidiidibidi bidiiidiiidiiidii bididibibididi bi diidii bidididi*

Angenommen man nimmt die Anzahl der Straßenlaternen auf dem Weg zur Arbeit und die Anzahl der Streifen auf meinem Schlafshirt, nimmt beides mit 70 mal, bedenkt aber, dass ich 13x krank bin, was ist dann mehr? ^^ich könnte mal wieder Kartoffelpuffer machen! *Bidiidiidibidiidii bidiidibidi bidiiidiiidiiidii bididibibididi bi diidii bidididi* Die geschätzte Anzahl der Streifeb ist 27, die genaue Anzahl der Laternen ist 35.

„Weißt du wie viele Laternen auf deinem Arbeitsweg sind?“, frage ich den Menne. Er weiß es nicht. Piling pling, zirrr, pling pling zoooom. Wieso weiß der das nicht

70×27 ist jedenfalls 1890, sind es denn eigentlich 27 Streifen? Ich machte das Licht an, zahle nach. 27! Wahnsinn, bin ich gut. *Bidiidiidibidiidii bidiidibidi bidiiidiiidiiidii bididibibididi bi diidii bidididi* 1890 also, 35×70-13×70 ist 1540. fertig langweilig Pling pling, zirrr, pling pling zoooom Ping pling, zirrr, pling pling zoooom zoom pling Pling pling, zirrr, pling pling zoooom.

Schlafen wäre ja auch geil, bin sowas von müde. Ich denk an langweilige Dinge. Warten vor der Kneipe; Kopf plant Gespräche – böse Falle. Wirres bunt wandelt sich in lineare Strunkturen, planen. Was plane ich hier eigentlich und habe ich genug Eier für Puffer im Haus? Ich könnte aus den Äpfeln über auch Kompott

*Bidiidiidibidiidii bidiidibidi bidiiidiiidiiidii bididibibididi bi diidii bidididi* Silbermond. Die Frau heißt doch Stephanie Kloß. „Gib mir’n kleines Bisschen Sicherheit, in einer Welt in der nicht s..“ Boa, Silbermond kann ich ja auch nicht so gut leiden,

*Bidiidiidibidiidii bidiidibidi bidiiidiiidiiidii bididibibididi bi diidii bidididi*

Kompott also, witzig die Wortähnlichkeit von Kompost zu Kompott. Haha

Ich muss mal pennen… Langsames zählen

1…

2…

3… ich verwechsle ständig Geranien und Tagetis

1…

2….

3…….. wo war ich

ach ja Tagetis

1…..

1……..

1…….

Baumscheibe.

1………

Ist doch für’n Arsch.

Spätzle gehen auch mal wieder und Buntwäsche morgen.

1……

Fuck

1…..

1………

2…………

2……………

3……………..

4………………..

5…………………..

Rest bedenke ich morgen; lasse mich von Silbermond in den Schlaf jaulen.

Müde, wie immer

Wieder ist ein erster Tag nach den Ferien geschafft. Wieder war ich endlos müde, als um 6 der Wecker sang. Wieder waren alle vier Hörnchen mehr tot als lebendig und wieder stellte sich die Frage, für wen beginnt die Schule um acht? Ich zumindest kenne niemanden, weder Lehrer noch Schüler noch Eltern, der großen Wert darauf legt, morgens um acht in der Schule zu sein.

Wie jedes Mal zeigen die Ferien und hervorragend auf, wie der gesunde Rhythmus unserer Familie aussieht. Aufstehen gegen halb neun, Leistungen ab zehn. Mittag gegen halb zwei, danach Siesta und gern noch mal ein Hoch. Essen abends gegen sieben, halb acht geht auch und zwischen acht und neun kehrt Ruhe ein. Kein Streit, keine müden Diskussionen, keine Kinder, die aber noch nicht schlafen können. Leistungsbereite Gehirne, wohlgesonnene Persönchen und alles läuft wie von selbst.

Außerhalb der Ferien ist es das frühe Aufstehen, dass den Tag zerlegt. Zum Frühstück noch keinen Appetit, zum Handeln zu müde. Die ersten zwei Schulstunden schläft der klassische Schüler; die Lehrer auch. All das gilt inzwischen als erwiesen. Dutzende Studien zeigen Leistungskurven, Wirtschaftswachstum und eine zufriedenere Gesellschaft auf, würden die dogmatischen Rhythmen um zwei Stunden verschoben. Und wir? Wir klugen Menschen, die Krone der Schöpfung? Sein wir realistisch. Wir diskutieren seit 20 Jahren über die Abschaffung der Zeitumstellung. Die Mühlen mahlen langsam, der Deutsche ist weder experimentell noch mutig. Und deshalb werden wir auch in 20 Jahren noch um sechs aufstehen, damit die Kleinen pünktlich um acht müde in der Schule sitzen. Wahrscheinlich sind wir auch einfach zu müde um was dran zu ändern.

Gute Nacht!!

Warten warten warten

Was für ein herrlich-unbekanntes Gefühl. Ich habe ausgeschlafen!! Unglaublich, total und absolut ausgeschlafen. Bis elf Uhr! 

Es ist ganz und gar wundervoll. Was ich vor zehn Jahren beinahe als ‚zeitig aufstehen‘ bezeichnet hätte, ist nach jahrelanger Schlafentzugsfolter wie … wie … Wie Schlaf nach jahrelanger Schlafentzugsfolter. Ich fühle mich neugeboren, resistent und erholt. 

Und dabei ist es ja nichtmal so, dass ich in all den Jahren nicht die Gelegenheit gehabt hätte. Nein nein, nur leider hat mein mütterlicher Trieb mich auch dann, wenn alle Hörnchen weg waren und ich lange auf war, um spätestens acht aus dem Bett getrieben. Wer weiß denn, ob man nicht irgendwo gebraucht wird. Also mit Kaffee bewaffnet nebens Telefon  und gewartet. Dass was passiert, oder sie endlich alle wiederkommen. Tja, und wenn alle hier waren, und der Menne mich liegen ließ, dann habe ich es halt genauso gemacht, nur ohne Telefon. Bis heute. Heute habe ich mein Hirn überlistet, es off-line genommen und mich von den letzen Jahren erholt. Trefflich, dann kann ich ja ab morgen wieder acht,fünf Jahre warten… ob was passiert. Oder irgendwann dann: Warten, ob wer nach Hause kommt. 

Das Aufsthen‘-Müdsein-Paradigma

Es ist alles ganz logisch! Wenn man die Kinder abends ganz spät ins Bett steckt,  (in unserem Falle gestern war es so Ca. 21.00) wachen sie am nächsten Morgen verlässlich etwas früher auf. 

So kam es. Und was das mit sich bringt, wissen alle Eltern. Einen Tag lang dauermotzige nöhl-Kinder. Denen man nichts recht machen kann, die chronisch heulen und jammern. Herrlich. 

Hinzu kommt, dass ich zwar ab 22.00 Uhr versucht habe einzuschlafen, es aber lange lange nicht ernsthaft geschafft habe. Somit fühle ich mich wie drei mal vom Panzer überrollt, sieben Mal gegen die Tür gelaufen und mit nem Totschläger maltrytiert. Das habe ich nicht verdient. Nein nein. 

Freunde von früher 

Gestern Abend waren zwei sehr, sehr alte Freunde hier, die keineswegs alt sind, aber schon ewig und drei Tage unsere Freunde. Wir saßen im Garten zusammen und haben was gespielt. Dazu gab es ein Bier und Zigaretten. Quasi im siebten Freiheitshimmel vergas ich alles; de Zeit, die Müdigkeit und vielleicht sogar das Bauch-Einziehen.   

Viel zu spät war ich im Bett und schlimmer noch: Das blöde Bier, das nicht betrunken gemacht hat, reichte aber aus, um mich schlecht schlafen zu lassen und meinen Kopf zu auan. Und als ob das nicht ausreicht, hat das blöde D-Hörnchen pünktlich zum Einschlafen angefangen Theater zu machen. Bis halb vier. 

Heute bin ich tot.  Aber gestern; da war ich unvernünftig. Wie cool!!