Letzte Tage

Acht Wochen sind vergangen und die logische Konsequenz von einem erstem Arbeitstag und einen großartigem Praktikum ist nunmal der letzte Tag. Der ist heute. Und wie am ersten Tag bin ich nervös. Letzte Tage sind wie erste Tage. Irgendwie weiß ich nicht was kommt, was ich erwarten soll und am liebsten hätte ich es, er wäre schon vorbei. 

Mein Praktikum war super! Ich habe ganz nebenbei irre viel gelernt und tolle Menschen kennengelernt. Und am aller wichtigsten ist: Ich konnte mich orientieren. Nun weiß ich wo es hingehen soll. Der Drogenhilfebereich hat mich gepackt, ich bin angefixt und kann mir nichts anderes mehr vorstellen. Nun heißt es, das Studium endlich zu beenden und dann meine Fühler auszustrecken, nach einem Job in diesem Bereich. 

Doch nun erstmal auf zum letzten Tag.  

Der 3. Tag

Nachdem das Fahrrad am 2. Tag nicht zum Doktor durfte, versagte es am Morgen jeden Dienst. Bahn fahren. Eine zu machende Erledigung fiel damit aus, da ich den Umweg per Pedes kaum schaffen konnte. Egal; dafür überpünktlich zur Arbeit. 

Total gut in der Zeit und wirklich überpünktlich in die Bahn angekommen. Musik auf den Ohren verstärkt das Gefühl der Zuversicht. Na ja, und hinderte leider meine Ohre daran zu hören, dass die Bahn anders fährt oder vorsätzlich falsch abbiegt oder so. Notfallabgang meinerseits eine Haltestelle in der falschen Richtung, Rückweg per Pedes und dann aber: Richtige Bahn. 

Ankunft pünktlich. Nicht mehr, nicht weniger.  

 

Der zweite Tag

Heute morgen sprang ich voller Elan auf mein Fahrrad. Der zweite Tag an einer neuen Arbeitsstelle ist immer gut. Man weiß den Weg, weiß wie lange man baucht. Man weiß wo man seine Jacke hinlegen darf und wo das Klo ist. Vor allem hat man Bekanntschaft mit der Kaffeemaschine gemacht und kann vielleicht aller erste Schritte allein gehen. Ich war mir sicher: Der zweite Tag wird super!

Auf dem Weg zum Arbeit radelte ich durch ein Parkstück und traf dort zufällig die Schulklasse meines Sohnes. Fröhlich winkend radelte ich an ihnen vorbei und war optimistisch. Genau so lange, bis mir noch im Park der Kettenkasten brach, die Kette blockierte und ich um ein Haar hoch ungeschickt abgestiegen wäre. Um irgendwie pünktlich zu kommen, zerrte und riss ich wie irre an Kette und Kasten und konnte, dank meines angstlosen Einsatzes, meinen Arbeitsplatz pünktlich erreichen. Pünktlich und dreckig. Aber man kann nicht alles haben. 

Der Tag war super! Bis auf die kleine Tatsache, dass auch der der Fahrraddoktor am Mittwochnachmittag geschlossen hat. Ärzte eben. 

Aller Anfang ist …

Mein erster Tag als Praktikantin liegt hinter mir. Heute morgen bin ich vor Aufregung fast gestorben, tausend Fragen wären in meinem Kopf und nun 

pfffffff….

ist mein Kopf voll mit Input und ich bin alle. 

Ich hasse erste Tage. Jedes Mal wieder bin ich unfassbar nervös und kann nicht aufhören, mir jedes erdenkliche Drama gründlich auszumalen. Ganz enorm kreativ kann ich in diesem Prozess werden, und wenn ich dann endlich ankomme und der erste Tag beginnt, kann mich zwar nichts mehr ernsthaft schocken, jedoch bin ich auch allein durch die Anspannung vollkommen in Eimer. 

Na ja, Mittwoch wird alles besser. Denn das wichtigste an ersten Tagen ist, dass es sie nur einmal gibt. 

Paktikantin

Da ich im Studium dieses Semester viel Leerlauf habe, und diesen ja schlecht leiden kann, habe ich mich entschlossen, ein Praktikum zu machen. Durch einen netten Zufall habe ich einen Praktikumsplatz gefunden, auf den ich mich riesig freue und vor der ich gleichzeitig einen ordentlichen Respekt habe. 

Die kommenden acht Wochen werde ich in der Drogenhilfe arbeiten. Ein Café für Konsumenten, angeschlossene niederschwellige Beratung sowie eine medizinische Ambulanz. Ich freue mich darauf Menschen kennen zu lernen und ein bisschen ‚echte Welt‘ zu sehen. In den vergangenen Semestern habe ich mich  viel mit den Themen Sucht und dem Umgang mit ihr beschäftigt. Leider ist es ja, wie so oft, theoretisch alles einfacher als praktisch. Nun also echte Menschen, echte Probleme, echte Lösungen. 

Zu der Vorfreude mischt sich, wie erwähnt, ein gehöriger Respekt. Natürlich sind mir auch mögliche Probleme mit dem Klientel nicht fremd. Ich hoffe inständig den richtigen Ton zu treffen, zurechtzukommen und keine Probleme zu haben. Sicherlich ist gesunder Respekt besser als hirnlose große Fresse oder ein respektloser Umgang. Und überhaupt dreht es sich doch alles um den Respekt vor den Leuten und ihrem Leben, und daran wird es nicht scheitern. Trotzdem.. Ich bin echt gespannt!