Der beste Tag der Welt

Heute würde ich um 7.30 Uhr von einer Email geweckt. Zunächst ignorierte ich den Ton, sah dann aber zum Glück doch nach. Die Email war vom Zentralen Prüfunsamt und teilte mir mit, dass die Ergebnisse zu den Klausuren da sind. Zu den schlimmen Klausuren. 

Mein Herz blieb stehen und ich rannte im Schlafanzug in die Küche, wo ich die Zugangdaten für meinen Account aufbewahre. Mit bebenden Händen tippte ich die Ziffern ein. Zunächst konnte ich nichts erkennen aber dann stand es da, ganz groß und deutlich:

Modul 5; Kombiprüfung WS 15/16 best. 3,3. 

Es ist also vollbracht. Bestanden! Und endlich auch Erleichterung. Fast untertrieben. In Wahrheit rief ich von Schluchzen und Tränen der Erleichterung geschüttelt den Menne auf der Arbeit an. Nachdem er verstanden hatte, dass nichts schlimmes passiert ist, konnte  er sich dann auch mit mir freuen. 

So gut ich kann

A-Hörnchen schreibt heut eine Englischarbeit. Er ist gut vorbereitet und alles sollte gut klappen. Beim Frühstück fragte ich ihn, ob er eigentlich vor einer Arbeit aufgeregt wäre oder Angst hätte. Er sah mich überrascht an und sagte:“Nee! Gar nicht!“ Ich erläuterte noch, dass manchen Menschen Angst hätten zu versagen, da führte er fort:“ Mama! Ich mach das genau so gut, wie ich es kann. Und besser wäre es dann ja eh nicht geworden!“ 

So ist es wohl, großartig, wenn man das so sehen kann. Ich persönlich bin immer entsetzlich aufgeregt; und mache es dann so gut, wie ich es eben in diesem Zusand noch kann. Ein wenig von seinem Selbstvertrauen könnte mir da auch nicht schaden. 

Prüfung

Richtig anspruchsvoll wird so eine Prüfung ja erst dann, wenn man

a) die Nacht zuvor kaum geschlafen hat (Danke D-Hörnchen)

b) 10 Minuten lang vor dem Büro auf den Prüfer warten muss (Danke Herr Professor)

und

c) von 14 zu bearbeitenden Texten glatte sechs dem Äther entschwunden sind, und somit gar nicht bearbeitet wurden. Weiß der Kukuk, wo die geblieben sind; vielleicht sind Sie zu Malpapier geworden. 

Jedenfalls ist eine 2 unter diesen Umständen durchaus akzeptabel, auch wenn ich arg daran arbeite, nicht sehr enttäuscht zu sein.