Ein Bopfs

D-Hörnchen hat eine neuen Leidenschaft. Er macht Mama einen Bopfs. Das geht wie folgt:

Mama (also ich) sitzt auf einem Küchenstuhl, in aller Regel versuche ich zu essen oder zu trinken. D-Hörnchen schiebt hoch ambitioniert einen Hocker direkt neben meinen Stuhl, klettert umständlich drauf und fragt mich mit strahlenden Augen:“Soll ich dir einen Bopfs machen?“ Nach meiner Einwilligung klettert er mit auf meinen Stuhl, so dass er dann in meinem Rücken steht und ich noch mit Ca. 1/4 Ars** auf dem Stuhl hocke. Dann beginnt das Bopfsen. 

Bopfsen, das bedeutet so viel wie „einen Zopf machen“. Und in Kleinkind’isch übersetzt heißt es: Hinter Mama stehen und wie wild in den Haaren zubbeln. Und dann, nach etwa 38 Sekunden vorsichtig sein, geht es alles mit ihm durch und es tut weh. Sehr. 

Das beste ist, dass wenn ich an der Stelle, wenn er noch auf dem Hocker seht, ’nein‘ sage, passiert eigentlich genau das Gleiche. Er bopfst halt.