Das Parfum 

Selten mussten meine kleinen Hörnchen so sehr Baden wie gestern Abend! Aber beginnen dort, wo alles anfing – und endete. In der Badewanne. 

In selbiger spielten die zwei mit ihren Autos; gute Idee soweit. Zumindest bis C-Hörnchen auf dem Regalbrett über der Wanne unser Eau de Toilette entdeckte. Ich bekam von allem nichts mit; die Tür war zu. Erst nach 20 Minuten betrat C-Hörnchen die Küche,  umhüllt von einer unglaublichen Wolke. Ihre bloße Anwesenheit brannte in den Augen. Ein Kuss zerfraß die Lunge und es wurde noch schlimmer. Beim betreten des Badezimmer wurde mir schwindelig, es war kaum zu ertragen. Douglas hoch 100; abartig. 

Ich riss das Fenster aus, parallel begann ich die Hörnchen zu spülen. Es half alles nichts. Als eine halbe Stunde später der Menne nach Hause kam, traf auch ihn noch der Schlag. Aktuell weiß hab nicht ob ich krank werde oder meine Atemwege einfach total gereizt sind. 

Respekt liebe Hörnchen, das hat Eindruck hinterlassen. Einen bleibenden. 

Dufte

Nun ist der Tag gekommen, an dem ich den Mitarbeiterinnen bei Douglas ihre Existenzberechtigung zuspreche. Wer hätte das gedacht. 

Nachdem ich ja heut Mittag in Sachen ‚Duft‘  arg enttäuscht wurde, bin ich am Nachmittag in einer Filliale von Douglas gewesen. ‚Wer wenn nicht die‘ war meine Parole. 

Ja!! Wer wenn nicht die!! Endlich konnte meinem Verlangen Abhilfe geschaffen werden. Mit einigen einfachen Fragen ermittelte die kompetente Dane fünf Düfte, die ich mögen könnte. Alle fünf durfte ich danach anschnüffeln und ratz fatz hatte ich mich einfach so entschieden. Toll!! 

Auch wenn Sie vielleicht oberflächlich wirken, komisch gekleidet sind und ihr Arbeitsplatz auf mich alles andere als einladend wirkt; offenbar wissen Sie was Sie tun!!

Manchmal könnt ich kotzen!!

Vorhin kam mir der spontane Wunsch nach einem neuen Duft. Also nutzte ich die Anwesenheit meines Mannes und fuhr zum Rossmann an der Ecke um mich dort ein mal durch die Abteilung zu schnüffeln. 

In Geschäft war es nicht sehr belebt, ich schlenderte zum Tresen und fand niemanden vor. Da die Filliale neben den weggeschlossenen, teureren Düften auch günstiges Parfum führt, welches im Regal frei rum steht, ging ich zunächst dort hin. 

Leider gab es hier nicht viel zu schnüffeln. Wenige, zumeist leere Tester; viele verschweißte Päckchen. Also suchte ich eine Verkäferin. Auf meine Frage, ob man einen Duft testen könne, sagte sie ich wäre unverschämt. „Oder würden Sie noch ein Parfum kaufen das schon offen ist?“ pampte sie mich an. Ich schaute fragend aus der Wäsche und sagte, dass meine Kaufentscheidung jedoch stark erschwert ist, wenn ich nicht wisse was wie riecht. Sie sah das anders und ich verließ das Geschäft. 

Als Nächstes wollte ich beim Aldi Frust-Kekse kaufen; die Schlangen bis zur Kühltheke vermiesten mir auch dieses Vorhaben. Wieder zu Hause angekommen fand ich keinen Parkplatz. Als ich mich endlich in eine Lücke geekurbelt hatte, begann es zu schütten wie aus Eimern. 

Und anstatt wohlduftend zu Hause Kekese zu essen, sitze ich nun in Auto, stinkig, und mag nicht aussteigen. Außerdem muss ich pinkeln…