Superheld a.D.

Vor gerade einmal 26 Tagen hatte ich meinen ersten Arbeitstag im neuen Job und mein wichtigster Vorsatz war dieses Mal, kein Superheld zu sein!

In Anspannungs- und Anforderungssituationen neige ist stark dazu, ein Superheld zu werden. Ich kann dann alles, entwickle Löwenkräfte und zeige es allen so richtig. In aller Regel sind dann auch alle total schnell völlig begeistert, schließlich kann ich ja alles. Mit der Zeit wird es dann recht anstrengend diesem Pensum standzuhalten und es wird stressig. Daher dieses Mal der gute Vorsatz: Kein Held sein! Ich habe das ganz gut gemacht bisher. Ich habe Fragen gesellt, es langsam angehen lassen und noch kein einziges Mal versucht die Revolution einzuleiten. Bis gestern.

Nach einer heftigen Erkrankung am Wochenende sagte der Superheld in mir: „Klar kannst du Montag arbeiten. 800mg Ibuprofen zum Frühstück, 500mg Paracetamol um 11 und ab und zu heimlich einen Löffel Alete; was anderes kann ich kaum essen. Easy, keiner merkt was!“ Eine gute Freundin war es, die mir recht deutlich zu verstehen gab, dass das keine Lösung ist, ja sogar sehr dumm wäre. Und nun, da ich zu Hause geblieben bin, weiter das Bett hüten und gesund werde, fällt es mir wieder ein: Ich bin kein Superheld!

Und das ist so wichtig!! Denn die doofen Superhelden sind es, die die Messlatten so hoch setzten. Mütter, die immer alles hinbekommen sind stressig, Wohnungen, die immer aussehen wie geleckt, setzten einen über Druck und Superhelden im Job nötigen andere dazu, ebenfalls ihre Gesundheit zu vernachlässigen und den Helden zu geben. Ich bin kein Held. Ich bin nur ok so wie ich bin. In je näher ich mir selbst komme, desto ok-er bin ich.

Stress im Kopf

Sehr gern würde ich einen klugen oder wenigstens lustigen Beitrag verfassen. Und je mehr ich über das mögliche Thema nachdenke, desto größer wird die Suppe in meinem Kopf. Bevorstehende Ereignisse mischen sich mit kleinen Anekdoten der Kinder, mischen sich mit to do-Listen und allerlei anderem. Jeder Gedankenstrang endet im Chaos und aus dem selbigen ragt ein nächster. Nervig ist es allemal, wenn man nichts auf die Kanne bekommt, aber was tun? Die Lösung, zumindest in meinem Einzelfall, heißt: Stressabbau. Die vergangenen Wochen waren ein harter Ritt, das Leben war recht anspruchsvoll. Stress ist das Resultat und der setzt uns Menschen zu.

Kurzfristig betrachtet ist Stress ein Segen. Eine temporäre Anspannung macht den Menschen leistungsfähig. Hohe Mengen von Cortisol werden ausgeschüttet, der Körper setzt zusätzliche Zuckerreserven frei, Hirn und Muskeln arbeiten auf Hochtouren. Das war praktisch um dem Säbelzahntiger zu entkommen und bewährt sich auch heute, zB. vor wichtigen Terminen.

Anders ist es mit langfristigem Stress. Denn verweilt der Körper über einige Tage oder sogar Wochen in Anspannung, beginnt das Cortisol ihn zu schädigen. Ins besondere in Verbindung mit Adrenalin sind zwar zunächst noch minimale Höchstleistungen möglich, letztlich baut der Körper aber immer schneller ab. Der Schlaf beginnt schlecht zu werden, schließlich sind chronisch alle Antennen auf Empfang geschaltet. Durch die Überstimulation des Körpers werden auch zB. Talgdrüsen oder andere Hormonsysteme getriggert. Unreine Haut oder Zyklusstörungen sind die Folge, genau wie Stimmungsschwankungen. Der Appetit weicht dem Glauben, keine Zeit zum Essen zu haben, der Körper gerät in Unterversorgung. Schlafmangel und Nährstoffmang führen zu neuem Stress. Wird dieser Zustand eine Weile aufrechterhalten, was der Körper mühelos kann, beginnt das Cortisol sich auch im Hippocampus bemerkbar zu machen. Es blockiert die Strukturen, die für Gedächtnis und Konentration zuständig sind. Auch weniger anspruchsvolle Denkoperationen sind plötzlich anstrengend. Man beginnt Dinge zu vergessen, braucht viel mehr Energie um weiter zu funktionieren. Auch diese Probleme bereiten Stress.

Am Ende der Spiale steht das, was man als Burn Out kennt. Ein ausgebrannter Mensch, der sich selbst der Produktivität und dem „funktionieren müssen“ geopfert hat. Ich selber bin in den letzten Wochen irgendwo in Stufe zwei verloren gegangen. Nun, da meine Stressoren weitestgehend ausgeschaltet sind, gilt es runter zu fahren. Ein ausgeglichenes, gutes Leben ist hier zielführend. Meine Bedürfnisse von den Stressoren abzugrenzen, einen Gang runter zu schalten und im Notfall halt mal was nicht zu machen sind gute Ansätze, die mit Sicherheit wirken – wenn man früh genug beginnt.

Mama lahmt

Ab und zu erwischt es auch eine Mutti. Heute morgen stellte ich fest, dass ich krank bin. Alle alle, Ofen aus. Ich blieb liegen, der Menne übernahm. Soweit so gut und zum Glück problemlos. Jedoch blieb mein Fehlen nicht lange unbemerkt und so war es zunächst das D-Hörnchen, das seine Bahnen zog. „Schläfst du noch Mama?“ ich knartschte ihm zurück, dass ich krank wäre und schlafen müsste. Er hatte mittelmäßig viel Verständnis und ging. Minuten später das C-Hörnchen:“Mama, bist du echt krank?“. Wieder erklärte ich, dass es stimme und ich schlafen wolle. Auch A- und B-Hörnchen müssen sich, jeweils in Begleitung der zwei Kleinen, von den Tatsachen überzeugen. Zum Frühstück ist klar: Mama ist krank und liegt im Bett.

Nach dem Frühstück, ich wäre fast wieder eingeschlafen, müssen sich C- und D-Hörnchen abermals davon überzeugen, dass ich immer noch krank bin. Damit ich mich nicht einsam fühle, spielen sie im Wohnzimmer, direkt nebenan. Noch eine weitere Stunde später kommt C-Hörnchens Freundin zu Besuch. Auch sie soll sich persönlich davon überzeugen, dass Mama krank ist:“ Guck mal, die liegt da nur rum!“, erklärt C-Hörnchen. Als Attraktion Nr. 1 beschließe ich mir einen Moment der Ruhe zu verschaffen, ich jage alle weg. Von nun an bin ich krank und doof.

Die Mädchen spielen im Zimmer über mir. Sie üben Blockflöte. Keine von beiden beherrscht auch nur einen Ton. Meine Ohren beginnen zu rauschen. Im Flur direkt unter mir spielen A- und D- Hörnchen ein dubioses Spiel, dessen Haupt-Inhalt es ist laut zu quietschen und ab und zu zu kreischen. Ich bitte die Flötistinnen die Tür zu schließen udn jage die Quietscher in ein Kinderzimmer. Zurück ins Bett. Ich dämmere dahin, krank im Delirium. Fast gut.

„MAMA! SCHLÄFST DU???“. D-Hörnchen steht neben dem Bett. 30 Minuten waren vergangen. Er tätschelte meinen Kopf und erklärte auch krank zu sein. Im selben Moment kriecht er ins Bett des Mennes und deckt sich zu. Ich bin wieder wach.

So ein Tag zu Hause ist doch was feines. Natürlich, um das voran zu stellen, hatte ich den Menne jeder Zeit bitten können, mir alles vom Hals zu halten. Natürlich wäre ihm das locker gelungen. Aber wisst ihr was? Das hätte mich nicht glücklicher gemacht. Krank zu sein, nicht mit meinen Lieben sein zu können und allein ein trauriges Dadein im Bett zu fristen ist nix. Von daher war alles gut so wie es war. Nr dieses Krank hat gestört.

In der Ruhe liegt die Kraft

Gestern habe ich am „die schlechteste Mutter der Award“ teilgenommen und erfolgreich den ersten Platz gemacht. Am Abend war ich mit dem Fahrrad unterwegs, schnell das D- Hörnchen von seiner Freundin abholen. Ich war in Eile, es war kalt und irgendwie war der Tag bisher nicht mein Freund gewesen. So hetzte ich durch die kalte Dunkelheit um möglichst schnell meinen kleinsten nach Hause zu bekommen. Damit er die paar 100 Meter nicht zu Fuß, und damit viel zu langsam, zurücklegen muss, beschloss ich in das kurze Stück eben auf meinem Gepäckträger zu transportieren. Natürlich war mir bewusst, dass das A) gefährlich, B) Sau dumm und C) verboten ist. Trotzdem schaltete ich erfolgreich mein Gehirn aus und startete auf die kurze Reise.

Es kam wie es kommen musste! Entgegen aller Anweisungen hat das D – Hörnchen seine Füße nicht weit genug von den Speichen entfernt und geriet tatsächlich mit einem Fuß in die Speichen. Sein Winterstiefel, den er durch die Bewegung des Rades verlor, verhinderte Schlimmeres und blockierte das Rad. Trotzdem hat der Fuß einiges abbekommen. Er hat Abschürfungen, blutete und hatte natürlich furchtbare Schmerzen. Ein Besuch im Krankenhaus bestätigte zum Glück, dass nichts Schlimmeres passiert war. Vor allem aber bestätigte er, dass ich wirklich vollkommen dämlich und unverantwortlich gehandelt hatte.

Die Eile, so scheint es mir immer wieder, ist die größte Feindin der modernen Mutter. Wir sind immer in Eile! Wir machen immer alles schnell. Wir hetzen von Termin zu Termin, organisieren zwischendurch dies oder das und sind immer auf dem Sprung. Die Eile erlaubt uns Dinge, die die Vernunft und das Herz untersagen würden. Was also hilft uns gegen dieses Verhalten? Wir müssen aufhören uns zu beeilen! Nur ist das natürlich leichter gesagt als getan. Ich für meinen Teil beeile mich selten, oder sogar fast nie, weil ich zu spät losgegangen, verschlafen oder etwas vergessen habe. Ich bin gut organisiert, streng durch getaktet und trotzdem ist mein Tagesablauf oftmals so knapp, dass ich mich chronisch beeilen muss. Der Schlüssel aus dieser Spirale auszubrechen ist also nicht bessere Planung oder ein klügeres System, der Schlüssel ist es weniger Stress zu haben, weniger Termine, weniger Verpflichtungen, weniger Verantwortung. Gute Entscheidung zu treffen, und vor allem auch auszuführen braucht nun mal ein paar Minuten länger als irgend etwas „husch husch“ daher zu machen. Mein Lernstück für diese Woche also ganz klar: in der Ruhe liegt die Kraft!

Wenn aus Momenten Stunden werden

In den letzten Jahren waren es seltene Momente, in denen alle vier Kinder in einem anderen Raum waren. In aller Regel hielt sich zumindest das D-Hörnchen in meiner Nähe auf, meistens auch das C-Hörnchen.  Gelegentlich habe ich den beiden erlaubt im Bad mit Wasser zu spielen um mal einen Moment meine Ruhe zu haben ; dann kam in aller Regel einer der anderen.  

Seit ein paar Tagen ist alles neu. Gesten war ich 1,5 Stunden allein trotz voller Besetzung und heute sind es abermals fast 90 Minuten. Die Welt ist im Wandel und ganz offenbar ist es endlich an der Zeit für mich, mir eine Beschäftigung für solche Momente zu suchen, die nicht aus Putzen oder Aufräumen besteht. 

Für heute jedenfalls sind sechs Maschinen Wäsche gelegt, das Wohnzimmer blitzt und blinkt und das Bad auch. Ein Gedicht!  

50 Tropfen 2.0

Nachdem WordPress leider den Beitrag getötet hatte, hier die ungekürzte Originalfassung:

…Ich stelle also ein Glas auf den Tisch, fülle etwas Wasser hinein und erkläre den Hörnchen, dass ich mal eben etwas zählen muss und sie mich kurz nicht stören sollen. Dann nehme ich die Flasche Hustensaft und halte sie kopfüber über das Wasserglas. 

1

2 „Was machst du da?“ fragt D-Hörnchen 

3

4 ich zähle stoisch weiter

5

6 „Mama  zählt!“ Sagt C-Hörnchen 

7 „Mama, wieviel zählst du noch?“ Fragt das C-Hörnchen 

8

9 „Ich kann auch zählen!“ Freut sich C-Hörnchen und legt los

10 „1“ zählt C-Hörnchen 

11 „2“ zählt C-Hörnchen; B-Hörnchen sagt:“C-Hörnchen..

12 „3“zählt das C-Hörnchen; „lass doch Mama mal in Ruhe! Nach Mama?!“ schimpft B-Hörnchen 

13 „3.. Jetzt hab ich mich verzählt!“ heult C-Hörnchen. B- Hörnchen zupft an mir und sagt:

14 „siehste! Mama, C- Hörnchen heult!!“

15 „B-Hörnchen du bist sooooo doof!“ C-Hörnchen hängt mir am Arm und schluchzt. 

16 

17 „Dann zähl ich eben nochmal!“ motzt C-Hörnchen und beginnt 

18 „1 wieder jetzt“ zählt C-Hörnchen 

19 D-Hörnchen fährt mit mit einem Auto über den Fuß; B-Hörnchen stöhnt affektiv auf:“Maaan eyyy; C-Hörnchen!“

20 „2 jetzt wieder“ zählt C-Hörnchen; B-Hörnchen zerrt mit am Arm

21 „Was machst du da Mama?“ Fragt D-Hörnchen; „Die nervt dich voll mit Zählen“ sagt B-Hörnchen 

22 „3“ zählt C-Hörnchen; ich stammel ein gepresstes:“zählen zum D-Hörnchen 

23 ich reißen meinen Arm von B-Hörnchen los und zische:“Lass!“

24 „4“ zählt C-Hörnchen stolz; B-Hörnchen heult

25 D-Hörnchen beginnt auf meinen Stuhl zu klettern um zu schauen ob ich einen Zopf habe 

26 „5“ zählt C-Hörnchen, D-Hörnchen zerrt an mir, B-Hörnchen schluchzt unterdrückt 

27 „Du zählst so doof C-Hörnchen!“ Brüllt B-Hörnchen in mein Ohr. D-Hörnchen kommt auf meinem Stuhl an. 

28 „6“ zählt C-Hörnchen; D-Hörnchen zieht mir an den Haaren

29 „Ich Zähl jetzt richtig!!“ meckert B-Hörnchen; ich versuche das D-Hörnchen abzuwehren 

30 „7“ zählt C-Hörnchen; „1“ zählt B-Hörnchen; D-Hörnchen pult auf meinem Kopf

31 „Magst du das?“ Fragt D-Hörnchen 

32 „8“ zählt C-Hörnchen; „2“ zählt B-Hörnchen; ich murre ein „Nein!“ and D-Hörnchen 

33 „Magst du das nicht?!“ fragt D-Hörnchen, und pult weiter

34 „9“ zählt C-Hörnchen; „3“ zählt B-Hörnchen; Ich versuche D-Hörnchen abzuwehren

35 Ich versuche D-Hörnchen Hilflos von meinem Stuhl zu schieben

36 „10“ zählt C-Hörnchen; „4“ zählt B-Hörnchen; D-Hörnchen schwankt gefährlich 

37 D-Hörnchen krallt sich an meinen Haaren fest, ich schreie laut auf

38 „11“ zählt C-Hörnchen; „4“ zählt B-Hörnchen; ich zische D-Hörnchen zu:“Runter!“

39 D-Hörnchen tritt den Rückzug an

40 „12“ zählt C-Hörnchen; „5“ zählt B-Hörnchen; D-Hörnchen schwankt gefährlich, ich fange ihn elegant mit dem Arm

41 D-Hörnchen erreicht festen Boden 

42 „dreiundsiebzehn“ zählt C-Hörnchen; „6“ zählt B-Hörnchen; D-Hörnchen fragt:“Was machst du da?“

43 „Zählen!!!!!“ motze ich entnervt; B-Hörnchen rollt genervt die Augen

44 „siebenund achtneun“ zählt C-Hörnchen; „7“ zählt B-Hörnchen; D-Hörnchen fragt:“ Zählst du noch?“

45 schweigen

46 „achtundachtsechzehn“ zählt C-Hörnchen; „8“ zählt B-Hörnchen; D-Hörnchen zupft herausfordernd

47 „Lass!“ zische ich dem D-Hörnchen abermals zu

48 „vierundzwanzig dreiachtneunzig“ zählt C-Hörnchen; „9“ zählt B-Hörnchen; D-Hörnchen heult auf

49 D-Hörnchen schreit mich an und zerrt an meinem Arm

50 „neunundachtzenh“ zählt C-Hörnchen; „10“ zählt B-Hörnchen

B-Hörnchen pampt mich an:“Du zählst falsch Mama!“ ;C-Hörnchen heult:“Ich war noch nicht fertig!“; D-Hörnchen verstummt und fragt:“Machst du das noch?“

Kinder verboten!!

In immer mehr Hotels sind Kinder verboten. Die Betreiber ernten Hass und Kritik, aber auch viel Lob. Meine Meinung zu diesem Thema ist glasklar!

Mal angenommen, rein hypothetisch natürlich, mein Menne und ich würden ein Wochende wegfahren, allein. Dann würde ich keine Sekunde zögern, in ein Hotel zu fahren, in dem Kinder verboten sind. Ich halte es für vollkommen legitim und nicht diskriminierend, wenn auch diese Sparte bedient wird. Weiter bin ich der sicheren Meinung, dass Angebot und Nachfrage es regeln werden, dass es auch weiterhin genügend Hotels gibt, in denen Kinder willkommen sind. Die Bedürfnisse sind unterschiedlich und der Manager mit Lappi unter dem Arm will nunmal einfach seine Ruhe. Die Familie mit Kindern will die vielleicht auch, machen wir uns aber nichts vor – sie wird sie kaum herstellen können. Vor allem in einem öden, nicht auf Kinder ausgerichteten Hotel.

Denn das ist ja die andere Seite der Medaille. Wäre es aus Gründen der Diskriminierung verboten Kinder auszuschießen, würden Hotels, in denen Kinder eher unerwünscht sind, sich ja trotzdem nicht weiter auf Kinder spezialisieren. Verirrt sich doch eine Familie in den Manager-Schuppen, wird sie bitter enttäuscht sein keine Spielecke, keinen Wickeltisch und keinen Hochstuhl vorzufinden. Mit viel Kraft und Nerven wird sie versuchen ihre Kinder in diesem langweiligen Ambiente ruhig zu halten und es dadurch erst recht nicht schaffen.

Die Antidiskriminierungsstelle regt an, die Familien aufzunehmen und erst in dem Moment des Hauses zu verweisen, wenn es nachweislich so ist, dass die Kinder den Manager stören. Man stelle sich also vor, in Raum A ist Familie Hinz mit ihren Kindern von 1 und 3 Jahren, und in Raum B ist Manager Kunz. Es ist halb sieben am Abend, Kunz will noch schnell skypen und wichtige Dinge besprechen, während Familie  Hinz versucht die Kinder zu Bett zu bringen. Ein Kind schreit, das andere springt im Doppelbett. Es will Fernsehen und Cola aus der Minibar. Mutter sagt 100x „seit ruhig, hier darf man das nicht“, irgendwann platzt Vater der Kragen und er wird laut. Kunz kann so nicht arbeiten und beschwert sich an der Rezeption. Um 19.00 Uhr fliegt Familie Hinz aus dem Hotel. Mit zwei müden Kindern, einem bellendem Vater und einer weinenden Mutter.

Ich weiß nicht was gegen kinderfreie Hotels und Kinderhotels spricht. Aber ich mag auch Raucherkneipen!!

Drei Fliegen mit einer Klappe

Laufpartnerin abkömmlich

A-Hörnchen kein Bock auf Vokabeln

und überhaupt viel zu wenig friedliche Zeit mit dem guten Kind verbracht.

Und manchmal liegt das Gute so nah. Das Hörnchen kommt mit Mutti. Er mit dem Rad, die Mutti mit ihren Füßen. Und so verbrachten wir eine wunderbar friedliche Stunde am See. Ein bisschen klönen, ordentlich Bewegen; den bockigen Kopf durchpusten lassen und ganz am Ende hat er sich sogar noch abfragen lassen. Was so eine Wegänderung doch manchmal so bewirken kann. Ich bin erleichtert und alles ist so friedlich. Gutes Hörnchen, gute Mama, gute Idee!!

 

Die Leiden des jungen A. 

Eigentlich will er doch nur schlafen. Nein, eigentlich will er ja nur wach bleiben. Heute Abend nämlich. Aber an seinem 9. Silvester weiß er ganz genau, dass er das nur gut schafft, wenn er vorher gut schläft. Und lange. 

Aber dann schlaf mal gut und lange, wenn alle möglichen Leute an deinem Zimmer vorbei pilgern und die kleinen Geschwister vor deiner Zimmertür hopsen üben. Schlaf dann mal!!

Oh man, ich erinnere mich noch zu gut. Das geht kaum, und wenn dann erfordert es viel Übung. Mein armer Sohn. Wie gut haben es da die Kleinen, die nachher spätestens um neun ins Bett fallen werden und den ganzen ätzenden Trubel verschlafen.